Mehr Geld für Lerncafés der Caritas für benachteiligte Schüler

11. Oktober 2012, 12:34

Integrationsstaatssekretariat unterstützt 2013 sechs zusätzliche Standorte

Wien - Das Angebot an Lerncafes der Caritas, in denen benachteiligte Kinder beim Hausaufgabenmachen und Lernen unterstützt werden, wird weiter ausgebaut. Derzeit gibt es 21 dieser Einrichtungen in Österreich, 13 davon werden vom Integrationsstaatssekretariat mitfinanziert. Diese Förderung soll nun weiter ausgebaut werden, 2013 sollen 19 Caritas-Lerncafés unterstützt werden, erklärte Staatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) in einer Mitteilung.

Das erste Lerncafe wurde 2007 in Graz eröffnet, seit Mitte 2011 wurde die Initiative mit 580.000 Euro aus öffentlichen Mitteln auf ganz Österreich ausgeweitet. Für Kurz sind sie "ein Beitrag, um die derzeitigen Defizite der Sprachförderung im Schulsystem abzufedern".

Je nach Standort werden zwischen 20 und 60 Kinder betreut, die Zielgruppe sind Sechs- bis 16-Jährige "mit und ohne Migrationshintergrund", wie die Caritas betont. In der kostenlosen Lern- und Nachmittagsbetreuung der Caritas werden jene Kinder unterstützt, deren Eltern ihnen aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse oder niedrigen Bildungsniveaus nicht selbst helfen können oder die durch zu beengte Wohnverhältnisse am Lernerfolg gehindert werden. Den Kindern soll in den Lerncafes außerdem Freude am Lernen vermittelt und ihre Deutschkenntnisse gestärkt werden.

Wer die Lerncafes nutzen kann, wird laut Caritas in Absprache von Lehrern und Sozialarbeitern entschieden. In manchen Fällen werden auch die Eltern unterstützt, falls diese etwa mangels Deutschkenntnissen oder Lesefähigkeit Mitteilungen der Schule nicht verstehen können.(APA, 11.10.2012)

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21 Postings
Nichts gegen Lerncafés,

aber tun wir nicht so, als würde die Caritas das aus Nächstenliebe tun. Sie tut es für gutes Geld. Wie fast alles, was sie tut.

Danke für die ausführlichen Schilderungen mit Quellenangaben. Das deckt sich auch mit meinem Wissen und Erfahrung.

Schwachsinn.

Das Lehrpersonal besteht aus Ehrenamtlichen, lediglich die Verwaltungs- und Gebäudekosten müssen finanziert werden.

Dafür wird eben Unterstützung gebraucht.

Die Caritas als gewinnorientiertes Unternehmen hinzustellen ist abwegig.

Wenn dort wirklich nur Ehrenamtliche arbeiten, dann ist der Gewinn für die Caritas umso höher. Allerdings glaube ich dir gern, dass für die Verwaltung ziemlich große Summen verwendet werden.

Schon die Behauptung, dass die Caritas überhaupt

"Gewinne" macht, ist eine unglaubliche Verdrehung der Realität.

Anders als der Staat kann sie keine Defizite einfahren, aber reich ist dort noch niemand geworden.

ganz recht, die Angestellten dort werden alles andere als reich. Ich möchte jedenfalls nicht für die Caritas arbeiten müssen...

Caritas und Diakonie zusammen machen in D einen Jahresumsatz von 40 Mrd. (nicht Mio.) Euro. (Zahlen für Österreich hätte ich selber gerne.) Sie sind größter privater Arbeitgeber des Landes, gleichzeitig größter Anbieter von 1-Euro-Jobs und fallen durch ausgesprochen aggressive Lohnverhandlungen mit ihren Mitarbeitern auf. Die Mitarbeiter haben kein Recht auf gewerkschaftliche Organisation oder Streiks, weil Religionsgemeinschaften von der EU-Richtlinie gegen Diskriminierung 2000/78/EG ausgenommen sind.

Du kannst ja einmal bei Google Caritas und Lohndumping eingeben.

Von den Leistungen der Caritas werden 2 % von der Kirche finanziert, 10 % kommen aus Spenden und Beitrögen gutgläubiger Menschen und den Rest zahlen du und ich und die andern.

Die von Ihnen angegebenen Zahlen stimmen nicht einmal für Deutschland. Außerdem geht es im Artikel um die Caritas der ED Wien

(2400 hauptamtl., 6000 ehrenamtl. Mitarbeiter/innen), sowie die Caritas-Arbeitskreise der einzelnen Pfarren. Letztere werden ausschließlich von Ehrenamtlichen betreut und sind zu 100% spendenfinanziert.

Zum Beispiel von so gutgläubigen Menschen wie mir, die es gar nicht falsch finden, wenn einsame alte Leute ein kleines Weihnachtsgeschenk und ein paar Minuten Zeit zum Gespräch bekommen.

Dass die Gehälter für Caritas-Mitarbeiter/innen nicht sonderlich hoch sind, kann man mit allerlei Böswilligkeit natürlich gegen die Organisation auslegen.

Viel schöner für Agitatoren wäre es allerdings, wenn sie ihnen zu hoch wären: Dann könnten sich Leute wie Sie darüber aufregen, dass man sich dort eine goldenene Nase verdient.

Die Zahlen für D stimmen, du kannst sie hier nachlesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Deut... nanzierung

Die Gehälter sind natürlich nicht ausschließlich extrem niedrig. Es gibt auch ein paar wenige mit sehr hohen Gehältern. Und du hast Recht: Beides ist problematisch. Unten wird ausgebeutet, oben lebt man auf großem Fuß, nur dazwischen gibt es nichts. Wie hört man immer von der Caritas? Die Schere zwischen Arm und Reich wird größer. Sie muss es ja wissen.

Das Lerncafé wird ganz offensichtlich nicht ausschließlich von Spenden finanziert. Der Spendenanteil dürfte bei dieser großzügigen Förderung ziemlich niedrig sein.

Du dürftest recht merkwürdige Idee davon haben,

was die Dinge kosten.

(Die Förderung ist ein Bruchteil dessen, was z. B. Förderunterricht in der Schule gekostet hätte.)

Man wird recht schnell fündig, wenn man Fakten sucht:

http://www.stepstone.at/geschaft-... --804.html

http://www.caritas-wien.at/service-d... esbericht/

Aber ich denke mir, um das ging's Ihnen eh nicht.

Hm, ich zweifle nicht daran, dass du es gut meinst, wenn du dich für die Caritas engagierst. Aber was glaubst du eigentlich, was ich für einer bin? Ein Rechtsradikaler? Vielleicht würde es dir gut tun, auch bei Menschen mit anderen Ansichten zu Testzwecken einmal von guten Absichten auszugehen. Man muss kein Unmensch sein, wenn man Ausbeutung erkennt und anprangert.

Ich mache mir keinerlei Gedanken über Ihre Person.

Ich möchte Unsinn bloß nicht unwidersprochen stehen lassen.

(Noch einmal: Sämtliche Angaben zur Caritas der dt. kath. Kirche sind völlig off topic. Um die geht es hier nicht.)

Die Caritas legt diesbezügliche Kosten offen und hält sie

unvergleichlich niedrig. (Spendenskandale dagegen gab es meines Wissens bei "World Vision" und der "Volkshilfe", und die sind beide mit der Caritas in keiner Weise verbunden.)

Ich finde es ungeheuerlich, faktenwidrig eine Institution anzupatzen, die jene Aufgaben übernimmt, für die der Staat kaum noch Geld locker machen will.

Gott sei Dank gibt es Leute, die sich dort engagieren und offensichtlich weder Zeit noch Lust haben, sich Gemeinheiten über ihr Engagement anzuhören.

Hoppla, die Caritas macht eben genau jene Aufgaben, für die der Staat Gott sei Dank sehr wohl noch Geld locker hat. Und zwar fast ausschließlich. Der Staat ist nämlich so gut wie immer ihr Auftraggeber.

Ihren Mitarbeitern zahlt sie übrigens furchteinflößende Hungerlöhne (abgesehen vom Management). Ihren Zivildienern hat sie so wenig Essensgeld bezahlt, dass der VfGH einschreiten musste.

Wenn jemand solche Gruppierungen mit freiwilliger Arbeit unterstützen will, ist das seine Privatsache.

Was soll man auf diesen Unsinn nur antworten?

Du musst gar nicht antworten. Tu es nur, wenn du was einzuwenden hast.

Das über das Essensgeld habe ich z. B. über den Arbeiter-Samariterbund gehört.

Was die Manager bei der Caritas verdienen, kann man übrigens leicht erfahren. Berauschend ist es nicht.

Der ASB war auch sehr schlimm. Aber keine Organisation hat Caritas und Rotes Kreuz übertroffen.

http://www.vfgh.gv.at/cms/vfgh-... 360-05.pdf

Super Sache!
Auch hier werden BildungsaufsteigerInnen und alle, die es werden wollen unterstützt: www.arbeiter-kind.at

Welcher Psycho so ein Posting rot strichelt, möchte ich gerne wissen.

Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, dass es immer noch ein paar Sozialdarwinisten gibt, die glauben, sie hätten es verdient, keine Sorgen zu haben.

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