Eier: Nahrhaft und besser als ihr Ruf

Das schlechte Image der Eier ist längst widerlegt - Fakten und Tipps rund um den Welt-Ei-Tag am Freitag

Wien - Das Ei ist in Vergangenheit völlig zu Unrecht in Verruf geraten, konstatiert das forum.ernährung heute: Es liefert Eiweiß in höchster Qualität und viele wichtige Nährstoffe. Darüber hinaus können Eier nachhaltig das Sättigungsgefühl fördern, die tägliche Kalorienzufuhr senken und dadurch längerfristig zur erfolgreichen Gewichtsreduktion beitragen.

Das Image als Cholesterinspiegeltreiber ist längst widerlegt. Jeder Österreicher isst durchschnittlich 250 Eier pro Jahr. Rund die Hälfte davon sind Schaleneier, der Rest wird über Produkte wie Nudeln oder Mehlspeisen verzehrt. Als wahre Nährstoffbomben kann man Eier mit gutem Gewissen genießen: Ein durchschnittlich großes Ei deckt etwa 15 Prozent des Tageseiweißbedarfs eines Erwachsenen. Dabei enthält das Ei hochwertiges Eiweiß: Aus 100 g Hühnereiweiß können 100 g körpereigenes Eiweiß aufgebaut werden, weil die unentbehrlichen Aminosäuren in einem ähnlichen Mengenverhältnis vorliegen. Darüber hinaus ist das Ei ein guter Lieferant von Kalzium, Phosphor, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink, Jod, Fluor und Selen. Dazu kommen noch die Vitamine A, B2, B12, D, E und Folsäure. Ein Ei liefert etwa ein Viertel des empfohlenen Tagesbedarfs an Folsäure, die wichtig für das Wachstum und die Zellteilung ist. Das Ei enthält aber auch hohe Mengen Cholesterin. 

Eier senken die Kalorienaufnahme

Eiweißreiche Lebensmittel wirken sättigend und jene mit einer hohen Eiweißqualität offenbar noch mehr: Zwei kontrollierte Studien zeigten, dass der Verzehr von Eiern zum Frühstück das Sättigungsgefühl förderte und in der Folge die tägliche Kalorienzufuhr senkte. In einer anderen Studie aßen übergewichtige Personen im Rahmen einer kalorienreduzierten Kost an mindestens fünf Tagen pro Woche ein Ei zum Frühstück, was den Gewichtsverlust begünstigte. Bei der Vergleichsgruppe, die statt dem Frühstücksei ein Bagel mit dem gleichen Energiegehalt aß, war dies nicht der Fall. "Eier waren immer eines der wichtigsten Nahrungsmittel. Sie liefern viele wichtige Nährstoffe und Eiweiß in besonders zugänglicher Form. Gerade die hohe Eiweißqualität von Eiern ist das große Plus. Sie machen dadurch auch längere Zeit satt und können zum Erfolg bei einer Gewichtsreduktion beitragen", so Mag. Marlies Gruber, wissenschaftliche Leiterin der forum. ernährung heute. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und auch die österreichische Ernährungspyramide empfehlen nach wie vor zwei bis drei Eier pro Woche.

Aufräumen mit einem Mythos

Im Rahmen von Tierexperimenten wurden in der Vergangenheit Zusammenhänge zwischen der Aufnahme von Cholesterin aus der Nahrung und degenerativen Gefäßveränderungen und somit einem höheren Herzinfarktrisiko hergestellt. Neuere Studien belegen jedoch, dass cholesterinarme Kost das Blutcholesterin nur geringfügig senkt. Das mit der Nahrung aufgenommene Fett beeinflusst dagegen den Cholesterinspiegel im Blut weitaus mehr. Nach heutigem Wissensstand bleibt der Cholesterinspiegel beim Verzehr von Eiern im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung bei den meisten Menschen relativ konstant. "Aktuelle Studien stellen keinen Zusammenhang zwischen einem regelmäßigen Eierkonsum und einer Herzerkrankung fest. Darüber hinaus belegen neue ernährungsmedizinische Erkenntnisse, dass Cholesterin heute nicht mehr der Feind Nummer eins in Bezug auf Herz- und Kreislauferkrankungen ist, sondern lediglich einer von vielen Risikofaktoren", so Marlies Gruber. "Mit Maß und Ziel genossen, sollte das Ei bei einem gesunden Menschen auf jeden Fall im Speiseplan enthalten sein." (red, 11.10.2012)

Tipps rund um das Ei:

. Rohe Eier sollten nicht gewaschen werden, da sonst die natürliche Schutzschicht (Cuticula) zerstört wird. Diese verhindert das Eindringen von Bakterien über die Poren der Eischale.
. Werden Eier wegen starker Verschmutzung dennoch gewaschen, wird eine rasche Weiterverarbeitung empfohlen.
. Verquirlt man rohe Eier, sollten keine fertigen Speisen offen in der Nähe stehen und danach alle Oberflächen sowie Geräte gründlich gereinigt werden.
. Für Speisen mit rohen Eiern (z. B. Tiramisu, Mayonnaise) sollten nur besonders frische Eier verwendet werden. Diese Speisen sollten kühl gelagert und möglichst schnell verzehrt werden. Denn Salmonellen vermehren sich unter 8 °C fast nicht, jedoch bei Zimmertemperatur explosionsartig. Abgetötet werden sie erst durch ein mindestens 10-minütiges Erhitzen auf über 70 °C.
. Für manche Speisen wird nur der Dotter oder das Eiklar gebraucht. Der übrige Teil kann aber durchaus noch einige Zeit frisch gehalten und dann für gut durchhitzte Speisen verwendet werden:
Frischer Dotter kann mit ein paar Spritzern Wasser zugedeckt noch etwa drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Mit Öl bedeckt hält er sogar noch etwas länger.
Das Eiklar kann gut verschlossen bis zu zwei Wochen kühl aufbewahrt werden oder auch eingefroren werden.
. Zerbrochene Eier sollten nicht mit intakten Eiern gelagert werden, sondern sofort entsorgt werden.
. Salate und Gemüse sind am besten getrennt von Eiern aufzubewahren.
. Die lange Haltbarkeit haben Eier unter anderem dem dünnen Häutchen auf der Eischale zu verdanken. Das Eihäutchen hat eine bakterizide und fungizide Schutzfunktion. Die Eischale sollte deshalb keine Risse aufweisen. Sie hat ca. 10 000 Poren, die starke Gerüche aufnehmen können. Stark riechende Lebensmittel sollten daher nicht direkt neben Eiern gelagert werden.
. Das Händewaschen nach dem Hantieren mit Eiern sollte selbstverständlich sein, da sich Spuren von Salmonellen auch auf der Schale der Eier befinden können.
. Frischeprobe bei rohen Eiern: Frische Eier bleiben beim Einlegen in kaltes Wasser am Boden flach liegen, ein 14-21 Tage altes Ei hält sich fast senkrecht in der Schwebe und ein rund zwei Monate altes Ei zeigt mit der stumpfen Spitze deutlich aus dem Wasser.

Weiterlesen:

Mythen rund um das Ei

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nicht aktuell

die letzte ausgabe des "lancet" ist in der redaktion offenbar nicht angekommen. neuer stoff für eier-gegner...

Leider nicht erwähnt: Eierkonsum erhöht Risiko für Prostatakrebs

http://www.aerztezeitung.de/medizin/k... -eier.html

Alan: "Wie willst du die Eier?"
Jake: "In einem Nest."

Habt ihr da nicht ein Aspekt vernachlässigt?

Es ist schon richtig, dass alle benötigten Aminosäuren und so manche Spurenelemente in den Eiern enthalten sind, das kann ich mir aber mit einer ausgewogenen lactovegetarischen Ernährung, mit etwas Hirn auch als Veganer locker ohne Ei zuführen.

Viel wichtiger ist für mich doch das "JA" zu grausamer (Realität, nicht Miesmache!) Massentierhaltung das ich als Konsument gebe, jedes Mal wenn ich ein Produkt mit Zutat: "Volleipulver" oder "Eiklar" zu mir nehme

Die Industrie würde uns gerne erzählen, dass Eier lebenswichtig sind, traurig auch, dass meine (ärztlichen) Kollegen diese Halbwahrheiten blind nachplappern obwohl man bei uns auf der Uni NULL über eine gesunde Ernährung und somit Krankheitsprävention lernt.

Konsum ist Zustimmung!

Also mein Lieblingsfrühstück "Ei im Glas + Butterbrot" lass ich mir nicht nehmen.

Wer viele harte Eier frisst

Zumeist ein guter Freier ist

Wir brauchen mehr Krebsabzocke! FRESST EIER!!!

Friss einfach deine, das wär am sinnvollsten.

*valmont-voice* bildung ist nie umsonst

ai no corrida

"Darüber hinaus können Eier nachhaltig das Sättigungsgefühl fördern, die tägliche Kalorienzufuhr senken und dadurch längerfristig zur erfolgreichen Gewichtsreduktion beitragen"

In Werbesprech heißt "können" immer "es gibt kein Versprechen weils nicht so sicher ist".
So wie "Katzen können Tricks lernen" auch nicht heißt, dass alle Katzen es gerne und erfolgreich machen ;)

Ernaehrungs"wissenschafter", laecherlich.

"Darüber hinaus belegen neue ernährungsmedizinische Erkenntnisse, dass Cholesterin heute (!) nicht mehr der Feind Nummer eins in Bezug auf Herz- und Kreislauferkrankungen ist"

Erstens sind die Erkenntnisse nicht neu, sondern steinalt, zweitens belegen sie dass Cholesterin noch nie irgendwas mit KHKs zu tun hatte.

Was sie ehrlicherweise sagen sollten, ist dass die Ernaehrungs"wissenschaft" in den letzten 60 Jahren trotz permanenter gegenteiliger Forschungsergebnisse einem von Nahrungsmittel und Pharmaindustrie gesponsertem Dogma angehangen ist das sich nicht laenger halten laesst.
Unser Stoffwechsel ist "heute" nicht anders als gestern, aendern tut sich der Glaube ihrer Zunft.

Als wahre Nährstoffbomben kann man Eier mit gutem Gewissen genießen

Naja, wenn ich bedenke dass es eigentlich Menstruationsabfall ist und die männlichen Küken einfach wie faule Tomaten in den
Häxler geworfen werden, dann hab ich kein besonders gutes Gewissen mehr.

Menstruationsabfall, soso - Lernt man das in...

...der Missionsschule für Veganismus?

Hühner habe keine Menstruation.

und...

ihre argumentation gibt´s im handbuch: wie verunglimpfen omivoren am besten andersdenkende?
tatsache ist, dass es ein hormonprodukt ist, ob man das nun menstruation nennt oder nur damit vergleicht, bleibt jedem überlassen

Es bleibt auch jedem überlassen, ob er Eier mag.

Der Veganersprech von Leichen und Menstruationsprodukten ist hingegen eher nervig als hilfreich.

ja

sicher ist es das noch, gott sei dank leben wir in einer demokratie,
und der omnivorensprech über veganersprech ist ebenso nervig und ich wusste nicht, dass der standard ein omnivorenforum ist
vernünftigen argumenten und objektiver betrachtungsweise zugänglich zu sein ist immer eine option, siehe tierleid, dass durch den konsum von eiern etc. verursacht wird, WARUM??? weil wirs können

Und Veganer keine Missionsschule.

Ihren Fanatismus halten Sie jedoch für gerechtfertigt, nicht wahr? ;-)

Welcher Fanatismus?

Ich bin es nicht, der durch Veganerforen geistert und den Leuten mit fragwürdigen Argumenten das Essen madig zu machen versucht.

Niemand

versucht irgend jemand das Essen madig zu machen, zumindest nicht sich vegan ernährende Menschen den sich omnivor ernährenden. Was "Veganer" aber sehr wohl tun, ist, sich selbst darüber Gedanken zu machen, was sie tun, und wenn diese Erkenntnis in sich greift, versucht man natürlich, darauf aufmerksam zu machen. Man kann niemand zu seinem Glück zwingen, aber man kann sich für die Rechte einer Spezies stark machen, die es nicht für sich selber kann. So wie sich die Sklaven, Juden im KZ, Kinderarbeiterinnen nicht für ihre Rechte stark machen konnten. Sie brauchen Fürsprecher, und damit man ihre lauten Schreie hört, müssen diese Fürsprecher auch laut sein und es werden immer mehr, weil es einfach an der Zeit ist, umzudenken

Könnte man Eier sexen, würden sie befruchtet im Handel landen samt Hähnchenembryonen.

Aber mal ehrlich: Ob das jetzt Menstruation ist oder nicht ist ziemlich egal gegen all das, was so in Körpern vor sich geht.

:] ma

wenn ich an all die freaks denke die sich immer "egg white omlets" bestellt haben *g*

.

Also ein Rührei (Ei in Schüssel gerührt) pro Tag zum Frühstück: ist das jetzt ok oder eher nicht?

Jaaaa!

kann mich noch gut an die cholesterin-hysterie erinnern

als ich ein kind war waren für meine eltern und verwandten eier so ziemlich das giftigste und gefährlichste auf der welt, gleich nach plutonium

und dann diese ganzen gemeinen versteckten eier die überall drin sind...

es gab gross angelegte cholesterinspiegel-testaktionen wo sich leute ihren cholesterinspiegel untersuchen lassen konnten

dann einige jahre später war ein hoher cholesterinspiegel dann auf einmal nicht mehr so böse dafür aber LDL/HDL verhältnis

der cholesterin-wahn hat sich immer noch nicht total erledigt obwohl es studien gibt die zeigen dass es weder einen zusammenhang zwischen ernährung und cholesterinspiegel noch zwischen cholesterinspiegel und herz-kreislauf-erkrankungen gibt. die pharmawirtschaft freut sich...

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