Lehrerdienstrecht: Gewerkschaft will Nachbesserung

10. Oktober 2012, 19:06

Lehrervertreter kennen noch keinen Termin für Verhandlungsrunde mit Ministerinnen

Wien - Bei den Verhandlungen zur Reform des Dienst- und Besoldungsrechts liegen die Vorstellungen von Lehrervertretern und Regierung noch immer weit auseinander. "Wir werden von der Position, dass wir Qualität haben wollen, nicht abgehen. Es wird jetzt an der Regierung liegen, dementsprechend nachzubessern", forderte Chefverhandler Paul Kimberger (FCG) nach einer Verhandlungsrunde mit Beamten am Mittwoch. Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) hatte eine solche Adaptierung des Regierungsangebots angekündigt.

Budget unklar

Kimberger, der Chef der ARGE Lehrer in der GÖD, bemängelte, dass die Regierung immer noch nicht bereit sei, zu sagen, wie viel Geld sie für eine Reform des Lehrerdienstrechts in die Hand nehmen will. Für ihn sei jedoch klar, dass dem derzeitigen Vorschlag nicht zugestimmt werden kann: Es handle sich dabei um ein Sparpaket, das bis zu 400.000 Euro Verlust beim Lebenseinkommen der Lehrer bedeuten würde.

Verhandlungen im November

Selbst in der Frage, wie die Einkommen zu berechnen seien, sind sich Lehrervertreter und Regierung nach wie vor uneins. Dennoch sind laut Kimberger bereits bis in den November hinein weitere Verhandlungstermine auf Beamtenebene fixiert, über einen Termin für eine von Regierungsseite angekündigte Runde mit den zuständigen Ressortleiterinnen Schmied, Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) und Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) sei indes abseits medialer Ankündigungen noch nicht gesprochen worden.

Bis es zur nächsten politischen Runde kommt, werde die Gewerkschaft bei den Verhandlungen weiter Themen einbringen, die neben Einkommen und Arbeitszeit für den Lehrerberuf wesentlich seien, etwa die Frage der Lehrerausbildung und der Einführung von Junglehrern in den Beruf, leistungsgerechte Bezahlung etwa für Schulleiter und Klassenvorstände und mehr Unterstützung durch Sozialarbeiter und Schulpsychologen. (APA, 11.10.2012)

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Die Zukunft nach weiteren Lehrersparpaketen:

Jene Lehrern, die sich nicht anders zu helfen wissen, werden in überfüllten Klassen 25-30 Unterrichtsstunden verbringen und dabei einen Hungerlohn kassieren.

Die kompetenten Lehrer der schwierigen Maturafächer werden in Privatschulen und Nachhilfezentren dickes Geld an den Kindern mit reichen Eltern verdienen, damit sie die Zentralmatura schaffen. Diese Entwicklung gibt es bereits in anderen Ländern.

Hauptsache wir haben Geld für Banken, ESM und die Geschäfte unserer korrupten Politiker (wie z.B. Eurofighter).

Kann ich nur bedingt zustimmen. In Österreich verdienen Lehrer übers Lehrerleben gesehen bei weitem nicht so schlecht wie immer behauptet wird - vor allem Lehrer höherer Schulen haben im Vergleich zu anderen Ländern einen hohen Verdienst. Klar, die oft zitierten Schweizer Lehrer verdienen noch mehr: aber erstens verdient man dort generell mehr, dafür ist auch das Leben teurer. Und die Schweizer Lehrer haben eine Lehrverpflichtung von 28-32 Stunden (!) pro Woche -> die arbeiten also auch deutlich mehr als hierzulande.

Und zum Thema Banken: dort liegt das Geld rum und wer das Geld hat, schafft (leider) an. Wo glauben Sie denn hat der Staat sein Geld? Nicht unterm Kopfpolster, sondern bei Banken. Denen muss man also zwangsweise helfen.

her mit der kohle - für die bildungsvermittlerInnen!

das, was bis jetzt auf dem tisch ist, ist weit weniger als das, was das bisherige system bietet.

und deshalb ist nachbesserung im sinne von VERBESSERUNG angesagt.

her mit der kohle!

sonst sind wir weg!

germanien, helvetien warten auf uns, mit mehr geld, besseren arbeitsbedingungen und - vor allem! - mit einer medien*behandlung*, die nicht auf neidkomplexe, wadlbeißerei und sonstige *tiefgänge* gegenüber lehrerInnen dauerfixiert ist!!!

sialich!

her mit MEHR kohle für MEHR arbeit!!!

MEHR kohle für MEHR arbeit!!!

Vollkommener Blödsinn. Genauso wie manche Lehrer schreien: Hilfe ich muss dann vielleicht einen Master machen, also will ich auch mehr verdienen.

Schauns mal in die Privatwirtschaft: dort wächst die Arbeit auch immer mehr an, aber das Personal wird nicht mehr. Und dort wird heutzutage für viele Jobs ein Uni/FH-Abschluss verlangt, wo vor einigen Jahren noch eine Matura reichte. Mehr Geld gibts aber trotzdem dafür nicht.

Sie haben das klassische Lehrer-Denken: ich muss bissl mehr arbeiten, also muss ich mehr verdienen. Wie in einer Schiene verläuft das. Mehr Arbeit mehr Geld, mehr Ausbildung mehr Geld. Gibts woanders längst nicht mehr. Höchste Zeit, dass auch Lehrer ihren Beitrag zur Wirtschaftskrise leisten.

Gerade Pflichtschullehrer, die es gewohnt sind den Arbeitsplatz knapp vor der Haustüre zu haben und die einen sehr geringen Aktionsradius aufweisen und im Ort meist fest verwurzelt sind, werden sich davor hüten, nach Deutschland oder die Schweiz zu gehen - das sind nur leere Worthülen. Woanders haben Sie übrigens eine deutlich höhere Lehrverpflichtung als hierzulande, vor allem in der Schweiz. Dort müssen Sie dann auch mehr unterrichten, das berechtigt natürlich auch zu mehr Geld. Und die Lebenshaltungskosten in der Schweiz und in einigen Teilen Deutschlands sind auch deutlich höher als bei uns. Ich betrachte Ihren Kommentar daher als heiter-zynische Aussage.

Die Kohle wird im Ösiland zum

Stopfen von Banken und deren Managern gebraucht.

Aber den Lehrern hat man ja 2013 eine erneute Nulllohnrunde aufgebrummt. Da gibt's dann sicher für unsere gebeutelten Bankenmanager eine saftige Lohnerhöhung samt Boni ... Dass ein Lehrer dann erneut bis zu 64.000.- Euro bis zu seinem (statistischen) Lebensende verliert ist doch ein Klacks, oder?

so ist es! leider, leider, leider...

ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur EIN EINZIGER stimmbürger bei der letzten wahl unseren volksvertreterInnen das pouvoir erteilt hat, geldinstitute zu *retten*!?!?

wenn etwas im krisenfall pleite gehen MUSS, dann auf jeden fall eine bank.

sialich.

der staat hat keine banken zu *retten*, nie und nimmer!

es wird zeit, dass diesen *minderleisterInnen* der geldwirtschaft und ihren politischen helfershelferInnen der hahn abgedreht und die *spielerei* (vulgo zockerei!) mit öffentlichen geldern verboten wird,

und zwar

rigoros!

Eine Verbesserung ist auszuschließen.

Da dürften sich Experten und Politik einig sein: Lehrer muss ein Hungerleider-Job werden.

Sudern, sudern, sudern...

Lehrer sind bissl wie Bauern...viel Arbeit, und wir verarmen dabei. Schaun wir uns doch mal die Lehrer-Gehaltskurve an und stellen fest: Lehrer brauchen für das was sie leisten nicht wirklich jammern. Fixer Job, oft kurze Anreise zum Arbeitsplatz Schule, keine Leistungskontrolle und kein Risiko, unkontrollierbare Heimarbeit (wie viel wird da wohl wirklich gearbeitet...?), nach wie vor kaum Fortbildungen im Sommer (nur 5% aller Lehrerfortbildungen finden im freien Sommer statt, der Rest während der Arbeitszeit...), keine Dienstreisen - nun, das sind alles Aspekte, die dazu führen, dass Lehrer eh nicht so schlecht verdienen und nicht sudern brauchen.

Bist Du ein ÖAABler?

Deine Formulierungen erinnern sehr an die Chefin des ÖAAB!

"Her mit den Millionen, her mit dem Zaster, her mit der Marie"!

Nur, über die Gegenleistung wird gleich gar nicht mehr gesprochen. Die Nehmer der Gelder der Anderen, die verstehen sich als die neuen Herrenmenschen und würden es als Affront verstehen!

formulierung ginge besser, da stimm ich zu.
aber lesen wär auch nicht schlecht.
"her mit MEHR kohle für MEHR arbeit!!!" (zitat)
da wird beim Vorposter sehr wohl über Gegenleistung gesprochen.

Das passt doch auch nicht!

Das würde ja bedeuten, dass die Bezahlungen für die nicht geleisteten Arbeiten, nicht erreichten Resultet, der 124.000 Lehrpersonen aufrecht erhalten werden und die Aussicht auf vielleicht bessere Leistungen noch viel besser entlohnt werden.

Ich würde meinen, dass die Lehrpersonen erst einmal die Gegeleistungen für die erfolgten Zahlungen erbringen sollen und dann über eventuelle Korrekturen / Verbesserungen gesprochen werden kann.

Die Mehrarbeit nehme ich den freigestellten Lehrergewerkschafter niemals ab. Diese Typen haben ja schon lange die Glaubwürdigkeit der Österreicher verloren.

Eigentlich spielt es aber keine Rolle mehr, weil schon in wenigen Jahren die Schlage vollkommen anders sein wird.

Die Lehrer sollten kein Gehalt bzw. keine Pension, sondern Gutscheine für die Konsum-Supermärkte bekommen.

Die Lehrpersonen sollen endlich eine brauchbare Gegenleistung für deren Entlohnung bringen!

Das Problem ist doch vor allem die Leistung der Lehrpersonen, welche sich bei einem irren Personalstand von 2,2 Lehrpersonen pro Schulklasse in laufen fallenden Fähigkeiten der Absolventen manifestierte.

Diese jungen Menschen haben kaum mehr die Fähigkeiten etwas zu schaffen und erhebliche Schwierigkeiten im globalen Wettbewerb zu bestehen. Es wird also, zeitversetzt, zu fallenden Staatseinnahmen kommen müssen und die Finanzierung der Staatlichkeit, auch des Bildungssystems, zunehmend verloren gehen.

Wenn das so weitergeht, dann ist auch bald Schluss mit dem schönen Ruhegenuss, weil eben unfinanzierbar. Das ist dann der Fall, wenn kein Depp mehr die Ö Staatsanleihen zeichnet.

Diese Realität gefällt gar nicht, oder?

Jüngste Entwicklung, die ich kürzlich gelesen habe: Maturanten kaufmännischer Schulen können immer schlechter Rechtschreiben. Da stellts einem doch die Haare auf. 8 Jahre Pflichtschule, 5 Jahre höhere Schule und dann kommen Leute raus, die schwere Rechtschreibprobleme haben. Da läuft tatsächlich etwas schief.

Die haben doch einen Huscher und können die Realität nicht mehr begreifen!

Die Gewerkschaft blendet jede Leistungserbringung vollkommen aus und schreit nur nach mehr Geld, dem Geld der Anderen. Die Forderungen muss man auch im Zusammenhang mit den Ö Mitmenschen sehen.

Jahresbruttoeinkommen nach dem RH /Personaljahrbuch des Bundes:
Arbeiter:..............18.318.-
Selbstständige......23.657.-
Angestellte:.........34.146.-
Bundeslehrpersonen:...50.191-

Diese Überzahlung wird dann noch mit einer exzessiven Unterforderung bei der Leistungserbring garniert.

Nach der OECD Jahresunterrichtsleistungen:
Volksschulen:......779 Stunden
Sekundarstufe I:..607 Stunden
Sekundarstufe II:.589 Stunden

Die realen Jahresarbeitszeiten werden wohl bei etwa 1.000 Stunden pro Jahr liegen, also bei etwa 60%.

welch zahlen, ich habe sie vermisst!

checkliste des 1. parteilosen:
1. alle bundeslehrpersonen über einen kamm scheren - check!
2. irgendwelche zahlen hinschreiben - check!
3. jemanden angreifen - check!

"Die realen Jahresarbeitszeiten werden wohl bei etwa 1.000 Stunden pro Jahr liegen, also bei etwa 60%."

hammersatz, der aus keiner statistik herauszulesen ist, da er aus dem geistigen kapazitäten des parteilosen kommt, müssen wir es für wahr nehmen. warum? immerhin hat er erfahrung mit der thematik. woher? von postings! unbezahlbar...

Warum antworten Sie dem Herrn?

Das ist doch Zeitverschwendung.

weil es mir spaß macht...ich stelle mir da so ein rumpelstielzchen vor...

Verständlich, aber das ist nicht von Dauer. Ich "genieße" ihn schon aus dem Presse-Forum, nun ist für mich selbst das Rotstricheln seiner Beiträge vergeudete Lebenszeit.

"Bürger"pflicht" eines "Wirtschaftsflüchtlings" - selten so gelacht

Wie wahr

Ich nehme mir auch immer wieder vor, diesem Verrückten nicht zu antworten, kann es aber dann doch nicht lassen, weil meine Finger so jucken, aber wahrscheinlich sollte man es ohnehin so machen wie bei einem kleinen Kind mit Trotzanfall: nicht einmal ignorieren!!

Sie haben es noch immer nicht verstanden!

1) Keine Betrachtung der einzelnen Lehrperson sondern einen Gesamtbetrachtung des Bildungssystems.

2) Daher auch die Medianeinkommen, weil eben für eine Gesamtbetrachtung korrekt.

3) Es doch Bürgerpflicht Misstände deutlich aufzuzeigen um Österreich zu schützen. Wenn freche Nehmer sich angegriffen fühlen, dann ist ja der richtige Weg.

4) Hammersatz!
Wenn man eine Durchschnittsbetrachtung der Nebenzeiten über alle Unterrichtsgegenstände macht, also auch Sport, Religion, dann kann wohl ein Aufschlag von max. 60% auf die Unterrichtszeiten genommen werden. Daher also max. 1.000 Stunden pro Jahr.

Die 1.000 Stunden für das Hefteverbessern glauben doch nur die Lehrpersonen selber, sonst aber kein Österreicher.

woher nehmen sie bloß ihr "wissen" her? ich wünschte, ich wäre auch so allwissend!

Was die ÖsterreicherInnen...

...glauben, ist doch völlig irrelevant. Glauben heißt nichts wissen!

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