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Mit Griechenland und Spanien gibt es in der Eurozone bereits zwei Länder, in denen jeder vierte Bürger arbeitslos ist. Irgendwie hat man sich in Europa an diese Horrorzahlen gewöhnt, obwohl eine Arbeitslosigkeit von 25 Prozent neben Millionen tragischer Einzelschicksale nichts anderes bedeutet, als dass in den beiden Ländern das Wirtschaftssystem völlig kollabiert ist.
Verspätet drängt der Internationale Währungsfonds nun auf eine leichte Abkehr vom Sparkurs in den Krisenländern. Dass sich Deutschland sperrt, ist zwar politisch verständlich - Kanzlerin Angela Merkel kann dem Bundestag die Rettungspakete kaum noch verkaufen, und 2013 sind Wahlen. Wirtschaftlich ist die Haltung aber fatal. Zunächst wird verkannt, dass Spanien nicht überschuldet ist, sondern mit den Folgen einer Immobilienblase und Bankenkrise kämpft. In Spanien ist Sparen das falsche Rezept.
In Griechenland und Portugal müssen Gehälter runter, und der Staat muss Ausgaben streichen. Doch die Strategie ist übereilt und sorgt derzeit dafür, dass sich die Lage stetig verschlimmert. Um auf die Beine zu kommen, brauchen die Krisenländer eine Atempause und ein Aufbauprogramm, also Investitionen in Bildung und Forschung. Das alles wird "Nordländer" wie Deutschland und Österreich zusätzlich Geld kosten. Doch ohne Kursschwenk wird Europa bald erleben, dass es selbst in Staaten mit einer 25-prozentigen Arbeitslosigkeit noch bergab gehen kann. (András Szigetvari, DER STANDARD, 12.10.2012)
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Es mag selbstverständlich sein, aber wenn man sowohl die Situation in Griechenland, als auch die Schlagzeilen in der deutschsprachigen Boulevardpresse kennt, ist man auch für die Erkenntnis dankbar, dass Arbeitslosigkeit mit "Millionen tragischer Einzelschicksalen" verbunden ist.
natürlich die lebensplanung vieler menschen durcheinanderbringt ist unerwünscht. tw. tragisch. völlig klar!
ABER nach jahren von (privater und staatl.) verschuldung und immohype ist das weder verwunderlich noch vermeidbar.
schon gar net dadurch, dass WIR mit uNSEREN schulden deren ungesicherte renten, neue schulden, miesen strukturen, rüstung etcetc finanzieren. also sorry.
Wenn sich ein Land 10% seines BIP leiht und dieses dann zu einem großen Teil im eigenen Land ausgibt, dann steigt das BIP natürlich ordentlich an. (Vor allem wenn man das Geld einfach den Einwohnern gibt anstatt es sinnvoll zu investieren.)
Leiht es sich nicht neues Geld, das es verteilt, dann fällt das BIP auf den ursprünglichen Wert zurück!!
Das passiert gerade in Griechenland, weil man das BIP durch Schulden nicht mehr künstlich aufblasen kann. Das ist schmerzhaft, aber die Alternative ist immer weiter neue hohe Schulden zu machen - nur um den Status quo zu halten. Und das geht nicht lange gut.
Aufbauprogramme und Investitionen in Bildung und Forschung gab es in den Krisenländern in den letzten zehn Jahren mehr als genug. Spanien ist vollgepflastert mit sinnlosen öffentlichen Bauvorhaben und hat eine weitaus höhere Akademikerquote als Österreich.
Spanien wird nie die Effizienz der deutschen Wirtschaft erreichen und braucht daher seine eigene Währung. Warum will man mit Gewalt, Spanier oder Griechen zu deutschen Bundesbürgern machen?
überhaupt nicht gehts darum, irgendwen DEUTSCHer zu machen oder zu erziehen.
es gibt das simple faktum, dass man nur haben kann, was man sich leisten kann, erarbeitet hat oder plus zins erwirtschaften kann. DAS wird verlangt. MIT oder OHNE euro! MIT euro verlangens auch wir, ohne euro die inländ. bevölkerung, wenn sie schlau ist! sonst hat sie nämlich hohe inflation, breite verarmung, hohe zinsen, abwertung etc. wie gehabt!
2. geht das gemeinsame wirtschaften, währung haben sehr wohl unter einem gem. euro, WENN sich die verpflichtungen (importe, renten, löhne....) und die einnahmen (exporte, steuern, abgaben...) die waage halten. und in diesem punkt sind die S-länder weit davon entfernt. (gewesen. es wird tw. schon deutlich besser)
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