Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Am Wochenende wird Schlaf nachgeholt.
Junge Leute leiden unter permanentem Schlafmangel, was sich ungünstig auf Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit auswirkt. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Gesundheitsforscher aus Marburg und Dillenburg an weit über 8.000 Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchgeführt haben. Diese schlafen demnach unter der Woche im Schnitt weniger als sieben Stunden täglich. Ulrich Koehler von der Philipps-Universität Marburg und Manfred Betz vom Dillenburger Institut für Gesundheitsförderung und -forschung stellten die Ergebnisse jetzt auf dem nationalen Präventionskongress in Dresden vor.
"Qualitativer guter und quantitativ ausreichender Schlaf gilt als eine der wichtigsten Ressourcen für die Gesundheit, gerade für Heranwachsende", erklärt Koehler, der das Schlafmedizinische Zentrum am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) leitet. Im Rahmen der Deutschen Azubi-Gesundheitsstudie (DAGS), die von den beiden Wissenschaftlern geleitet wird, wurden 8.850 Auszubildende und Schüler aus Dillenburg, Wetzlar, Korbach, Marburg, Gießen, Fulda, Frankfurt und Wiesbaden hinsichtlich ihrer Schlafgewohnheiten und ihres Gesundheitszustandes untersucht.
Das Resultat: Im Durchschnitt schlafen die Jugendlichen während der Woche etwas mehr als sechseinhalb Stunden pro Nacht und am Wochenende neun Stunden. "Damit schlafen sie deutlich weniger als ältere Erwachsene", erklärt Koehler, "obwohl sie in ihrer Lebensphase eigentlich mehr Schlaf benötigen." Jeder Fünfte schläft sogar während der Woche weniger als sechs Stunden und fast jeder Zweite schläft am Wochenende mehr als neun Stunden.
Junge Menschen haben einen anderen Rhythmus, sie sind abends lange aktiv und würden morgens mindestens bis acht oder neun Uhr schlafen. Aufgrund des frühen Arbeits- oder Schulbeginns haben viele ein permanentes Schlafdefizit, was sie am Wochenende durch sehr spätes aufstehen auszugleichen versuchen. "Knapp zwei Drittel der Jugendlichen fühlen sich tagsüber nicht ausgeruht und leistungsfähig", berichtet Koautor Betz, "sie leiden zudem verstärkt an gesundheitlichen Problemen wie psychischen Beschwerden, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden und fehlen häufiger am Arbeitsplatz oder in der Schule." Eine starke Tagesmüdigkeit führe auch zu deutlich erhöhter Unfallgefährdung, insbesondere im Straßenverkehr.
"Besonders überrascht hat uns, dass jeder Fünfte angab, in den vergangenen zwölf Monaten unter Schlafstörungen gelitten zu haben", sagt Koehler, "aber nur jeder zehnte Betroffene deshalb in Behandlung war." Hier gebe es großen Aufklärungsbedarf, denn in herkömmlichen Gesundheitsfördermaßnahmen werde das Thema Schlaf bislang nicht berücksichtigt. "Wir hoffen, dass sich das aufgrund unserer Studienergebnisse ändern wird", ergänzt Betz. (red, 11.10.2012)
Manfred Betz, Wilhelm Cassel & Ulrich Koehler: "Schlafgewohnheiten und Gesundheit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen - Auswirkungen von Schlafdefizit auf Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden"
Laut einer US-amerikanischen Studie führt Schlafmangel zu vermehrtem Energiebedarf und damit zu verstärkter Essenszufuhr
Werden Hirnwellen im Tiefschlaf durch Geräusche stimuliert, verbessern sich Schlaf und Gedächtnisfunktionen
Nur 15 Minuten mehr Schlaf führen dazu, dass sich Schüler deutlich weniger müde und schläfrig fühlen
Forscher konnten zeigen, dass hohe Fettsäurewerte im Blut eine Insulinresistenz nur dann vorhersagen, wenn gleichzeitig hohe Werte des Fettleberhormons Fetuin-A vorliegen
Über Sinn und Zweck des Träumens sind sich Wissenschaftler uneinig. Als gesichert gilt, dass Mensch seelisch und körperlich erkrankt, wenn er am Träumen gehindert wird
Eine aktuelle Studie zeigt, dass die Schlafqualität von Menschen ab der Pensionierung wieder zunimmt - zumindest für einige Jahre
Funktioniert nur beim Chronotyp Frühaufsteher - Gezieltes Lichtbad könnte für optimiertes Training eingesetzt werden
Erhöhtes Risiko für Vielflieger und Nachtschichtarbeiter - Unregelmäßige Ruhezeiten führten zu reduziertem Stoffwechsel
In der Hälfte der Fälle steckt eine andere psychische Erkrankung dahinter - Konsensus-Statement österreichischer Experten
Bedenken und Fragen zur Sicherheit von Schlaftabletten - Ab 18 Schlafmittel-Anwendungen im Jahr soll die Gefahr des vorzeitigen Todes auf das Vierfache steigen
Vier Prozent der Europäer haben Gen von beiden Eltern geerbt und schlafen um 24 Minuten täglich länger als Menschen ohne Genvariante
Europaweit wurde erstmals ein Zungenschrittmacher implantiert, der Atemstillstände im Schlaf verhindern und gegen das Schnarchen helfen soll
Für die Erholung des Menschen sind längere Nächte tendenziell besser - Allerdings: Viele Menschen leiden an Schlafstörungen und wissen es nicht
Experten fordern konsequente neurologische Abklärung
Kann Stimmung der Patienten sogar kurzfristig stark verbessern
Viele psychische Erkrankungen weisen ein charakteristisches Schlafstörungs-Muster auf
Bisher ging man davon aus, dass das Gehirn in der Non-REM-Phase nicht auf äußere Reize reagiert
"Keine seriöse Empfehlung ohne Studien" - Tagesmüdigkeit weniger von Aufstehzeit als von Schlafdauer abhängig
Ein neue empirische Studie zeigt: Was jemand träumt, sagt ernüchternd wenig über geheime Wünsche aus
Bei schwerer Schlafapnoe steigt die Gefahr von Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Störungen oder Diabetes Typ 2
Eine neue Studie liefert eine mögliche Antwort auf die Frage, warum Schlafapnoe-Patienten ein höheres Herzinfarktrisiko haben
Zehn Prozent der Kinder schnarchen nachts - Experte beklagt zu wenig Schlaflabore in Österreich
Forscher verglichen die Schlafdauer und -qualität mit der Arbeitssituation - Stress und Job-Unzufriedenheit verschlechtern die Schlafqualität deutlich
in meiner kindheut (anfang 50er jahre). schaffen sie sich hühner an und gehen sie mit ihnen schlafen bzw. stehen sie mit ihnen auf. fenster und vorhänge offen lassen damit das tageslicht sichtbar bleibt.
.. autofahren und strassenbeleuchtung im winter ab 16:30 einstellen inkl. radio und tv...
und das nicht nur am Wochenende oder in den Ferien/Urlaub sondern jeden Tag... Das klingt so utopisch und realitätsfern, sowas können sich die meisten doch heutzutage gar nicht mehr vorstellen.
Was umso trauriger ist, wenn man bedenkt was für ein menschliches Grundbedürfniss der Schlaf doch ist.
Studenten, die ja Erwachsene sind.
Die Schulen in Öst. beginnen zu früh. Nachdem die Anreise zur Schule in der Mehrheit der Öst. Gegenden ca. 1h dauert (zum Bus etc. gehen, ca. 30-45min mit den Öffis fahren, dann in der Schule ca. 15-25min auf den Beginn warten) stehen die Schüler viel viel zu früh auf.
Darum gehts.
Also ich bin eigentlich immer müde, egal ob ich jetzt 5 oder 7 Stunden schlaf. Muss ich mir jetzt Sorgen machen? ;D
Ich sag mal, durch jedes unnatürliche wach werden (Wecker) steht man müde auf, da ist es fast egal, wie viel man geschlafen hat.
Wenn ich selbst munter werde, kann ich auch schon nach 5 Stunden ausgeschlafen sein. Umgekehrt jedoch nach 10 komplett hinüber, wenn man mich aufweckt.
Alles unter 4 wird aber dann wirklich problematisch, so ehrlich muss man sein, v.a. wenn sichs über mehrere Tage hinzieht.
Jetzt wiss ma seit Jahren, dass ein Unterichtsbeginn vor 9 Uhr wenig Sinn macht und was hamm a glernt? Nix. Traurig, traurig...
Wieso werden Erkenntnisse nicht umgesetzt und die Unterrichtszeiten an die Schüler und deren natürlichen Schlaf-Wach-Rythmus angepasst?
Der Mensch hat in sich eine Art innere Uhr, die permanent läuft. Der Mehrzahl der jungen Leute bringt ein früh ins Bett gehen genau gar nichts. Sie wären trotzdem müde, weil sie von ihrem "natürlichen" Tag-Nachtrythmus einfach um die Zeit nicht aufstehen sollten.
Mit dem Alter ändert sich das im Normalfall, so dass man dann leichter aufkommt.
Lesen sie einfach mal zu diesem Phänomen nach. Das derzeitige Schulsystem ist von dieser inneren Uhr her derzeit für nicht einmal 1/3 der Schüler eingerichtet. Die Mehrheit hat bei einem frühen Start wie derzeit starke Nachteile bezüglich Konzentration etc.
Die müssen nämlich selbst spätestens um 9 Uhr zu arbeiten beginnen.
Außerdem müssten dann die Schulen den Kinder ein Mittagessen anbieten, wenn der Unterricht z.B. bis 14 oder 15 Uhr dauert.
Wär's wirklich so furchtbar, wenn die Kinder, wie's früher ja auch üblich war, selbst zur Schule marschieren oder mit Bus etc. fahren? Ist es tatsächlich notwendig, daß sie jeden Tag wie Pakete mit dem Auto beim Schuleingang zugestellt werden? Und dafür dann ein Kurs "Selbständigkeit" im Uni-Semester...?
Ich hatte damals auch etliche lange Schultage (Beginn: 08:00, Ende 16:00-18:00, nur am Samstag war schon um 12:00 oder 13:00 Schluss) und außer einem kleinen Buffet, wo man sich mit Semmel, Salzstangerl, Wurst/Käsesemmel oder - wenn man schnell genug war - Leberkässemmel versorgen konnte gab's nichts. Man sich halt einfach von daheim etwas mitgenommen oder ist an Tagen mit Mittagspause gemeinsam irgendwo hingegangen um was zu essen.
meine mutter war bei mir 2 tage mit in der schule und ist mit mir einmalig gemeinsam mit dem bus gefahren....ab dem 4.tag bin ich dann nach der schule zur haltestelle gegangen, hab mich hineingesetzt und bin dann wieder ausgestigen und nach hause gegangen.
das kann man einem 6jährigen ohne weiteres zutrauen.
Aber jedes Tier hat seinen natürlichen Schlaf-Rhythmus und hält diesen auch ein! (In freier Wildbahn ohne menschl. Einfluss).
Nur der Mensch hält ihn nicht ein. Die meisten zu mindest! Und ich weiß auch, dass es für manche nicht möglich ist, aber dieser Teil ist eher gering.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.