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Wien - Florian hat einen Vogel. Ganz selbstverständlich hat es sich dieser auf dem Kopf des Schülers bequem gemacht. Dabei hat Florian (Stefan Rosenthal) schon genug Probleme: Seine Eltern sind dem Hochbegabten einfach nicht ernst genug, und die forsche Katja (Felicitas Franz) will unbedingt, dass "Florri" sie küsst. Kein Wunder also, dass es in dem introvertierten Buben drunter und drüber geht.
Ein himmlischer Platz, von Thomas Birkmeir im Theater der Jugend nach dem Buch von Guus Kuijer inszeniert, erzählt aber nicht nur von den Verwirrungen eines Zöglings. Sein Vogel führt Florian zu Petrus Raaphorst (Horst Eder), einem alten Mann, der seltsame Dinge tut. Seinen Schlüssel bezeichnet er zum Beispiel als Gabel, und seine Teebeutel bewahrt er in einem Strumpf auf. Herr Raaphorst hat Alzheimer, Florian und Katja beschließen, dem Einsamen zu helfen.
Kuijer, der heuer mit dem Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis ausgezeichnet wurde, hat einiges in sein Alltagsmärchen gepackt. Für die jüngsten Besucher ist das ein wenig viel des Guten, doch auch sie kommen bei der luftigen und berührenden Inszenierung auf ihre Kosten. Birkmeirs Ass im Ärmel ist der Geist Ariel (Christian Graf), der durch das magische Spiel führt.
Mit einem Fingerschnippen verwandelt er die Szenerie immer wieder aufs Neue (schlichte Bühne: Andreas Lungenschmid) - und einen Regenwurm verspeist er auch. Urgrindig! Ab sechs Jahren. (wall, DER STANDARD, 12.10.2012)
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