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Mario Monti hat den wohl letzten Baustein seiner Reformpolitik gesetzt - zumindest in dieser Legislaturperiode. Ziemlich überraschend enthält das Stabilitätspaket des Kabinetts nicht nur neue Ausgabenkürzungen und Belastungen, sondern auch eine Senkung der Steuern für kleine und mittlere Einkommen. Worauf Österreich vergeblich wartet, ist in dem weit höher verschuldeten Nachbarland möglich.
Will Monti also mit einem hübschen Abschiedsgeschenk in den Ruhestand treten und seinen Nachfolgern eine hohe Budget-Hypothek hinterlassen? Ganz und gar nicht. Denn Rom erwirtschaftet bereits jetzt kräftig mehr Einnahmen, als es Staatsausgaben hat, Zinszahlungen auf die Staatsschuld ausgeklammert. Die Tendenz ist dabei stark steigend. Bei aller berechtigten Kritik an der hohen Verschuldung Roms von knapp zwei Billionen Euro: Der Budgetpfad des Landes ist weit ambitionierter als der österreichische.
Daher hat Monti Spielraum, der auch richtig genützt wird. Denn gerade Beschäftigung und Wachstum sind gravierende Probleme, ohne deren Lösung der hohe Schuldenstand Roms nicht tragbar wäre. Mit der Senkung der Einkommensteuern gepaart mit Liberalisierungsschritten wird nun ein kräftiges Konjunktursignal gesendet. Die Gegenfinanzierung über die Mehrwertsteuererhöhung mag zwar den Konsumenten schmerzen. Doch der Vorteil durch die Entlastung des Faktors Arbeit überwiegt eindeutig. (Andreas Schnauder, DER STANDARD, 11.10.2012)
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wenn ALLES um 1% teurer wird und einige 1% weniger Steuer zahlen ist das nichts anderes als ein Programm zum abwürgen der wirtschaft.
Die Arbeitslosen, Mindestpensonisten etc. zahlen drauf und konsumieren notgedrungen weniger.
Naja, und eigentlich auch die Mittelklasse, weil soviel Ausnahmen gestrichen werden dass von der 1% Steuerersparnis wenig überbleiben wird... aber vl weiß das der der Hr. Schnauder nicht...
Der private Konsum ist nur eine von vielen Konjunkturantrieben.
Für das mittel- und langfristige Wirtschaftswachstum bedeutendere Konjunkturantriebe, nämlich Geschäfte unter Firmen, sowie Investitionen in Firmenanlagen, sowie Exporte sind von der Mehrwertsteuer nicht betroffen.
Diese geben aber langfristig den Ausschlag.
http://derstandard.at/134828540... revidieren
Die Kirche kommt mit einem blauen Auge davon und muss nun doch weniger Immobiliensteuer zahlen, als ursprünglich geplant war. Und auch Ex-Regierungschef Silvio Berlusconi dürfte von den zur politischen Diskussion stehenden Steueränderungen profitieren, welche auch eine Änderung in der Erbschaftssteuer vorsehen.
Ich biete durch MWSt-Erhöhungen einen Anreiz, weniger zu konsumieren. Dadurch sparen alle Bürger und am Ende habe ich mehr Wirtschaftswachstum, was mir hilft die Schulden abzubauen.
DAS KANN NICHT GEHEN.
Es kann NUR gehen, wenn am Ende alle Menschen SCHULDEN machen und somit die staatlichen Schulden abgebaut und die privaten mehr werden.
Am Ende sind die staatlichen Haushalte saniert und die privaten Haushalte kaputt.
ALLE privaten Haushalten?
NEIN, 1% der privaten Haushalten haben ein Vielfaches mehr als vorher.
Womit das Ziel erreicht wäre...
Es ist nicht unerheblich, ob ein Staat seine originären Aufgaben finanzieren kann, oder auch nicht. Deshalb wird hier die Zinslast ausgeklammert.
Wenn Sie sich z.B. Griechenland ansehen, werden Sie feststellen müssen, dass dieses - selbst wenn man alle Schulden streicht und die nichts mehr bezahlen müssen - seine Staatsausgaben nicht finanzieren kann (Stw. strukturelles Defizit). Umgekehrt bedeutet das, dass dieses Land - finanziell - nicht überlebensfähig ist.
zinszahlungen sind keine feste größe. sollten tatsächlich bei ausgeklammerten zinsen die einnahmen die ausgaben übersteigen, wird das vertrauen in die italienische wirtschaft und den staat wieder steigen. und darüber hinaus wird die schulden eines landes ins verhältnis zum bip gesetzt. steigt das bip wird auch diese kennzahl besser.
beides sind faktoren die wesentlich die bonität des landes verbessern und damit die zinsenlast reduzieren.
.....Burli.
Würde nur die Mwst. erhöht ist es eine volle Belastung der Verbraucher. So aber nun steigt die Kaufkraft und die höhere Mwst ist leichter verkraftbar für den Konsumenten, wobei es durch vermehrten Kauf und Zahlung der damit verbundenen Mwst. gleich wieder an den Fiskus zurückfließt. Es wurde jedoch ein Produkt gekauft an dem eine Wertschöpfungskette hängt und viele in Beschäftigung hält. Daher eine sinnvolle Maßnahme
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