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Snowboardlehrer fühlen sich durch das neue Vorarlberger Skischulgesetz diskriminiert, der Skilehrerverband wiegelt ab.
Bregenz - Die Skischullobby im Land der Skipioniere hat viel zu tun: Sie kämpft gegen die Gebietskrankenkasse, die mit der Einforderung von Sozialversicherungsbeiträgen aus Sicht des Skischulverbands die Skischulen in ihrer Existenz gefährdet. Sie muss zur Kenntnis nehmen, dass immer mehr Skilehrer das Recht auf selbstständige Erwerbstätigkeit ganz ohne Zugehörigkeit zu einer Skischule wahrnehmen. Und nun fordern auch noch Snowboardlehrer die gesetzliche Gleichstellung mit Skilehrern ein.
Das neue Skischulgesetz, seit September gültig, umfasst, so steht es im Gesetz, "alle Arten des Schilaufes, auch das Fahren auf schiähnlichen Sportgeräten". Den Umgang mit diesen Geräten dürfen aber nur Skischulen oder konzessionierte Skilehrer beibringen. Snowboardlehrer bekommen keine Konzession, musste Andreas Margotti erfahren. Der Antrag des diplomierten Snowboardlehrers und wurde abgelehnt. Über die Berufung wird der Unabhängige Verwaltungssenat entscheiden.
Eine Konzession bekomme nur, wer ein Diplom als Skilehrer vorweisen könne, sagt Erich Melmer, Obmann des Skischulverbands. Dem Verband, der gleichzeitig Skischulen und -lehrer vertritt, wurde von der Landesregierung die Verantwortung für die Ausbildung übertragen. In Vorarlberg wolle man höchsten Ansprüchen genügen, betont Melmer, eine Snowboardlehrerausbildung, auch wenn sie in der Bundessportakademie gemacht wurde, reiche nicht aus. "Wir haben uns der dualen Ausbildung verschrieben, jeder muss auch ein Skilehrerdiplom haben."
Dieses Vorarlberger Spezifikum wolle man beibehalten, bekräftigt Günter Kraft, Sportreferent der Landesregierung. Eine Abkehr von diesem Prinzip würde das ganze "Gefüge durcheinanderbringen", glaubt auch Sportlandesrat Siegi Stemer (VP). Snowboarder könnten ja Spartenskischulen eröffnen, sind sich Stemer und Melmer einig. Voraussetzung für eine Spartenskischule sind ein eigenes Büro und ein eigener Sammelplatz. Dass Einzellehrer diese Kriterien nicht erfüllen können, versteht Landesrat Stemer. "Wir werden nun prüfen, ob wir vielleicht beim Anerkennungsverfahren einen Spielraum für die Snowboarder haben." Für Margotti, dessen Behördenverfahren von einer Gruppe Snowboardlehrern mitgetragen wird, steht fest: "Wir möchten die Gleichstellung mit den staatlichen Skilehrern im Gesetz."
Nicht akzeptieren will man im Land der hohen Qualitätsansprüche die jüngste Qualitätssicherungsinitiative der EU, den "Europäischer Berufsausweis" für Skilehrer. Zehn Länder, darunter auch Österreich, wollen den Ausweis einführen, Erich Melmer nicht. "Die Wiener wollen einfach nicht verstehen, dass Skischulgesetze Ländersache sind. So ein Ausweis kann doch unser Anerkennungsverfahren nicht ersetzen. Wer bei uns unterrichten will, muss die entsprechende Ausbildung vorweisen." Skilehrer aus anderen EU-Ländern müssen sich durch den Verband prüfen lassen.
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Jeder Konzessionierte Skilehrer hat in Vorarlberg das Recht Snowboardunterricht zu erteilen, obwohl für sie die Ausbildungszeit am Snowboard nur 15 Tagen (wenn überhaupt) beträgt. Diese Ausbildung wird in Anerkennungsverfahren kulanterweise mit dem Snowboardlandeslehrer anderer Bundesländer gleichgesetzt. Die Ausbildungszeit für Snowboardlandeslehrer liegt in den anderen Bundesländern zwischen 20 und 25 Tagen.
Ein staatlich geprüfter Snowboardlehrer hat vergleichsweise eine Ausbildungszeit von rund 68 Tagen (inkl. Landeskurse) auf seinem Sportgerät. Inklusive Snowboardführer kommt man auf 92 Tage Ausbildung.
Es ist nicht einzusehen, dass jemand mit der 4fachen Ausbildungszeit nicht das gleiche Recht bekommt wie ein staatlicher Skilehrer.
... i finde das immer wieder interessant, wie sich die preiskalkulationen der schischulen in den winterorten gleichen...
das ist doch toll, dass die völlig unabhängig von einander zur selben höhe finden! ein eindeutiger beweis funktionierender marktwirtschaft ;))
Die Politik der Vorarlberger Alteingesessenen ist einfach unglaublich, und dass diese so eine Macht im Land haben, dass die Landesregierung sich auch nicht traut, dagegen zu arbeiten, ist wirklich ein Jammer. "Alle müssen ein Skidiplom haben" was glauben die Herrn Mehlmer und wie sie alle heissen eigentlich, wer sie sind? Eine staatliche Ausbildung, die bei den genau gleichen Institutionen absolviert wird, muss anerkannt werden. In Wahrheit besteht bei diesen Leuten nur die Angst, dass die guten Snowboardleute ihnen lukrative Kunden aus den Skischulen wegnehmen. Ein herzliches Ski Heil an die peinlichen Vorstellungen der Skioligarchen im Westen Österreichs! Gut, dass die mediale Präsenz des Themas stetig steigt!
eine 'Staaliche Snowboardlehrerausbildung' reiche nicht aus? es wird langsam an der zeit das Vorarlberg sowie die anderen Bundesländer bei denen eine 'staatliche' Ausbildung im Landesgesetz keine Erwähnung findet diese zu akzeptieren, ich kenne keine andere Berufsgruppe wo eine 'Staatliche' Ausbildung in den jeweiligen Bundesländern NICHT Akzeptiert wird.
Schi Heil ;-)
Darum geht's ja. Die Skilehrer müssen in VA auch alle Snowboarden können und das auch lehren können.
Da will jetzt aber jemand, der nicht skifahren kann (oder nicht gut genug um es zu lehren), nur Snowboarden lehren.
Persönlich würde ich meinen, lassts ihn halt nur Snowboarden lehren, aber ich wollte hier nur nochmal die Hintergründe korrekt auf den Tisch bringen.
naja leonardo, so einfach ist es halt auch nicht, ein Skilehrer der bis zur Staatlichen Ausbildung keinen Snowboardlehrer hat wird es ermöglicht in einem 4 tage dauerndem 'Schnell******er' verfahren einen SB Anwärter bzw. eine Landeslehrerausbildung zu machen, während es erforderlich ist für eine Lehrberechtigung in Vbg. eine Abgeschlossene Landesskilehrer Ausbildung vorzuweisen, somit stehen 4-8 Ausbildungstage der Skilehrer ca. 30 oder mehr tage der SBlehrer gegenüber.
Ich kenne mehr SBlehrer die das Skifahren besser beherrschen als die Skilehrenden Kollegen das Snowboarden.
das liegt nicht an Vorarlberg sondern an Hernn Melmer und Co. die einfach zu alt und engstirnig sind für diesen Job.
Spätestens wenn man die Ausbildung im Sommer auf dem Gletscher einmal miterlebt hat, dann weiß man wo das Problem liegt. Von dualer Ausbildung kann da keine Rede sein, man steht hauptsächlich auf den Skiern.
das problem ist nach wie vor, dass melmer nur seine freunde (schischulleiter) vertritt. övp-nahe mafia, wie es nur in berlusconis italien noch gibt. unglaublich was da abläuft. der lecher bürgermeister ruft zur verweigerung von quartieren, für konzessionierte auf.
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