Europaweite TV-Debatten der EU-Spitzenkandidaten geplant

11. Oktober 2012, 09:27
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EU-Parlamentspräsident Schulz ist sich sicher, dass transnationale Wahlkämpfe in Zukunft an Bedeutung gewinnen

Über kurz oder lang wird es in der EU europaweite TV-Debatten geben, in denen sich die transnationalen Spitzenkandidaten matchen werden, sagt Martin Schulz, Präsident des EU-Parlaments. Im Gespräch mit Thomas Mayer führt er aus, dass transnationale Wahlkämpfe der Parteien in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden: "Wenn die SPÖ plötzlich einen spanischen Kandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten unterstützt und die ÖVP einen Franzosen, werden die Parteien das begründen müssen."

Das werde das Interesse der EU-Bürger steigern und eine gesamteuropäische Debatte auslösen. "Der Wahlkampf 2014 wird so sein, wie er in den föderalen Staaten immer ist", sagt Schulz mit Blick auf die USA. "In den USA tritt ein Kandidat in New York auch anders auf als in Texas." Auf Europa umgelegt würde das bedeuten, dass sich die Kandidaten immer mit Unterstützung mit der regionalen Partei präsentieren müssen. (red/derStandard.at, 11.10.2012)

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