Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Madrid/New York - Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die Kreditwürdigkeit Spaniens gleich um zwei Stufen von "BBB+" auf "BBB-" gesenkt. Damit befindet sich die Kreditwürdigkeit der viertgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone nur noch eine Stufe über dem sogenannten Ramschniveau. Auch der Ausblick bleibe negativ, teilte S&P am Mittwochabend mit. Es droht also eine weitere Herabstufung.
Die verschärfte Rezession beschränke die Handlungsmöglichkeiten der Regierung, schreibt S&P. Die steigende Arbeitslosigkeit und Ausgabenkürzungen würden die soziale Unzufriedenheit schüren und die Spannungen zwischen der Zentralregierung und den Regionen verschärfen.
Der negative Ausblick bedeutet, dass Standard & Poor's die Bonität Spaniens noch weiter auf BB+ senken könnte. Der Ratingagentur zufolge droht eine erneute Herabstufung, wenn die politische Unterstützung für die von der Regierung vorangetriebenen Reformen schwächer wir0d. Gleiches gilt, wenn Spaniens Zinsen an den Kapitalmärkten wegen mangelnder Hilfe durch die anderen Länder der Euro-Zone über ein tragbares Niveau hinaus ansteigen.
Durch die Herabstufung bewertet S&P die spanische Kreditwürdigkeit nun wie Moody's. Auch diese Bonitätswächter prüfen, ob weitere Senkungen nötig sind. Die dritte große Agentur Fitch stuft Spanien mit BBB ein und damit eine Note höher als die Konkurrenz.
Spanien kämpft seit geraumer Zeit mit massiven wirtschaftlichen Problemen, die Arbeitslosenquote beträgt fast 25 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt des hoch verschuldeten Staates schrumpfte auch im dritten Quartal deutlich.
Für die Rettung der spanischen Banken haben die internationalen Geldgeber bereits bis zu 100 Mrd. Euro zugesagt. Einen Antrag auf Hilfe aus dem europäischen Rettungsfonds ESM für das gesamte Land hat die Regierung um Ministerpräsident Mariano Rajoy bisher noch nicht gestellt.
Die Krise hat in den vergangenen Wochen zudem zu vermehrten Überlegungen spanischer Regionen zur Abspaltung von Madrid geführt. Katalonien will nach den Regionalwahlen am 25. November ein Unabhängigkeitsreferendum abhalten. (APA/Reuters, 11.10.2012)
Miguel Blesa war vorübergehend in U-Haft genommen worden - Madrider Landesgericht entscheidet über Aufhebung des Haftbefehls
Er soll ohne Genehmigung der Madrider Regionalregierung ein Darlehen über 420.000 Euro bekommen haben
Von der Großbank auf die Anklagebank
Der spanische König begründet die Entscheidung mit dem Sparzwang. Einmal Volltanken kostet 20.000 Euro
Die Kundgebungen standen unter dem Motto "Von der Empörung zur Rebellion". Am 15. Mai "feiern" die Empörten ihren zweiten Jahrestag
Madrid reformiert Mietrecht bei Ferienwohnungen
Spanien wird härter von der Wirtschaftkrise getroffen als gedacht
Spaniens Wirtschaft geht es schlecht, die Anpassungsrezession fordert vor allem am Arbeitsmarkt Opfer
Die Demonstranten kritisieren, dass die angekündigten Entschädigungen nur wenigen Betroffenen zugute kommen
Die Lockerungen beim Hypothekengesetz machen Spaniern, die vor der Zwangsräumung stehen, wenig Hoffnung. Nur wenige profitieren
Sparer, die Beteiligungsscheine an Kreditinstituten erwarben, müssen für Bankensanierung aufkommen
Das IOC begutachtet die Kandidatur Madrids am Montag. Auch Tokio und Istanbul bewerben sich um Olympia 2020
Zwangsdelogierungen sind im Krisenland an der Tagesordnung, der Europäische Gerichtshof stellt sich nun auf die Seite der Bürger
Urteil bewirkt Verzögerung bei Zwangsräumungen
Bei Spezialauktion über 800 Millionen Euro am Kapitalmarkt eingesammelt
Zwangsdelogierungen sind im Krisenland an der Tagesordnung, manch einen treiben sie in den Selbstmord, das Volk begehrt auf
Geht es um die Bevölkerung, fehlen in Spanien Geld und politischer Wille
Ein Land was nach dem Euro-Rettungsschirm lechzt und nur von anderen EU-Mitgliedern vor dem Staatsbankrott gerettet wird, ist Ramsch. bzw. "D" wie Default. Alles andere ist eine zu positive Bewertung die einfach nicht der Realität entspricht.
„WIR müssen die Eurokrise um jeden Preis bewältigen.“ Das beschwört die europäische Politik, um so die Zustimmung der Völker zu allen Härten und materiellen Einbußen zu gewinnen. Mit einer radikalen Sparpolitik, einer durchgreifenden Verarmung der Massen treten Europas Regierungen den Beweis an, dass fortan solide gewirtschaftet wird. An der massiven Absenkung des Lebensstandards führt kein Weg vorbei, wenn das europäische (?) Geld gerettet werden soll. Die finanzkapitalistischen Investoren, von Staaten, also von den Steuerzahlern mit gigantischen Kreditsummen aus ihrer Krise herausgekauft, können gelassen in die Zukunft blicken.
Die US-amerikanischen Rating-Agenturen erklären der Eurozone Tag für Tag den Krieg und schütten Öl ins Feuer. Die EU reagiert darauf stets mit betreter Selbstzerfleischung und Geisselung der eigenen Mittelschicht.
Wie impotent kann sich ein Staatenbund nach aussen noch präsentieren?
Angesichts des US-amerikanischen Defizits und deren Rating wäre es doch wohl nicht ungerechtfertigt darauf einmal lautere Kritik zu äussern?
Möglicherweise sind die aber gar nicht so impotent, wie Sie meinen.
Möglicherweise ist ihnen gerade die derzeitige Lage der ersehnte Anlass, alle Restbestände des europäischen Sozialstaates endgültig zu schleifen und die Löhne europaweit auf "Weltniveau" zu bringen.
Zuerst haben wir gerätselt. Wie werden aus 80 Milliarden dann im ESM plötzlich 700 Milliarden? Und plötzlich war es klar. Man muss den Menschen die komplizierten Dinge nur im RTL II - Sprech erklären. Der EMS wächst auf Komando, wie dein Ding, Alter.
http://tinyurl.com/9w4cmjj
ich will jetzt nicht äh wie nennt man das? ;-)
wenn der messi und die anderen spieler 200 mio wert sind und der klub mit 198 mio € verschuldet ist, ist der klub (theoretisch, ohne werbewert etc.) 2 mio wert.
ah. korinthenkacken nennt man das! ;-)
Was erwarten Sie denn? Die Leute urteilen danach, was hinten rauskommt für sie. Und was da herauskommt, ist ein Riesenhaufen Scheiße.
Dagegen wird schwerlich helfen, wenn man ihnen pastellfarben auspinselt, wie sich in ein paar Jahrzehnten from now (angeblich) alles in Wohlgefallen auflösen werde. As on the longer run, we all are dead.
Außerdem haben die Leute so ihre Erfahrungen gemacht mit derartigen "Prognosen" in den letzten Jahren und Jahrzehnten.
Hic Rhodos, hic salta.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.