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Was ist Free2Play?
Videospiele, die nach dem Free2Play-Modell (F2P) vertrieben werden, stehen Spielern kostenlos zur Verfügung. Einnahmen werden durch Verkäufe von zusätzlichen Spielgegenständen wie Ausrüstungen und Waffen generiert. Nach Smartphone- und Web-Games stützen sich auch zunehmend größere PC- und Konsolen-Produktionen auf das neue Geschäftsmodell. Bei Spielern ist F2P umstritten. Befürchtet wird, dass dies den Wettbewerb verfälscht, da nicht mehr zwangsläufig der beste, sondern vielleicht der am meisten zahlende Spieler gewinnt. Hersteller suchen deshalb Wege, um Bezahlinhalte gleichermaßen attraktiv, aber nicht spielentscheidend zu gestalten.
Mit der Social-Gaming-Welle brach eine regelrechte Goldgräberstimmung an der Börse aus. Anleger rieben sich die Hände, als plötzlich Millionen Menschen der Sucht verfallen waren, Karotten zu ernten und Schweine zu füttern. "Farmville" stand an der Spitze des Facebook-Spieletrends und galt als Vorzeige-Cashcow des immer immer häufiger eingesetzten Free2Play-Geschäftsmodells. Zum Börsenstart Ende 2011 wurde die Aktie von Zynga mit 10 Dollar bewertet, wonach der Unternehmenswert auf rund eine Milliarde US-Dollar stieg. Nicht einmal 12 Monate später steht die Aktie nun bei 2,35 Dollar. Der Börsenwert des Unternehmens ist damit unter den Wert der gesammelten Vermögensreserven Zyngas gefallen, berichtet die L.A. Times. Die Blase ist sprichwörtlich geplatzt.
Kein rosiger Ausblick
Zygas Aktie ist damit in der Praxis nichts mehr wert. Laut der Zeitung würden die Barreserven und materiellen Sicherheiten einem Wert von 2,46 Dollar pro Aktie entsprechen.
Und der Geschäftsausblick auf die kommenden Monate liefert auch keinerlei Anreize, das Papier zu kaufen. Der Umsatz ging in den drei Quartalen nach dem Börsenstart konsequent zurück. Für das gerade beendete dritte Quartal wird ein Verlust von 90 bis 105 Mio. Dollar (81,1 Mio. Euro) erwartet. Auslöser für den hohen Verlust ist vor allem eine Abschreibung auf die im Frühjahr gekaufte Spielefirma OMGPOP in Höhe von 85 bis 95 Mio. Dollar. Zynga hatte sich den Entwickler des Spiels "Draw Something", bei dem man Bilder erraten muss, im März auf dem Höhepunkt dessen Erfolgs geschnappt. Entsprechend hoch war der Preis mit 180 Mio. Dollar. Ein fataler Fehler: Schon bis Ende des zweiten Quartals brach die Nutzerzahl von mehr als 14 auf 3,5 Mio. ein.
Elan lässt nach
Hinzukommt, dass der Elan bei den Spielern der klassischen Online-Games von Zynga wie "Farmville" oder "Cityville" nachlässt. Die Nachfolgespiele wie "Mafia Wars 2" oder "Farmville 2" sorgen nicht im erwarteten Maße für eine Revitalisierung des Geschäfts. Spieler halten sich beim Kaufen virtueller Güter wie Traktoren, Häuser oder Möbel zurück - und das ist bisher die wichtigste Einnahmequelle von Zynga. Gründer und Chef Mark Pincus forciert deswegen den Einstieg ins Online-Glücksspiel etwa mit Poker-Games.
Gleichzeitig gibt es mittlerweile ein Überangebot an ähnlichen kostenlosen Spielen für Web und Mobile-Plattformen. Und Zynga fehlt es an innovativen Ideen, um neue Spieler für sich zu gewinnen. Zahlreiche Spiele orientieren sich an bestehenden Werken. Herausgeber Electronic Arts wirft Zynga vor, Ideen kopiert zu haben. Sollte EA den Rechtsstreit gewinnen, drohen Einbußen in Millionenhöhe.
"Strategischen Prioritäten"
In einem Blogeintrag kündigte Pincus an, dass es "gezielte Kostensenkungen" geben wird und die Entwicklung neuer Spiele an die "strategischen Prioritäten" angepasst werden. Zugleich betonte er, dass Zynga mit 311 Mio. Spielern immer noch eine riesige Nutzergemeinde habe. Nicht einmal ein Jahr nach seinem gigantischen Höhenflug muss sich Zynga bereits seinen Weg aus der Krise bahnen. (zw/Reuters, derStandard.at, 11.10.2012)
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Ein Unternehmen, das NICHTS, aber auch GAR NICHTS produziert hat, ausser "Spielen" die im wesentlichen aus 1900kb Grafiken, 5kb Code, 15kb facebook API und einer billigen Datenbank bestanden, und dessen Hauptverkaufsartikel in der D*mmheit von Leuten bestand, die ernsthaft bereit waren für das verpixelte Bild einer rosa Henne Geld zu bezahlen, geht jetzt pleite?
Sachen gibts!
Das wirklich erschreckende ist ja nicht dass Leute Geld für die Bilder bezahlten...man kauft sich auch mal ein Eis um 5 Euro obwohl es Zucker mit Wasser und Milch ist...das WIRKLICH erschreckende ist, dass es Leute gab, die dä*lich genug waren, Geld in ein solches Unternehmen zu investieren. Gratulation an die Börsianer...ihr habt es nicht anders verdient. Pappnasen.
Nicht falsch verstehen, ich halt von dem Farmville-Dreck usw. überhaupt nichts, aber wenn man in nichts investieren darf, das die Dummheit der Massen kommerziell ausbeutet, dürfte man eigentlich in gar nix investieren...
Da sollte man dann in Apple genausowenig Geld stecken wie in die Produktion eines Madonna-Albums oder ein Gangnam Style Video. Funktioniert aber leider alles, wie man sieht.
hab mir zb. mafia wars mal angesehen - es ist ein click2win-spiel ohne irgendeine herausforderung.
wer öfters klickt wird besser
deshalb gabs ja dann auch div. scriptprogramme die man einfach laufen lies und die haben dem spiel einfach die klicks vorgegaukelt.
wär auch nur irgendeine herausforderung da die über klicken hinausgeht wär sowas garnicht möglich.
Aber vor 1-2 Monaten gabs doch einen Nachwuchsmöchtegernichkennmichamwirtschaftsmarktaus Wahrsager, der behauptete, dass F2P die Zukunft ist..
So schnell sah ich die Zukunft noch nie an mir vorbei ziehen.
In diesem Sinne, hoch lebe Guild Wars 2!
Das Problem - falls es überhaupt eines gibt - ist dass derzeit jeder auf den F2P-Zug aufspringt.
Als es nur wenige F2P-Spiele gab sind dort die Spielerzahlen gestiegen, weil anschauen kostet ja nix.
Heute gibt es aber ein Überangebot und es können sich auch nur mehr hochwertig produzierte Spiele am F2P-Markt durchsetzen.
Zynga macht halt billigen Casualmüll. Dort liegt ihr Problem.
das ist wirklich f2p und kann wohl nur über die spieleranzahl anderer online-games lächeln.
die habens aber auch richtig gemacht und sich an den wohl wichtigsten grundsatz im f2p bereich gehalten:
never sell power!
ich fange selbst mit f2p bis auf das oben genannte game nicht viel an.
aber fast alle werden auf den zug aufspringen, da es einfach ein vielfaches an geld bringt und man bereits früher geld einfahren und somit besser kalkulieren kann.
sieh dir zB world of tanks oder das neue mech spiel an, oder das kellergame drakensangOnline.
15 euro für 1 fahrzeug!!! und die leute kaufen wie blöde, obwohl das eben typische pay2win games sind.
leider ist "f2p" alles andere als am scheitern.
klar ziehen ea, ubi, actv und co mit.
heisst Mechwarrior: Online, und ist ein sehr commumitynah produzierter und ambitionierter F2P Titel, der die CryEngine3 lizensiert hat. Das hat mit Farmville außer dem Geschäftsmodell genau gar nichts zu tun. Da wird die alte Battletech Community wiederbelebt. Das hat eher was mit LoL oder WoT zu tun als mit Farmville und FB. Ist außerdem eine knallharte Vehicle Combat Simulation nach BT Regelwerk. /Werbung off
Ehre dem Clan!
Eine andere Blase ist jetzt ebenfalls geplatzt. OnLive, das vor zwei Jahren als die große Zukunftshoffnung gefeiert (und von den Medien gehypt) wurde, wurde nun nach der de facto Pleite für gerade mal 4,8 Millionen Dollar verkauft, nachdem es zwischenzeitlich mal mit 1,8 Milliarden (!) Dollar bewertet wurde.
http://www.shacknews.com/article/7... 48-million
Ein hoffnungslos überbewertetes Unternehmen, das als einzige "Leistung" einen Online-Garten zu bieten hat, welcher vielen vielen Leuten zwangsweise auf's Aug' gedrückt wurde durch einen ehemals exklusiven Vertrag mit einem anderen hoffnungslos überbewerteten Unternehmen. Wer kann bei so einer Konstellation schon voraussehen, dass diese Blase irgendwann platzen wird?
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