ÖVP-Chef Nagl präsentierte Kandidaten für Graz-Wahl

Auf ersten 18 Plätzen je neun Frauen und Männer - Vorzugsstimmenmodell: Ab 300 wird man nach vorne gereiht

Graz - Die Grazer Volkspartei hat am Donnerstagabend ihre 65 Namen umfassende Liste für die Gemeinderatswahl am 25. November präsentiert. Auf den wählbaren Plätzen befinden sich sechs "Neulinge", auf den ersten 18 Listenplätzen finden sich je neun Frauen und Männer. Bürgermeister und Spitzenkandidat Siegfried Nagl sprach von einem "starken Erneuerungsprozess". Anstelle des praktisch nicht wirksamen Vorzugsstimmenmodells der letzten Wahl gibt es nun eine Neuerung: Ab 300 Vorzugsstimmen wird man nach vorne gereiht. Die vier Stadtregierer Nagl, Gerhard Rüsch, Detlev Eisel-Eiselsberg und Sonja Grabner werden keinen Vorzugsstimmenwahlkampf führen.

Liste einstimmig angenommen

Die Liste sei am Donnerstagnachmittag einstimmig vom Präsidium und Vorstand der Stadtpartei beschlossen worden, so Nagl. Am Stadtparteitag am Freitagabend werde sie den Delegierten zum endgültigen Beschluss vorgelegt. Ziel bei der Wahl sei es, wieder vier Stadtsenatsmitglieder zu stellen, sagte Nagl - was nicht leicht werden dürfte, denn der Stadtsenat wird von neun auf sieben Mitglieder verkleinert, der Gemeinderat von 56 auf 48 Mandatare reduziert. "Die großen Fraktionen laufen am meisten Gefahr zu verlieren", so Nagl. Die ÖVP hat derzeit 23 Gemeinderäte und vier Stadtsenatsmitglieder.

Auf der Liste kommen nach den vier Stadtregierungsmitgliedern auf Platz fünf die Dermatologin und Universitätsprofessorin Daisy Kopera, danach die Angestellte Regina Lammer sowie die Unternehmerin und Wirtschaftsbund Graz-Chefin Daniela Gmeinbauer. Beide sind neu auf der Liste. Auf Platz acht kandidiert Klubchef Peter Piffl-Percevic, gefolgt von Gemeinderat Kurt Hohensinner, der Pensionistin Gerda Gesek und dem ÖAAB-Mann Harry Pogner. Auf Listenplatz zwölf ist "Familienlobbyistin" Sissy Potzinger gereiht, danach kommen mit der Angestellten und JVP-Chefin Martina Kaufmann und der Pensionistin Ingrid Heuberger wieder zwei "Neue". Auf den Plätzen 15, 16, 17 und 18 folgen Student und Eishockeyspieler Philip Hofer, der Angestellte Klaus Frölich, Nagl-Sprecher und Magistratsbediensteter Thomas Rajakovics und als Newcomerin die Pädagogin Barbara Kasakoff. (APA, 12.10.2012)

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