Historischer Kalender - 18. Oktober

18. Oktober 2012, 00:00
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1622 - In Frankreich wird der Aufstand der Hugenotten gegen die Krone durch den Friedensvertrag von Montpellier beendet.

1812 - "Schlacht bei Tarutino". Die Schlacht zwischen der französischen Grande Armee und der Kaiserlich Russischen Armee, während des Russlandfeldzugs Napoleons I., endet mit einer Niederlage der Franzosen. Am nächsten Tag erfolgt der Rückzug der Grande Armee aus Moskau.

1817 - Giovanni Battista Belzoni gelangt in das entdeckte Grab des Pharao Sethos I. und findet Indizien, die auf über Jahrhunderte zuvor eingedrungene Grabräuber hindeuten.

1842 - Bei Donaustauf (Regensburg) wird die "Walhalla", eine Ruhmeshalle zum Gedenken an deutsche Geistesgrößen, eingeweiht. König Ludwig I. von Bayern ließ das Bauwerk von 1830 bis 1842 nach Plänen des Architekten Leo von Klenze erbauen. Vorbild ist der Parthenon-Tempel auf der Akropolis in Athen.

1867 - Die USA nehmen Alaska formell in Besitz. Russland hatte das Territorium für 7,2 Millionen Dollar verkauft. Mit dem Verkauf von Alaska wird die Datumsgrenze nach Westen verschoben, um die zu Alaska gehörenden Aleuten in die gleiche Zeitzone integrieren zu können.

1887 - Die "Union Indochinoise" wird aus den Protektoraten Annam, Tongking und Cochinchina (heute Vietnam) sowie dem Königreich der Khmer (heute Kambodscha) geschaffen. 1893 wird Laos ebenfalls eingegliedert. 1954 wird Vietnam geteilt, Kambodscha und Laos erhalten ihre staatliche Unabhängigkeit.

1907 - Die Zweite Haager Friedenskonferenz (Beginn 15.6.), wird mit der Verabschiedung der Neufassung der Haager Landkriegsordnung von 1899 beendet. (Sie kodifiziert einen wesentlichen Teil der Landkriegsregeln und gilt nur zwischen Staaten, die sie ratifiziert haben.)

1912 - Im Friedensvertrag von Ouchy (Lausanne) tritt die Türkei Libyen an Italien ab.

1912 - In Wien wird der erste "Internationale Kinematographenkongress" abgehalten (bis 24.10.). Vertreter österreichischer Film- und Kinoverbände treten vehement gegen das Verbot der Mitwirkung von Bühnenschauspielern an Filmen, gegen die Filmzensur und für eine Anerkennung des Films als Kunstgattung ein.

1912 - Der Italienisch-Türkische Krieg endet. In den Friedensverhandlungen in Lausanne muss das Osmanische Reich Tripolitanien an Italien abtreten.

1922 - Die privatwirtschaftliche "British Broadcasting Company" (BBC) nimmt in London ihre Tätigkeit auf. Die erste Programmausstrahlung erfolgte am 18. November 1922.

1927 - Der deutsche Publizist Carl von Ossietzky übernimmt die Leitung der Berliner Zeitschrift "Die Weltbühne". Vom Naziregime später ins KZ gesteckt, kann er den ihm zuerkannten  Friedensnobelpreis (1936) nicht entgegennehmen.

1937 - Hitler lässt das deutsche Außenministerium anweisen, in den Ostasien-Konflikten eindeutig für Japan Position zu beziehen.

1937 - Der Führer der Sudetendeutschen Partei, Konrad Henlein, fordert vom tschechoslowakischen Staatspräsidenten Edvard Benes territoriale Autonomie für die sudetendeutschen Gebiete.

1942 - Hitler erlässt den sogenannten "Kommandobefehl": Bei Kommando-Unternehmen ist der Gegner "im Kampf oder auf der Flucht bis auf den letzten Mann niederzumachen".

1942 - Die japanische Regierung gibt ihren Beschluss bekannt, alle feindlichen Kampfpiloten, die in japanische Gefangenschaft geraten, wie gewöhnliche Verbrecher zu bestrafen.

1947 - In Prag beginnen die Hochverratsprozesse gegen ehemalige Funktionäre des slowakischen Marionettenstaates von Hitlers Gnaden: Der einstige Botschafter des Tiso-Regimes beim Vatikan, Sidor, wird zu zwanzig Jahren Haft verurteilt.

1962 - In Hamburg findet die Erstaufführung von "Heimweh nach St. Pauli" mit Freddy Quinn statt.

1967 - Die sowjetische Sonde "Venera-7" setzt eine Instrumentenkapsel auf dem Planeten Venus ab, die zur Erde zurückfunkt, dass die Temperatur des Planeten heiß genug ist, Metall zu schmelzen.

1977 - Ein Sonderkommando des deutschen Bundesgrenzschutzes (GSG 9) stürmt in Mogadischu (Somalia) eine am 13.10. entführte Lufthansa-Maschine und befreit Passagiere und Personal. Dabei kommen drei Terroristen ums Leben. Kapitän Jürgen Schumann wurde von den Luftpiraten einen Tag vorher erschossen.

1977 - In der Strafanstalt Stuttgart-Stammheim verüben die (1972 zu lebenslanger Haft verurteilten) Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe, führende Köpfe der "Rote Armee Fraktion" (RAF), Selbstmord.

1977 - Der am 5.9. entführte westdeutsche Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer wird von Terroristen der sogenannten Baader-Meinhof-Gruppe ermordet, die Leiche einen Tag später in einem Auto in Mülhausen im Elsass gefunden.

1997 - In Bilbao eröffnen der spanische König Juan Carlos I. und Königin Sofia das von dem amerikanischen Architekten Frank O. Gehry entworfene Guggenheim-Museum.

2007 - Nach acht Jahren im Exil kehrt die frühere pakistanische Regierungschefin Benazir Bhutto in ihr Heimatland zurück. Bei einem Sprengstoffanschlag auf ihren Konvoi sterben in Karatschi 145 Menschen, sie selbst bleibt unverletzt. Am 27. Dezember, zwei Wochen vor den geplanten Parlamentswahlen, kommt sie bei einem neuerlichen Attentat in Rawalpindi ums Leben.

Geburtstage:

Luca Cambiaso, ital. Maler (1527-1585)

Canaletto (eigtl. Giovanni Antonio Canal) ital. Maler (1697-1768)

Heinrich von Kleist, dt. Dramatiker (1777-1811)

Joseph von Russegger, öst. Geologe (1802-1863)

George Campbell Scott, amer. Schauspieler, Produzent und Regisseur (1927-1999)

Vytautas Landsbergis, litauischer Politiker (1932- )

Catarina Ligendza Beyron, schwed. Opernsängerin (1937- )

Monika Helfer, öst. Schriftstellerin (1947- )

Zachary David Alexander "Zac" Efron, amerik. Schauspieler und Sänger (1987- )

Todestage:

René Antoine de Réaumur, frz. Naturforscher (1683-1577)

Karoline Bauer, dt. Schauspielerin (1807-1877)

Ralph Benatzky, öst. Operettenkomponist (1884-1957)

Pierre Mendes-France, frz. Staatsmann (1907-1982)

Hanns-Martin Schleyer, dt. Industriemanager (1915-1977)

Adolf Nussbaumer, öst. Wirtschaftswiss u. Politiker (1931-1982)

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