Belo Monte, der Staudamm aus einer Mauer des Schweigens

Julia Schilly
18. Oktober 2012, 05:30
  • Ein Schutthaufen, der einmal ein Dorf war. Die Zwangsumsiedlungen für das Staudammprojekt Belo Monte haben bereits begonnen.
    screenshot: countdown am xingu

    Ein Schutthaufen, der einmal ein Dorf war. Die Zwangsumsiedlungen für das Staudammprojekt Belo Monte haben bereits begonnen.

  • Der Flusslauf des Xingu wird durch den Bau völlig verändert. Viele Fischer werden auf dem Trockenen sitzen, andere Stadtviertel werden überschwemmt.
    screenshot: countdown am xingu

    Der Flusslauf des Xingu wird durch den Bau völlig verändert. Viele Fischer werden auf dem Trockenen sitzen, andere Stadtviertel werden überschwemmt.

  • Dadurch werden Fischer, Flussbauern und Indigene ihre Lebensgrundlage und ökonomische Unabhängigkeit verlieren.
    screenshot: countdown am xingu

    Dadurch werden Fischer, Flussbauern und Indigene ihre Lebensgrundlage und ökonomische Unabhängigkeit verlieren.

  • Die brasilianische Regierung setzt auf eine Politik der vollendeten Tatsachen. Der Protest der betroffenen Bürger verhallt oft ungehört.
    screenshot: countdown am xingu

    Die brasilianische Regierung setzt auf eine Politik der vollendeten Tatsachen. Der Protest der betroffenen Bürger verhallt oft ungehört.

Filmemacher Martin Keßler lässt Betroffene des Megaprojekts in Brasiliens Urwald zu Wort kommen

Eine Demonstrantin taucht ihren Arm bis zum Ellbogen in einen Kübel mit roter Farbe ein und schleudert sie wütend auf einen Bagger. Es bleiben nur dünne Farbspritzer auf der wuchtigen Maschine zurück. Diese Bilder eines Protests auf einer Baustelle des Belo Monte Staudamms im Norden Brasiliens wirken wie ein Symbol für die Ohnmacht der Bürger gegen eine Politik der vollendeten Tatsachen, die die brasilianische Regierung vollstreckt.

Das gewaltige Bauprojekt verändert bereits jetzt die Natur und das Leben der Menschen drastisch. Der Schweizer Filmemacher Martin Keßler lässt in seiner Dokumentation "Countdown am Xingu II" die Betroffenen zu Wort kommen. Es sind Indigene, Fischer und Flussbauern, die er entlang des 1980 Kilometer langen Flusses aufgesucht hat.

Zwei Staudämme und zwei Stauseen, die eine Fläche von fast 600 Quadratkilometer einnehmen sollen, werden zwischen Altamira und Vitória do Xingu gebaut. Ein Stausee wird den Fluss verbreitern, der andere weite Teile des Landes überfluten. Dadurch wird der natürliche Flusslauf verändert: Wo der Xingu heute eine große Kurve macht, wird er viel weniger Wasser führen. Die Selbstversorgung der Menschen, die vom Fischfang oder den Früchten des Urwalds leben, wird dann nicht mehr möglich sein.

Gebrochene Versprechen von Norte Energia

Das Filmteam begibt sich in eines der Dörfer, das für das Bauprojekt bereits dem Erdboden gleichgemacht wird. 60 Familien werden zwangsweise umgesiedelt, viele Häuser wurden bereits abgerissen. Ein Anblick wie nach einem Erdbeben. Der Boden ist übersät mit zerbrochenen Ziegeln, dazwischen sind Möbel, Geschirr und ein Paar Flip Flops zu erkennen. Nur noch wenige Hütten stehen, darin leben die Abbrucharbeiter.

Eigentlich hat der Energiekonzern Norte Energia allen Bewohnern an einem neuen Standort ein "Ersatzdorf" versprochen. Ein gebrochenes Versprechen, denn die Dorfgemeinschaft wird zerrissen. Die meisten Bewohner haben für ihre Häuser umgerechnet rund 4.000 Euro erhalten, berichtet ein ehemaliger Bewohner. "Damit kann man doch kein neues Haus kaufen", klagt der Fischer. Selbst vom Friedhof des Dorfes hat Norte Energia Besitz ergriffen. Ein großes Schild informiert die Menschen, dass es ab Jänner verboten ist, hier die Toten zu bestatten.

Todesdrohungen und politische Gefälligkeitsurteile

Dabei ist auf juristischer Ebene noch nicht das letzte Wort gesagt: Aktuell laufen bis zu zwölf Prozesse gegen Belo Monte, die noch nicht entschieden sind. Der Stopp des Baubeginns wurde jedoch vom Gericht abgewiesen. Die Begründung lautet: Die Vorbedingungen könnten doch noch im Laufe der Baumaßnahmen erfüllt werden.

Ein politisches Gefälligkeitsurteil, meinen Kritiker des Bauvorhabens. "Wie der Name schon sagt, sollten Vorbedingungen schon vor und nicht erst nach dem Bau erfüllt werden", kritisiert Staatsanwalt Cláudio Terre do Amaral im Gespräch mit Martin Keßler.

Todesdrohungen und Schweigen

Einschüchterungen von Gegnern bis hin zu Todesdrohungen stünden an der Tagesordnung. Häuptlinge und andere Mitglieder der Indigenen, die Widerstand leisten, erhalten immer wieder Morddrohungen. Bischof Erwin Kräutler, der im Vorjahr den alternativen Nobelpreis gewonnen hat, ist einer der schärfsten Kritiker von Belo Monte. Der gebürtige Österreicher steht selbst seit vier Jahren unter ständigem Polizeischutz. Auch während der Dreharbeiten in Altamira im nördlichen Bundesstaat Pará ist immer eine Zivilstreife mit dabei.

Kräutler kritisiert zudem die fehlende Transparenz: Denn gebaut wird überwiegend mit öffentlichen Geldern, im Auftrag des Betreiberunternehmens Norte Energia. "Als Staatsbürger sollte man das Recht haben, sich das Ganze selbst anzuschauen", sagt der Bischof im Film. Die Anfrage des Filmteams für eine Drehgenehmigung vor Ort wurde jedoch nicht einmal beantwortet. 

Für dumm verkauft

Durch Bürgerinitiativen und die unermüdliche Arbeit der Aktivisten, werden immer öfter falsche Informationen aufgedeckt. Am Flussufer von Altamira etwa trifft das Kamerateam eine Gruppe von Fischer. Ein Mann erzählt von einem Repräsentanten von Norte Energia: "Der wollte uns für dumm verkaufen. Er hat gemeint, dass mehr Wasser mehr Fische bringen wird. Als ob wir Fischer nicht wüssten, was die Folgen eines Staudamms sind."

Die Enttäuschung über eine Regierung, die sich immer volksnah gibt, ist in der Bevölkerung daher groß. Sheila Juruna Machado, die Sprecherin der Indigenen, spricht von einer Verletzung der Menschenrechte: "Ich glaube nicht mehr an eine Gerechtigkeit in Brasilien."

Strom für Aluminiumherstellung

Nicht nur Protest, auch Aufklärung sei wichtig, meint Bischof Kräutler. Denn viele Brasilianer würden immer noch glauben, dass Belo Monte mehr Elektrizität für das Land bringen werde. "Die Regierung behauptet zum Beispiel, dass 80 Prozent der zukünftig produzierten Strommenge von 11.000 Megawatt in das brasilianische Netz eingespeist wird.

Das sei aber eine Lüge, erklärt Antonia Melo vom Protestbündnis "Xingu vivo para sempre" im Gespräch mit Martin Keßler. Der Strom durch Belo Monte komme keineswegs nur der Bevölkerung zu Gute, sagt sie: "Die Energie dieser Talsperre ist zu 80 Prozent für stromintensive Bergbaukonzerne wie Alcoa, Vale oder chinesische Firmen gedacht." Vor allem die Aluminiumindustrie würde davon profitieren.

Aluminium für die Autoindustrie

"Die Energie ist nicht für das Volk, sondern für die Aluminiumindustrie", ist auch Kräutler überzeugt. Mercedes Benz etwa könn in der Werbung Gewichtsverluste und höhere Geschwindigkeit feiern - aber das nur dank einer leichten Aluminiumkarosserie. Das deutsche Unternehmen profitiere noch zusätzlich, weil für die Bauarbeiten am Staudamm Belo Monte hunderte LKW angekauft werden. Mit dem ansteigenden Aluminiumverbrauch der weltweiten Automobilindustrie beschleunige sich aber eben auch die Zerstörung des Amazonas, sagt Kräutler.

Auch andere große Firmen aus Deutschland, Österreich und Frankreich kassieren mit. Immer wieder wurde auch die österreichische Firma Andritz kritisiert, die mit dem Verkauf von Turbinen für den Staudamm Geschäfte macht. "Diese Firmen lassen sich nicht durch Ethik stoppen", so Kräutler.

72 weitere Staudämme geplant

Laut Plan soll der Riesenkraftwerk bis 2014 fertig sein. Aber Belo Monte ist nur der Startschuss: Allein am Xingu will die Regierung bis zu vier weitere Staudämme bauen. Landesweit sind insgesamt 71 Anlagen geplant, hauptsächlich entlang des Amazonas. 

Schon jetzt wurden viele Hektar Urwald vernichtet - und das alles ohne abschließende Gutachten. Zahlreiche Pflanze und Tiere werden ausgerottet, die es nur in dieser Gegend des Flusses gibt. Für Filmemacher Keßler ist die Situation immer noch unfassbar: "Ich fühlte mich wie ein Kriegsberichterstatter - beim Lokalaugenschein eines Krieges gegen die Natur." (Julia Schilly, derStandard.at, 18.10.2012)

Martin Keßler
Count-Down am Xingu II

Dokumentarfilm, 2012

Homepage von Martin Keßler

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Alle Medien in Brasilien sind gleichgeschaltet - für mehr Wasser- und Atomkraft. Wie demokratisch ist so eine Medienlandschaft eigentlich?

Hier in Brasilien sorgt ein gleichgeschaltetes Mediennetzwerk dafür dass sie breite Masse der Bevölkerung überhaupt nicht mitbekommt um was für ein Ausmaß an Zerstörung, Entrechtung und Vertreibung es sich hier handelt. Alle großen Medien wiederholen gebetsmühlenartig immer wieder die gleichen Lügen. Es wird behauptet sowohl diese megalomanischen Staudammprojekte als auch neue Atmkraftwerke seien "alternativenlos" für die Entwicklung des Landes. Kritik aus dem Westen wird als Versuch bezeichnet, Brasilien klein zu halten und dem Land eine eigene Entwicklung zu verwehren. Überhaupt wird dem Ausland unterstellt den Brasilianern den Amazonas wegnehmen zu wollen. Umwelt- und Klimaschutz sei da nur ein Vorwand. So sieht es hier leider aus...

Ja, aber irgendwie stimmt das ja auch,

Die Entwicklung des Landes nach "westlichem Vorbild" ist nur durch das Ausnutzen der Ressourcen eines Landes möglich.

Österreichs Wald wurde auch komplett abgeholzt, und der "Wald" heute sind angepflanzte Forste, die wirtschaftlich genutzt werden. (ebenso in den USA)
Flüsse wurden begradigt, aufgestaut.
Und fürs "gute Gewissen" ein paar Naturschutzgebiete.

und ist Österreich damit schlecht gefahren?

Warum soll also Brasilien das nicht so machen?
Ein paar Nationalparks lassen sie eh stehen ("fürs gute Gewissen")

Schau an, da meint jemand, die hätten kein Recht auf Zivilisation.

Weil wir Wohlstandskinder gerne Indianer in elenden reservaten beglotzen dürfen diese keinen zivilisatorischen Fortschritt haben. Wo kämen wir denn da hin wenn aus hungrigen Fischern Kraftwerksarbeiter werden würden?

... deshalb bauen wir ja im Ihrer Meinung nach so zivilisierte Teil der Welt permanent Staudämme, die zehntausende Menschen heimatlos machen ohne diese anständig zu entschädigen. Was glauben Sie, was dann los wäre, z.B. in Österreich oder Deutschland. Haben Sie wirklich keine Ahnung oder wollen Sie nur provozieren?

Dass die Fischer "hungrig" wären u deswegen unbedingt den Job in einem Kraftwerk braüchten und wollten, ist eine durch keine Information belegte Unterstellung Ihrerseits. Wie ich denn überhaupt finde, dass Sie Ihre Kompetenz überschreiten, wenn Sie glauben, für die Betroffenen Berufsberater spielen zu müssen. Die dürfen doch wohl selber entscheiden, welches Leben sie vorziehen.

Sicher ist jedenfalls, dass die Fischer nicht alle in dem Kraftwerk einen Job finden werden und dass sie, nachdem der Staudamm gebaut ist, vieles an Hab u Gut verloren haben und dann vielleicht wirklich "hungrige" Fischer sein werden.

Sicher ist außerdem, dass Energia Norte das Kraftwerk will, nicht die indigene Bevölkerung.

lieber wasserkraft als atomkraft. da fährt die eisenbahn drüber.

Ich mag Argumentationen nicht, die auf alternativlose Erpressung hinaus laufen: Hängen oder köpfen?

es gibt eine alternative: leg deinen fi schalter um und leb in zukunft von selbstangebautem, kündige deinen job, verreise nicht mehr und kaufe/konsumiere nichts bei dessen erzeugung strom benötigt wird. ansonsten bist du selbst teil des problems.

Falsch

Ich beziehe seit vielen Jahren schon Öko-Strom. Da ist kein Atomstrom dabei u nur Kleinwasserkraft. Wenn ich nämlich warten würde, bis IHREN Gehirnwindungen eine sinnvolle Alternative entspringt, könnte ich nämlich lange warten. Andere aber haben die schon lange!

Lula und Dilma und Andritz

Schon der Vorpräsident Brasiliens namens Lula hätte sich nicht nur durchaus löblicherweise um die Armen,sondern auch um die Umwelt kümmern können. Leider herrscht in Brasilien ein gewisser patriotischeer Statskapitalismus, verbunden mit einer Tonnenideologie wie im verblichenen Sowjetblock. Dazu paßt die Wahl einer bulgarischen Linksterroristin namens Dilma als Präsidentin nach ihrem langen Marsch durch die Institutionen ganz vortrefflich.

Und daß ein österreichisches Unternehmen namens Andritz AG den ganzen 12. Bezirk von Graz in "verbale Geiselhaft" nimmt, ist ein weiterer kleiner blutroter Farbtupfen. der Firmengründer Josef Körosi würde sich wundern!

brasilien MUSS AKW-technologie in europa kaufen!

das gleiche lied wie in china mit dem dreischluchten-staudamm: die atom-mafia in europa/usa sieht es gar net gern, wenn schwellenländer mit grüner, erneuerbarer energie (klassisch eben: wasserkraftwerke) selbst strom produzieren wollen.
da erwacht plötzlich das ökologische bewusstsein und das mitleid mit der ur/ortsbevölkerung und greenpeace wirft sich in positur.
würde brasilien brav akws in deutschland/frankreich kaufen... der standard würde es als super-projekt des jahrhunderts feiern. wenn überhaupt davon berichten.
akws sind nämlich nur böse im falle des iran oder nord-koreaa :))

egal wie blöd eine geschichte ist, solange die amis die bösen sind wird sie von den clowns weiterverbreitet.

Wenn Ihre Verschwörungstheorie zutreffen würde, dann wären die Proteste europäischer und amerikanischer Politiker gegen solche Bauprojekte wohl unüberhörbar laut - tatsächlich gibt es solche Einsprüche nicht, nur solche Artikel wie den hier im hinteren Blatteil, die am nächsten Tag schon vergessen sind, oder ab u zu einen irgendwo auf Ö1 versteckten Bericht im Radio.
Ganz im Gegenteil, wie der Artikel erzählt, stehen die europäischen Konzerne dem Kraftwerk und der Aluminiumproduktion (die an sich schon schlimm für die Umwelt ist) sehr positiv gegenüber.
Spricht alles sehr gegen ihre Verschwörungstheorie. Aber wirklich sehr.

Ein Mega-Staudmannprojekt als "grün" zu bezeichnen ist obendrein eine Frechheit und ein Etikettenschwindel.

traurig

koojanisquazi

Dieser Wahnsinn ist nicht aufzuhalten weder in der zivilisierten Welt und schon gar nicht in III Welt staaten. Im Zuge der global medialen Vernetzung wird die rasante Rohstoffverknappung in einer aggressiven Wirtschaft einmal mehr und global public. Einer apodiktischen Wirtschaft in Welcher die Humanressource Mensch vorbehaltlos untergeordnet wird und als frei bestimmtes Individuum aufgehört hat zu existieren. In der zivilisierten Welt und in III Weltstaaten sowieso. Der unaufhaltsame Niedergang
des Diktates Europ.Union wird letztendlich das unabwendbare Schicksal dieses Globus sein.

wer verdient am verkauf der

turbinen?? andritz?

ja klar...

unter anderem, sonst würden sies nicht verkaufen... Leider hat sich Andritz da einen besonders schlechten Ruf im Hinblick auf globale soziale Verantwortung "erarbeitet" - beim türkischen Kraftwerk Ilisu sind sie auch dabei: Obwohl von der EU bis hin zu UN-Gremien alle festgestellt haben, dass im Zuge dessen mit massiven Menschenrechtsverletzungen zu rechnen ist. Andere europäische Großkonzerne wie die Strabag oder Alstom haben sich damals aus dem Ilisu-Projekt zurückgezogen. Es geht also auch anders...

Die ach so bösen Mercedes LKWs werden allerdings alle lokal produziert und der böse Konzern schafft damit doch einige Arbeitsplätze in Brasilien.

Man kann nicht von Entwicklungsländern erwarten, dass sie sich dem Vortschritt verweigern. So ein Projekt ist immer noch um einiges umweltverträglicher als AKWs oder vieles was in China abläuft.

ist ja nur eine Meinung

keine Zusammenhänge erkannt und trotzdem gepostet

Das V in ihrem "Vortschritt"

zeitigt aufs Beste die eigentliche Verarschung die hier in ihrem Namen produziert wird - und zwar auf Kosten unwiederbringlicher, global lebensnotwendiger Ressourcen.

bzgl. wasserkraft und grüner energie

es war letztens im ö1 ein interview mit einem experten - leider habe ich mir den namen nicht gemerkt - der meinte, dass durch die gärung der organischen substanzen (holz etc) in den überfluteten bereichen eines stausees um ein vielfaches mehr treibgase gebildet und in die atmosphäre abgegeben wäre, als das bsplsweise bei einem kohlekraftwerk der fall wäre - ich glaube der faktor war 20.

Ich hab mich eh immer schon gefragt, warum man das nicht zuerst abholzt.

Stattdessen werden am einen Ort (Der durch die Baustelle schon gut erschlossen ist!) Bäume überflutet und am anderen für die Holzgewinnung gefällt, das ist doch hirnrissig.

http://de.wikipedia.org/wiki/Balb... na-Stausee

Durch natürliche Abbauprozesse entsteht das, sehr aggressive, Treibhausgas Methan.

V.a. in tropischen und subtropischen Gebieten sind Staudämme das Schlechteste das einem einfallen kann.

Das mit den Abbauprozessen ist richtig.
Dass sie jetzt im Stausee stattfinden auch.
Es fehlt jedoch die Angabe, wo sich diese organischen Stoffe vorher abgebaut haben. Sie werden nämlich durch den Stausee nicht mehr.
In den meisten Fällen bauen Sie sich dann im Flussdelta oder im nächsten langsamen Fluss ab.
Verschwinden tun sie nicht.
Und selbst wenn sie nicht in den Fluss gelangen, in Feuchtwäldern ist die Methanproduktion beim Abbau von Holz in den gleichen Grössenordnungen.

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