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Innsbruck - An der Medizinischen Universität Innsbruck finden heute, Donnerstag, die Hearings der Interessenten für den Posten des Rektors statt. Von den insgesamt 13 "hochkarätigen Bewerbern" aus dem In- und Ausland waren sieben in die engere Wahl gekommen. Drei von ihnen sind Frauen. Auch der amtierende Rektor, Herbert Lochs, kandidiert erneut. Vier Bewerber kommen aus Deutschland. Bereits Donnerstagabend soll der Dreiervorschlag feststehen, teilte die Vorsitzende des Universitätsrats, Gabriele Fischer, der APA mit.
Lochs hatte sich "im Sinne der Kontinuität" beworben. Seiner Aussage in der Vergangenheit nach habe er in seiner Amtszeit wesentliche Strukturentscheidungen sowohl im klinischen als auch im medizinisch-theoretischen Bereich wie der Inneren Medizin, Psychiatrie oder Kinderklinik getroffen. Zudem habe er beim Klinischen Mehraufwand eine Einigung mit Bund und Land erreichen können, begründete der Med-Uni-Chef seine erneute Kandidatur.
Auch die bei der Rektorswahl Mitte April 2009 nicht zum Zug gekommene 62-jährige Margarethe Hochleitner, Direktorin des Frauengesundheitszentrums an der Med-Uni, war zum Hearing geladen. Nach der Wahl damals hatte die Bundes-Gleichbehandlungskommission (B-GBK) in einem Gutachten bestätigt, dass die Internistin als Frau diskriminiert worden war. Die frühere Vizerektorin klagte daraufhin auf Schadenersatz. Das Landesgericht Innsbruck lehnte die Klage Anfang Juni schließlich ab. Hochleitner ist zudem Leiterin der Koordinationsstelle für Gleichstellung, Frauenförderung und Geschlechterforschung.
Unter den internen Rektors-Anwärtern befindet sich zudem die Vizerektorin für Personal der Medizinischen Uni, Helga Fritsch. Als "Nicht-Tiroler" hatten sich unter anderem der Präsident der Universität Lübeck, Peter Dominiak, die Leiterin des Zentrums für Onkologie und Innere Medizin des Gesundheitsverbandes Nord-Bremen, Karin Hochbaum, der Prodekan der Universität Essen, Peter F. Hoyer, und der Direktor der Münchner Klinik für Strahlentherapie und Radiologische Onkologie, Michael Molls, beworben.
Nach den Hearings wird es einen Dreiervorschlag an den Senat geben. Dieser ist nicht an diese Vorgabe gebunden. Der Dreiervorschlag des Senats wird dann im Anschluss an den Universitätsrat für die eigentliche Bestellung der Rektorin oder des Rektors weitergeleitet. Der neue Rektor wird sein Amt mit 1. Oktober 2013 antreten. (APA, 11.10.2012)
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