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Maribor - Eine Buchseite, die zunehmend mit Kreide bestäubt und so immer unleserlicher wird; von Geisterhand gespielte Trommeln; scharfe Messer, die als Sesselbeine fungieren und durch ihr Zucken erschrecken: Rebecca Horns Ausstellung in der Umetnostna Galerija in Maribor (UGM) ist eines der unbestrittenen Highlights des Kulturhauptstadtjahres 2012. Die 1944 in Hessen geborene Bildhauerin, Aktionistin und Filmemacherin fungiert selbst als Kuratorin ihrer Retrospektive, zu der sie auch eine jüngere deutsche Künstlergeneration eingeladen hat, deren Werke mit ihrem OEuvre in Dialog treten.
Außerdem schuf Horn eigens für Maribor eine Rauminstallation mit dem bezeichnenden Namen Irrlichter. Dennoch kann von einem ironischen Kommentar zur Kulturhauptstadt keine Rede sein - rotierende Spiegel, die unterschiedliche Perspektiven auf ein gutes Dutzend Totenschädel zeigen, sprechen eine so ernste wie barocke Sprache.
Die Kulturhauptstadt hat aber auch sonst in der Galerie keine nachhaltigen Spuren hinterlassen. Die städtische Institution hätte 2012 in einen Neubau übersiedeln sollen. Doch die Stadt stoppte dieses Projekt und wälzte andere Neubau-Pläne. UGM-Direktorin Breda Kolar Sluga will die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben: Im letzten Dokument, sagt sie, sei von einer Realisierung Ende 2014 die Rede. (höll, DER STANDARD, 11.10.2012)
Bis 11. 11. , Rebecca Horn & Gäste, UGM, Strossmayerjeva 6: www. ugm.si
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