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DAVID BYRNE & ST. VINCENT
Love This Giant
(4AD)
Wenn David Byrne ein neues Album veröffentlicht, lautet die erste Frage seit Jahrzehnten: Klingt die Musik wieder mehr nach Talking Heads, oder brauche ich das Ganze nicht wirklich? Seine Zusammenarbeit mit der New Yorker Gitarristin und hochgelobten Kammerpopmusikerin St. Vincent kann diesbezüglich als größtmögliche Annäherung an seine alte Band seit Jahrzehnten gehört werden. Die großteils gemeinsam erarbeiteten Songs zitieren Gott, Funk und die Weltmusik unter besonderer Berücksichtigung Afrikas. Leider sind die Songs mit Ausnahme der tollen Single Who nicht ganz so kräftig geraten wie erhofft. Dafür beruht das Album auf der hübschen, aber etwas zu inkonsequent durchgezogenen Idee, ein Popalbum zu produzieren, das Blasmusik als Grundlage verwendet. Mit den Dap-Kings und Antibalas gastieren immerhin zwei Weltmeisterensembles auf Love This Giant.
VAN MORRISON
Born To Sing: No Plan B
(Exile/Universal)
Auch unser liebster irischer Grantscherbn und Blueskläffer Van Morrison muss sich seit einem Vierteljahrhundert die Frage gefallen lassen, warum er immer noch wenig auffällige, aber pflichtgemäß in Altherrenmusikmagazinen abgefeierte, ewig gleich gediegen klingende Alben veröffentlicht, die er dann live mit missmutigen Konzerten begleitet. Born To Sing hat dem nichts Neues hinzuzufügen. Es swingt, es rumpelt, es bluest und bellt. Der leider hier schon wieder Saxofon spielende Van Morrison beschwert sich im Stück Goin' Down To Monte Carlo (!!!) einmal über "phony Jazz" spielende Bands, die nur Meterware für Bars und Restaurants liefern. Ein künstlerisch luzider Moment.
TAKEN BY TREES
Other Worlds
(Secretly Canadian)
Verträumte Elektronik, die auch einmal dezent rasseln und klöppeln darf, dazu verwaschene Keyboards und neben einer Hawaiigitarre auch ab und zu Reggae und zärtlicher Dub auf der Suche nach Afrika kennzeichnen das Soloalbum der sonst bei den Concretes hauchsingenden Schwedin Victoria Bergsman. Klingt irgendwie ... nett. (schach, Rondo, DER STANDARD, 12.10.2012)
Hören Sie hier einen Teil der Musikrundschau im Spotify-Stream:
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Da hab ich einen live Mitschnitt von St. Vincent aus dem 49er Club/Washington DC (über NPR.com) und die Darbietung von Fr Clark ist einfach atemberaubend!
Aber das Gedösel mit und von Hr Byrne ist nicht das Wahre was diese Frau kann.
Leider!
selbst die schwächeren alben von van the man sind noch immer eine offenbarung gegenüber dem mainstreamschrott....born to sing !
für mich hatte natürlich van the man seine beste phase in den 70igern, inarticulate speech, no method no guru no teacher, bzw. common one.
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