Fünf Bergsteiger am Watzmann vor Erfrierungstod gerettet

11. Oktober 2012, 13:32
  • Bergretter haben die fünf Studenten vor dem sicheren Tod auf dem Watzmann gerettet.
    foto: dpa/waßmuth

    Bergretter haben die fünf Studenten vor dem sicheren Tod auf dem Watzmann gerettet.

Die Studenten saßen auf 2.700 Metern in einem Schneesturm fest

Salzburg - Auf dem Watzmann bei Berchtesgaden im benachbarten Bayern haben Helfer der Bergwacht in der Nacht auf Donnerstag eine fünfköpfige Bergsteigergruppe vor dem Erschöpfungs- oder Erfrierungstod gerettet. Die fünf Studenten im Alter von 21 bis 27 Jahren aus Ulm und Hannover saßen auf dem Grat zwischen Mittel- und Südspitze auf einer Seehöhe von rund 2.700 Meter in einem Schneesturm fest und kamen nicht mehr weiter. 35 Retter konnten alle fünf bei widrigster Witterung mit Schneefall und Sturm noch zu einer Hütte bringen, teilte das bayerische Rote Kreuz mit.

Gegen 17.00 hatte die Gruppe einen Notruf abgesetzt. Da an einen Hubschrauberflug wegen des Wetters nicht zu denken war, mussten die Helfer zu Fuß bis zum Grat aufsteigen, wo die ersten von ihnen kurz nach 20.00 Uhr bei den völlig durchnässten, unterkühlten und erschöpften Bergsteigern eintrafen. "Wir haben den schwierigen Kampf gegen die Zeit gerade noch gewonnen. Eine Stunde später wären die ersten unter Umständen bereits nicht mehr am Leben gewesen. Eine Frau war so geschwächt, dass sie wenig später keine Chance mehr gehabt hätte", berichtete Alois Resch von der Bergwacht Ramsau.

Mit Schlafsäcken und Wärmepackungen stabilisiert

Nur ein Mann war noch so weit bei Kräften, dass er am Seil gesichert von zwei Bergwachtmännern zur Unterstandshütte auf dem Hocheck geführt werden konnte. Da der Fels vereist und die Stahlseilsicherungen eingeschneit waren, mussten die Einsatzkräfte für den Rückweg zusätzliche Seilgeländer aufbauen. Die anderen vier Alpinisten waren durch Nässe und Kälte bereits so geschwächt, dass sie die Bergwacht zunächst vor Ort mit Schlafsäcken und Wärmepackungen stabilisieren musste.

Alle erholten sich dadurch so weit, dass sie noch bis zur Hütte am Hocheck zurückgeführt werden konnten. Sie wurden mit heißen Getränken versorgt, ärztlich betreut und wieder so weit stabilisiert, dass die beiden Männer noch in der Nacht bis zum Watzmannhaus geführt werden konnten. "Alle trugen riesige schwere Rucksäcke, hatten aber keine Handschuhe dabei und waren auch für ein Biwak im Freien nicht ausgestattet. Für einige war die Überschreitung erst ihre zweite richtige Bergtour. Wir wissen nicht, warum sie nicht spätestens am Hocheck umgekehrt sind", so Resch.

Heute früh stiegen die Retter dann mit den drei stabilisierten Frauen, denen es wieder deutlich besser ging, von der Hocheck-Hütte zum Watzmannhaus ab. Am Vormittag besserte sich dann das Wetter so weit, dass die fünf Studenten in mehreren Flügen von dort ins Tal geflogen werden konnten. (APA, 11.10.2012)

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wirklich die gute nachricht...

... des tages! ein kompliment den bergrettern!

..er frisst sch wieda....

Fahrlässiges Verhalten

war das wohl. Aber beim Durchlesen der hämischen Kommentare frag ich mich doch wie viele der Sesselfurzer die hier kommentieren tatsächlich schon mal auf einem Berg waren. Schnell mal einen derben herablassenden Beitrag zum besten geben und dann ab zum Latte Macchiato in die Komfortzone?

Gegen einen Macchiato in der Komfortzone

ist für Bürohengsten nichts einzuwenden, sofern er nicht auf die Idee komt auf nen Berg zu gehen.

Oder um es anders auszudrücken:
Es geht nicht um den Sesselfurzer der weiss dass er ein Sesselfurzer ist.
Es geht auch nicht um den Bergsteiger der weiss dass er ein Bergsteiger ist.

Es geht um den Sesselfurzer der glaubt ein Bergsteiger zu sein!

Und so einen Deppen darf auch ein Sesselfurzer, der weiss dass er sein Sesselfurzer ist, entsprechend kommentierten.

ich ..

.. muss auch noch nicht auf einem Berg gewesen sein, um zu wissen, dass es fahrlässig ist, sich im Oktober ohne entsprechende Ausrüstung ins Gebirge zu begeben!

nicht umgedreht,

wegen ehrgeiz mancher und unwissen anderer.
so ists jedenfalls oft, und man sollte bei jeder bergtour überlegen mit welchen leuten man unterwegs ist.

als auch mal jung gewesene: ich vermute nicht ehrgeiz, sondern optimistische unbedarftheit.

Keine Handschuhe,

dafür wahrscheinlich FlipFlops... Da teitsche Bergtourist...

Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, wars die bayerische Bergwacht, die die da rausgeholt hat.

Der Reflex des Kleinmannsyndroms

sagen sie doch bitte jetzt noch das Cordobawort und dann haben wir alle eine wahnsinnsgaudi mit unserer anti-deutschen Selbstüberschätzung. Oder hat ihnen ein deutscher Tourist im Kindesalter eine D-Mark auf den Kopf gehaun?

als ob alle oesterreicher ausgewiesene alpinisten waeren... nur wenn die gerettet werden muessen, dann schreibts keiner.

Ganz so würd ich es nicht sagen. Die Berge gehören in Österreich vielmehr zur kollektiven Identität.

Mitte Oktober ohne Handschuhe aufzusteigen würde ich dennoch ihrer Jugend zuschreiben.

naja, das ist dasselbe wie mit den norddeutschen. das meer ist identitaetsstiftend, das bedeutet aber nicht, dass alle da oben segeln koennen.

Aber wenn dort einer segelt,

dann kann er's entweder richtig, oder er ist ohnehin schon abgesoffen.

Watzmann,

Mitte Oktober - bei Schlechtwetter.

Alles klar.

vota, vota, loss mi ziagn...

Schon der Ambros ...

hatte den Berg besungen ....
Watzmann , Schicksalsberg, du bist so Gross und I nur a Zwerg... usw ...
...
Sollte für solche Fälle umgedichtet werden zB:
"Gscheide Gscheide losst uns ziagn, wir wolln a Erfierung kriagn!"
An solchen Tagen ist auch bei uns schon manchmal recht kalt in Wahnsinniger 500m Höhe.

und was war in den rucksäcken? offensichtlich ned viel was man am berg im herbst braucht....

Red Bull ??

:D da war wohl bei denen der wunsch vater des gedanken :D

Hätte sie oben gelassen flachLänder !!!!

Den Tod wünschen?

soso, also das ist ihr mit Weisheit erfülltes Kommentar. Haben Sie ihr Kommentar ohne Drogeneinfluss geschrieben?

Hannover: flach

Watzmann: steil

. . .und Mitte Oktober: Koit!

Die Watzmann-Überschreitung ist eine anspruchsvolle Tour, die aufrund der Länge, der Höhe und der vor allem auch wettermäßigen Exposition keinesfalls unterschätzt werden sollte.

Tja, aber bei Leuten, die einmal am Berg waren und dann glauben sind sind für alles gewappnet ist wohl ohnehin Hopfen und Malz verloren.

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