Erschütterungen der Woche 5

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    foto: robert flanagan/espn

    Mark Sanchez und der komplette Pass. Ein derzeit seltenes Phänomen am Himmel der Jets.

Die Nummer 1 aus Texas ist derzeit auch die Nummer 1 der AFC. In der NFC hält Atlanta dagegen. Anspannung herrscht in Green Bay, Aufbruchstimmung in Minnesota

Die Siegesserie der Arizona Cardinals ist gerissen, während jene der Houston Texans und Atlanta Falcons sich fortsetzt. In Wisconsin herrscht Ratlosigkeit, während man sich in Minnesota ein wenig über sich selbst wundert.

Dass der Lauf der Cardinals (4-1) gerade gegen St. Louis (3-2) endet, das passt zur NFL wie die Faust aufs Auge. Wenn dir alle sagen, dass du 5-0 gehen wirst, dann kommt der Dämpfer mit Garantie und Gütesiegel. Die Liga ist einfach nicht berechenbar. Die Rams, defensiv bislang eine richtige Macht in der NFL, limitierten die Cards Offense auf 282 Yards und ein Fieldgoal. Sie selbst brachten zwar offensiv gar noch weniger an Yards aufs Feld; Sam Bradford, der sagenhafte sieben (!) Pässe von 21 komplettierte, fand dabei aber zwei Mal in die Endzone und das langte dann auch in einem wie üblich extrem schwachen Donnerstagspiel.

Die Erfindung der Thursday Night Games, also Woche für Woche eines, mag zwar noch mehr Kohle in die eh schon pralle Kasse spülen, sportlich betrachtet ist es jedoch kompletter Unfug. Noch nie in den fünf Spielwochen wirkte auch nur ein einziges Team „Ready To Play Ball", denn es ist einfach Donnerstag und nicht Spieltag. Daher kann man sich diese Spiele auch nur mit einer sehr niedrigen Erwartungshaltung ansehen. Am besten wäre, sie landen als Irrtum auf der NFL-Müllhalde. Das ist unwahrscheinlich, denn ginge es nach der Liga, dann würde auch Freitag und Samstag gespielt werden, was sie aber (noch) nicht darf (für High School & College reserviert), daher würde sich ja der Dienstag Vormittag vielleicht anbieten. Bitte nicht! Sonntag ist Spieltag und die Monday Night gehört ja eh irgendwie dazu. Mehr aber nicht.

Für Arizona ist mit der Niederlage kein Stern vom Himmel gefallen. Sie führen ihre Division sogar weiterhin an und die hat es in sich. Vor kurzem noch gab es Stimmen, die meinten, dass auf Grund der allgemeinen Schwäche überhaupt kein Team aus der NFC West das Recht haben sollte, ins Playoff aufzusteigen. 2012 ist sie die Division mit den meisten Siegen bislang. 14. Genau doppelt so viele wie ihr Pendant in der AFC. Ja. Chargers, Broncos, Chiefs und Raiders haben zusammen sieben Siege. Zu viert um zwei mehr als Atlanta oder Houston alleine. San Francisco (4-1) ist jenes Team, welches in Runde 5 die meisten Punkte erzielt hat (45 vs. Buffalo) und ex aequo mit St. Louis und Chicago die wenigsten bekam (3). Was soll man da noch sagen? Jetzt haben die 49ers auch noch eine Offense. Wenn Kyle Williams dann aufhören könnte im Playoff für den Gegner zu spielen, dann geht die Reise bis nach New Orleans.

Erschütterungen

Und damit sind wir bei den beiden ungeschlagenen Spitzenreitern, die in der fünften Runde relativ schwere Aufgaben vor sich hatten. Für Atlanta (5-0) löste sich das Problem Washington (2-3) nachdem Redskins Quarterback Robert Griffin III mit einer Gehirnerschütterung ausfiel, für Houston (5-0) dadurch, dass Mark Sanchez mit einer offensichtlich solchen für die New York Jets (2-3) weiterspielte. Das Glück der Jets: Miami und Buffalo (beide 2-3) glänzen ebenfalls nicht. Damit war allerdings zu rechnen. Aber jetzt mal ernsthaft: Was soll das eigentlich? Ich bin mit Sicherheit kein Sanchez-Hater, stand bei seinem letzten Collegespiel mit Gänsehaut in Pasadena auf der Tribüne, als er die Marching Band der Trojans nach dem Sieg über Penn State in der Rose Bowl dirigierte, aber das ist nichts und es schaut auch nicht so aus, als ob es jemals noch was werden könnte. Fehlende Klasse-Receiver hin und schwache O-Line her: Er trifft schlechte Entscheidungen und seine Pässe landen zu oft entweder in der Team Area oder beim Gegner. Er ist nicht das alleinige Problem, aber ein großer Teil davon. Die Jets haben noch einen zweiten Quarterback, von dem man weiß, dass er ebenfalls nicht mal die Hälfte seiner Pässe an den Mann bringt, dafür aber nachweislich laufen kann. Und der gehört spätestens jetzt auch rein, wenn sie hier noch irgendwas bewegen wollen.

Jedenfalls behielten die Falcons und Texans ihre weiße Westen, das Vertrauen in sie ist für mich dadurch nicht wesentlich größer geworden. Irgendwie kann ich mir beide nicht in einer Superbowl vorstellen. Atlanta packt ja stets dann sein schlechtestes Spiel aus, wenn es um was geht und sind so die Antithese zu den Giants. Aber vielleicht strafen sie mich in der Saison Lügen. Houston hat in seiner zehnjährigen Geschichte ein einziges Playoffspiel gewonnen. Diesen Jänner gegen die Bengals. Schaub ma mal, ob ein zweites dazu kommt.

Die ungewohnte Tabelle der NFC North

Richtige Probleme haben mittlerweile auch die Green Bay Packers (2-3). Und das nicht nur wegen dem Monday-Night-Replacement-Ref-Desaster und der herzhaften Auftaktniederlage gegen San Francisco, sondern weil ihnen nun mit Andrew Luck der zweite Rookie Quarterback eine Frisur verpasst hat. Dieses Mal ganz ohne Hilfe der Offiziellen aus der Lingerie Football League. Die Colts schlagen die Packers und das gar nicht mal unverdient. Über 100 offensive Yards mehr und mit einem richtigen Laufspiel ausgestattet, ist Indianapolis derzeit eben auch dort, wo Green Bay ist, nämlich im Mittelfeld. Da wollen vor allem die Packers überhaupt nicht sein, nur mit einer maroden Defense (Erzählen Sie die Clay Matthews Heldentaten doch bitteschön ihrer Oma, vielleicht fürchtet die sich ja) und ohne Laufspiel wird es ein schwieriges Jahr. Nun ist der Starting Runningback Cedric Benson auch noch ausgefallen und man weiß gar nicht, ob dadurch nicht sogar eine Verbesserung der Situation eintreten könnte, lief Ersatzmann Alex Green in neun Versuchen 55 Yards weit. 6 Yards pro Carry - davon konnte Benson seine Karriere lang nur träumen, ganz sicher nivelliert sich der Schnitt daher noch in Richtung der Vier.

Andersrum läuft es bei Minnesota (4-1). Während Green Bay versucht, nicht die rote Laterne von Detroit (1-3) verpasst zu bekommen (die Gefahr ist gering, denn die Lions schauen noch übler aus), matchen sich die Vikings mit starken Bären aus Chicago (4-1) um Platz 1 in der NFC North. Und das schaut derzeit richtig gut aus für die Wikinger. Nur nichts angreifen, nur nichts ändern, genau so steht das Ding. So ganz glauben kann man es noch gar nicht. Detroit geschlagen, San Francisco geschlagen, Jacksonville und jetzt Tennessee waren obligatorisch und im letzten Fall sogar überdeutlich. Bewegen sich die Nordmänner also tatsächlich noch! Das Programm ist übersichtlich. Ich habe es schon mal angedeutet. Die ganz dicken Brocken, die kommen erst nach der späten Bye-Week. Step By Step also und der nächste Schritt führt sie nach Washington, wo man hofft, RG3 schnell wieder fit zu bekommen. Danach kommen Arizona und Tampa auf Besuch. Da bahnt sich was an und das könnte eine richtig lange und schöne Saison im Norden werden. Wenn man nicht auf Käse steht.

Brees packt Unitas

Zu Feiern gab es auch einiges in New Orleans. Der erste Saisonsieg der Saints (1-4) hat sich ja bereits angekündigt. Zumindest hier in der vorherigen Ausgabe der Endzone. Quarterback Drew Brees brach beim 31:24 Turnaround gegen die San Diego Chargers (3-2) einen Rekord, der älter war als er selbst ist. 48 Spiele in Folge passte Brees nun zu einem Touchdown, der damit den alten Rekord von Johnny Unitas aus dem Jahr 1960 (!) ausgelöscht hat. Das Spiel selbst war eines der attraktiveren der letzten Runde. Über 700 Yards Passing, sechs Touchdowns durch die Luft, bei dem die linke (Laufspiel) und rechte (Defense) Achillesferse der Saints trotzdem anschwoll. 53 Laufyards erzielt, 427 Total Yards von den Chargers kassiert - da ist noch ganz viel zu tun, will man ein „Finale Dahoam", welches noch immer in weiter, sogar sehr weiter Ferne ist. Hätte Chargers Quarterback Philip Rivers im letzten Quarter nicht eine Interception geworfen und zum Abschluss auch noch Saints Defensive End Martez Wilson den Ball quasi übergeben, nichts wäre es mit dem ersten Sieg geworden. Die Chargers hatten mehr vom Spiel, erzielten mehr 1st Downs und Total Yards, die Saints haben aber in Brees einen Spielmacher, der ein Spiel am Ende noch zu seinen Gunsten drehen kann. Zumindest wenn die Connection zu Marques Colston steht. 131 Yards und drei Touchdowns für den Receiver. Fantasy Value, anyone?

PULS 4 in der Bay

Donnerstagnacht (Freitag 2:20 Uhr) zeigt ESPN America Tennessee-Pittsburgh. Gehen Sie heute ruhig ins Bett, denn viel wird da nicht passieren. Sonntag wird es deutlich besser. Ab 19:00 Uhr zeigt ESPN-America Baltimore-Dallas, den Sunday Night-Kracher Houston-Green Bay (Montag 2:20 Uhr) und das Monday Night Game (Dienstag 2:30 Uhr) San Diego-Denver. Das Sonntagsspiel der zweiten Serie - San Francisco 49ers vs. New York Giants - läuft sowohl auf ESPN als auch auf PULS 4 (22:20 Uhr). Die öfter gestellte Frage, warum alle (fast) immer das selbe Spiel zeigen (auch der Bezahlableger von Sport1 zeigt die NFL), ist einfach beantwortet: Es wird stets nur für zwei Spiele ein internationales Signal angeboten, wovon meist nur eines ein Topspiel ist. Oder hat jemand Lust auf die Bills bei den Cardinals? Eben. Michael Eschlböck und ich freuen uns, wenn sie Magenta wählen, es gibt Brötchen, Bretter und gar Brutales. (Walter Reiterer, derStandard.at, 11.10.2012)

NFL, Woche 5, Ergebnisse:

St. Louis Rams vs. Arizona Cardinals 17:3
Pittsburgh Steelers vs. Philadelphia Eagles 16:14
New York Giants vs. Cleveland Browns 41:27
Kansas City Chiefs vs. Baltimore Ravens 6:9
Cincinnati Bengals vs. Miami Dolphins 13:17
Washington Redskinsvs. Atlanta Falcons 17:24
Indianapolis Colts vs. Green Bay Packers 30:27
Jacksonville Jaguars vs. Chicago Bears 3:41
Carolina Panthers vs. Seattle Seahawks 12:16
San Francisco 49ers vs. Buffalo Bills 45:3
New England Patriots vs. Denver Broncos 31:21
Minnesota Vikings vs. Tennessee Titans 30:7
New Orleans Saints vs. San Diego Chargers 31:24
New York Jets vs. Houston Texans 17:23
Spielfrei: Detroit Lions, Tampa Bay Buccaneers, Dallas Cowboys, Oakland Raiders

Tabellen der Conferences

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