Weltbank-Präsident: Kampf gegen Klimawandel hat oberste Priorität

Kim: "Wir müssen es einfach machen" - Erderwärmung als Ursache für Dürre, Lebensmittelknappheit, Armut

Tokio - Der neue Weltbank-Präsident Jim Yong Kim will den Kampf gegen den Klimawandel zu einem seiner Hauptanliegen machen. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass die globale Erwärmung von den Menschen verursacht werde, meinte Kim am Donnerstag in Tokio. Erstmals in der Geschichte seien sich die Forscher einig, dass die jüngsten Dürren und eine dadurch ausgelöste Lebensmittelknappheit auf den von Menschenhand ausgelösten Klimawandel zurückgingen.

Es sei daher wesentlicher Teil der Armutsbekämpfung der multilateralen Organisation, gegen das Problem anzugehen. "Wir müssen es einfach machen", sagte Kim im Vorfeld der Jahrestagung vom Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in der japanische Hauptstadt. Es könne auch dem globalen ökonomischen Wachstum dienen, einen Ansatz zur Abschwächung des Klimawandels zu finden.

Die Hilfsorganisation Oxfam lobte Kims Ankündigung umgehend. "Zu viele Führer scheuen davor zurück, den Klimawandel kategorisch als das wahre Problem zu benennen", sagte die Sprecherin Elizabeth Stuart. Es sei gut, dass Kim denjenigen widerspreche, die den Klimawandel abstritten. (APA, 11.10.2012)

  • Jim Yong Kim, Weltbankpräsident
    foto: apa/epa/brown

    Jim Yong Kim, Weltbankpräsident

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