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"Club 2" zu "Europas Jugend - die verlorene Generation?": Hier auf tvthek.orf.at zum Nachsehen
Am Ende kommen in einem Club 2 gern die Schlussworte. Ja, auch beim kokett mit einem Fragezeichen versehenen Thema Europas Jugend - die verlorene Generation? war schließlich die Politik gefragt. Jugend sei vor allem auch wegen der Jugend- und Perspektivlosigkeit politikmüde und wende sich von den Volksvertretern ab.
Wohl und Wehe der Wirtschaft hingen nämlich nicht so sehr vom Einzelnen ab, sondern von sogenannten Strukturen. Diesbezüglich wurden in der Diskussion zwar alle zum Thema gehörenden Stichworte wie Ausbildung, " realitätsverweigernde" Orchideenstudien, neues Spießertum, Prekariat oder - sehr schön! - "Burn-out-Protection" abgehakt.
Gäste wie die sich mit Moderator Peter Rabl aufgrund verschiedener Meinungen nicht wirklich vertragende ehemalige ÖH-Vorsitzende und Germanistin Barbara Blaha oder "Investmentpunk" Gerald Hörhan konnten sich allerdings absehbar nicht darauf einigen, ob man nun besser Geisteswissenschaften oder Betriebswirtschaftslehre studieren soll - und was damit nicht gegebene Bankkredite für 18-jährige Junghäuslbauer "in der Pampa" damit zu tun haben könnten.
Der mindestens exzentrisch gegen den Linksextremismus fördernde soziale Errungenschaften argumentierende "Investmentpunk" sprach sich gegen staatliche Regulierungen aus. Er erfüllte also auch mit etwas unmodisch gewordener Fußballerirokesenfrisur alle in ihn gesetzten Erwartungen als Krokodil. Allerdings kam teilweise auch der Kasperl durch: Wer ältere Arbeitnehmer problemloser kündigen dürfe, könne mehr junge Leute beschäftigen. Diese sollten inzwischen nicht verzagen, sondern mehr Unternehmen gründen. (Christian Schachinger, DER STANDARD, 12.10.2012)
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Ethik ist eines meiner Steckenpferde. Zusätzlich bin ich Unternehmer. Ich beobachte seit Jahren ziemlich genau die Diskussionen beider (Anti-/Kapitalisten) Seiten.
Beide Seiten haben (für mich) zu einem bedeutenden Teil Recht, reden aber an einander vorbei, als würden sie unterschiedliche Sprachen sprechen. Dass die Welt nicht schwarz oder weiß ist, versteht offenbar niemand.
Ich frage mich, weshalb viele Menschen derart auf ihre Meinung beharren, ohne die andere Ansicht verstanden zu haben.
Es ist vorerst auch einmal OK, keine Meinung zu haben und zuzuhören. Nämlich beiden Seiten mit Interesse und Respekt.
Buchtipps:
1. C. Felber - 50 Vorschläge für eine gerechtere Welt
2. G. Hörhan - Gegengift
3. M. Hörl - Die Gemeinwohl-Falle
Ich hab mir diese Sendung gerade angesehen. Im Grunde bin ich nur entsetzt was hier alles gesagt wird.
Das der "Investmentpunk" eine sehr wirtschaftliberale Haltung hat hat mich wenig überrascht.(wobei ich den Punk nicht wirklich gesehen habe)
Aber gerade die Aussagen von Fr. Blaha waren für mich so Realitätsfern, wie ich es nicht glauben kann. z.B.: Die Behauptung das höher Kündigungsschutz keine Auswirkung auf den willen der Unternehmen hat jemanden(junge) einzustellen war für mich unfassbar. (Ihr Beispiel Skandinavien ist ja nach hinten losgegangen)
Und jetzt stellt sich für mich die Frage: Diese Fr. war am besten Wege in der SPÖ eine führungsrolle einzunehmen? Ich weiß echt nicht, was ich sagen soll.
ist nicht nur ein Fake sondern auch ein elendiger Feigling. Ein Poster hat weiter unten einen Link beigesteuert, der auf seine Firmenhomepage führt, nicht wiederzuerkennen. Nicht nur, dass er in Anzug und Krawatte sich gibt, seine Frisur gleicht der eines braven Firmlings aus dem Glatzenland.
Sorry. das ist wirklich allerletzte Choose. Wenn er zum Regimefunk fährt, lässt er sich die Haare auf Berufsjugendlicher richten. Seine älteren Kollegen kämen sich die paar Strähnen von links nach rechts über die Glatze. Das sind die wahren Durchgeknallten. Würde mich interessieren, was die einwerfen
Sechs Diskutanten die miteinander nix zu tun haben wollen. Wo jeder für sich 90 Minuten braucht um seinen Ministandpunkt durchzubringen. Ein etwas naiver Provokateur, der am längeren Ast (weil die meiste Kohle) sitzt. Ein Moderator, der den Opa der Runde gibt. Eine überangepasste Mittelalterliche.
Alle Diskutieren sie über EUROPAs Jugend und checken nicht, dass sie tatsächlich bloß über Österreichs Schulabsolventen reden.
Da hatte die Karlich mal echt das Nachsehen.
Eine exemplarische Diskussion.
Der zynische, menschenverachtende Geldhai der mit Kalkül einen psychopathischen Sozialdarwinismus vertritt und als einziger von dem ganzen Schauspiel profitiert (Buch).
Die naive Politikerin und der Nachplapper Journalist die die PR nicht durchschauen und voll auf die ideologische Kindergartendebatte von links, rechts einsteigen um sich selbst zu profilieren.
Künstler, Wissenschaftler und das normale Volk verstummen daneben weil sie gegen diese einbetonierte Rhetorik nichts ausrichten können.
so unsympathisch mit dieser knaufige investmentkasperl ist - mit seiner grundhaltung "tut's was!" hatte er leider mehr recht als diese jenseitigen "man muss viel mehr für uns tun"-typen.
und rabl ist wenigstens imstande, eine diskussion zu leiten.
@ "tut´s was!":
Das funktioniert wohl für den einzelnen, aber nicht für die Masse. Wenn sich alle um 10% emhr anstrengen wird der Kuchen genau gleich aufgeteilt wie vorher. Das gilt zwischen einzelnen Personen genauso wie zwischen Gesellschaften.
Wir brauchen aber keine Lösungen für Einzelpersonen, sondern eine Lösung für alle. Und von der hat Hörhan keine Ahnung.
wer sich aus talkshows einen persönlichen inhaltlichen input erwartet, hat das format nicht verstanden.
da geht es einzig und allein darum, dass möglichst schräge vögel sich verbal in die haare kriegen. in talkshows wurde noch nie ein problem umfassend dargestellt, geschweige denn gelöst. für die einen gibts halt die karlich am nachmittag oder was halt bei den deutschen so läuft, die anderen schauen den club 2, erwarten tun sich aber beide dasselbe: einen ordentlichen und unterhaltsamen streit. nur: die nachmittagszuschauer sind wenigstens so ehrlich, sich keine weisheiten zu erwarten. anders die club 2-schauer, die lügen sich selbst in die tasche und ärgern sich nachher über die mangelnde diskussionskultur und platte argumente.
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