Schwerverletzte Pakistanerin wird verlegt

11. Oktober 2012, 13:40
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Taliban-Opfer kämpft weiter mit dem Tod

Islamabad - Die bei einem Taliban-Überfall schwer verletzte 14-jährige pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai wird zur weiteren Behandlung von Peshawar in eine Spezialklinik nach Rawalpindi verlegt. Trotz erster Behandlungserfolge schwebe Yousafzai weiter in Lebensgefahr, sagte der Gouverneur der nordwest-pakistanischen Provinz Khyber Pakhtunkhwa am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Yousafzai hatte bei dem Überfall der Taliban am Dienstag im Swat-Tal unter anderem einen Kopfschuss erlitten. Die Überlebenschancen lägen bei 70 Prozent, die Schussverletzung am Kopf habe "Teile des Gehirns" geschädigt, sagte der Arzt Mumtaz Khan. Zur Ergreifung der Täter setzte die pakistanische Regierung eine Prämie von zehn Millionen Rupien aus.

Das pakistanische Militär bestätigte am Donnerstag zunächst nur den Transport der 14-Jährigen nach Rawalpindi, das in der Nähe der Hauptstadt Islamabad liegt, und kündigte weitere Erläuterungen im Laufe des Tages an. Zeitweise gab es Planungen, das Mädchen zur weiteren Behandlung ins Ausland zu bringen. Die Ärzte befanden jedoch, dass dies zu gefährlich wäre. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hatte den Anschlag auf die Kinderrechtsaktivistin als "widerwärtig und feige" bezeichnet.(APA, 11.10.2012)

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