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Foto: 6.000 Lehrer und Lehrerinnen werden in zweitägigen Schulungen zu Wahlhelfern ausgebildet
Das Gebäude der zentralen palästinensischen Wahlkommission in Ramallah wirkt riesig für eine Nation ohne Staat, die das letzte Mal vor 6 Jahren wählen durfte, als die Hamas die Parlamentswahlen 2006 gewann, jedoch danach international boykottiert und sanktioniert wurde.
"Auch wenn wir schon lange keine Wahlen hatten, müssen wir ständig bereit sein", sagt Farid Taamallah, Medienkoordinator der Wahlkommission. Wie Ebbe und Flut bewegte sich die Aktivität der palästinensischen Wahlbeauftragten jahrelang auf und ab. Je nachdem, wie wahrscheinlich Wahlen zu einem gegebenen Zeitpunkt waren. Mindestens drei Mal war schon alles für die Lokalwahlen vorbereitet, bevor der Wahltermin erst wieder abgeblasen wurde. Doch jetzt scheint die Ebbe vorbei zu sein, und bald sollen die Wahlurnen mit Stimmzetteln geflutet werden.
"Wir trainieren 6000 Wahlhelfer", sagt Taamallah in seinem Büro in Ramallah. Dazu werden rund 180 Trainer eingesetzt. So sollen am 20. Oktober die Palästinenser im Westjordanland nun endgültig ihre Gemeindevertreter wählen können. Flugblätter mit dem Wahlgesetz wurden ausgeteilt. Karten mit den Wahlbezirken auf Hochglanzpapier gedruckt. 6.5 Millionen US-Dollar seien in die Vorbereitungen investiert worden. Doch zu wählen gibt es für die meisten eigentlich nichts.
Nicht nur, weil die islamistische Hamas von den Wahlen ausgeschlossen ist und auch im Gazastreifen keine Wahlen abgehalten werden. Denn selbst dort, wo gewählt wird, gibt es kaum eine wirkliche Wahl: von den 353 Wahlorten im Westjordanland werden faktisch nur die Bewohner von 94 am 20. Oktober ihre Stimme abgeben. In 181 Orten haben sich die Meinungsmacher im Dorf schon im Vorhinein auf nur eine einzige Liste geeinigt. In 78 weiteren gibt es noch gar keine Kandidaten. Deshalb sollen diese 78 in einem zweiten Wahlgang im November ihre Stimme abgeben.
Für viele Palästinenser sind die Lokalwahlen besser als gar nichts. Denn auf eine Versöhnung der zerstrittenen Parteien Fatah und Hamas - eine Voraussetzung für Parlamentswahlen oder Präsidentschaftswahlen - will niemand mehr hoffen. Islamistische Parteien werden sich auf den Stimmzetteln nicht wiederfinden, entgegen dem Willen vieler Palästinenser. Und in Ostjerusalem darf ohnehin niemand Wählen, denn das verbietet Israel.
Für die Wahlkommission sei die Motivation der Wähler jedenfalls die größte Herausforderung, sagt Taamallah. Doch damit sollte er besser in der eigenen Kommission anfangen. „Ich weiß noch nicht, ob ich zur Wahl gehen werde", sagt ein Schulungsbeauftragter der Wahlkommission am Weg zu einem Training. „In meinem Dorf gibt es auch nur einen Kandidaten. Ich muss erst warten, wer das ist. Wenn er mir gefällt, wähle ich. Wenn nicht, dann nicht." (Andreas Hackl, derStandard.at, 10.10.2012)
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Ein ganz heißes Thema!
Aber die Wahlen - oder präziser: das Fehlen von Wahlen - affiziert wirklich kaum jemanden der Israelbasher in dem Nahostthread - mit löblicher Ausnahme von den postern Rabe, Radek und ridentem. Und diese nehmen spannenderweise in keinem Satz dazu Stellung, daß im Bereich der PA längst Wahlen anstehen, und zwar sowohl im Gazastreifen als auch in den Areas A, B und C.
Dabei geht es um die Wahlen zum Amt des Präsidenten, denen der Abgeordneten zur Nationalversammlung und den Gemeindewahlen. Dazu hat niemand von den Israelbashern irgendetwas gepostet.
Es gibt am 16.10. genau 17 postings zu dem Artikel vom 10.10.
Zum Vergleich: Wahlen in Israel: 3 Artikel, innerhalb von zwei Tagen 33 postings, davon 17 (!) negative...
es unterbindet auch die Mobilität zwischen den Regionen und Gaza. Das verunmöglicht eine Wahlbewegung ebenso.
Auch tut Israel alles um eine Annäherung zwischen Fatah und Hamas zu vereiteln.
Warum fürchtet Israel sich so vor Wahlen in Palästina?
@Rabe und Radek
Ihrer unmaßgeblichen Meinung nach ist also Israel doch tatsächlich daran schuld, daß die Wähler in den Areas und im Gazastreifen nicht wählen dürfen...
Sie sind halt schon sehr einfach gestrickt!
Das die wahlwerbenden Terrorgruppen jeweils den Gegner (der nicht Israel war, sondern der arabische Bruder!) von Dächern hinuntergeworfen haben, gefoltert haben, erschoßen haben, ihm in die Kniescheiben geschoßen haben, seine Töchter und Frauen vor seinen Augen mehrfach vergewaltigt haben - ist auch daran Israel schuld?
Wenn man ihre Beiträge liest, dann muß man wirklich den Eindruck gewinnen, diese Leute seien nicht für ihre Taten selbst verantwortlich, sondern alle von Israel ferngesteuerte Roboter.
Sie sind peinlich!
denen nichts mehr am Herzen liegt als endlich in brüderlicher Einheit mit den jüd. Cousins in Einvernehmen zu leben, erscheinen, ansonsten man ja die (unterstellte) Ruchlosigkeit und Amoralität der Juden nicht so recht in die Nähe der Nazis bringen könnte, wo sich dann wieder der Kreis schließt, weil man sich insgeheim und unzugegebener Massen, wohl auch vor sich selbst, eben dessen grämt und schämt, was die (Groß)Vätergeneration so alles an denselben erwiesener Massen begangen hat, und daher die Annäherung Israels an Nazi-Dt. eben dieses Gefühl relativieren soll.
Deshalb wird ja in Analogie zum immer wieder beanstandeten A-Keulenvorwurf jede Kritik, vorallem eines Juden, an d. Pal. zum jüd. Nationalismus uminterpretiert.
Vom Standpunkt des Besatzers ist es verständlich, dass sie alles dazu beitragen die Besetzten zu spalten und ihrer Führung zu berauben.
Eine gewählte Führung hätte noch wesentlich mehr Legitimation, die könnte Israel nicht mehr so einfach beiseite schieben.
Demokratie kann schon gefährlich sein - für eine Gewaltherrschaft!
"...als die Hamas die Parlamentswahlen 2006 gewann, jedoch danach international boykottiert und sanktioniert wurde."
Oh nein!
Die Hamas wurde schon vor den Wahlen international boykottiert und sanktioniert - und zwar völlig zu Recht!
Und es hatten Israel ebenso wie die Staaten der EU und die USA schon lange vor den Wahlen ganz klar ausdrücklich ausgeschlossen, mit einer Hamas-Regierung zusammenzuarbeiten.
Der Autor insinuiert fälschlich, das Wahlvolk wäre über diese Haltung im Unklaren gelassen worden und hätte somit gar nicht gewußt, daß es zu einer völligen politischen Isolation führe würde, wenn die Hamas gewählt würde.
Dem ist aber, wie gesagt, nicht so. Die Wähler wußten das ganz genau, und haben dennoch die Hamas gewählt...
.
niemand schreibt Ihnen vor, dass Sie nicht fpö oder npd oder dergleichen wählen dürfen.
aber WENN Sie es tun, dann müssen Sie halt damit leben, dass manche leute Ihr wahlverhalten kommentieren, bzw. kritisieren - und gegebenenfalls entsprechend unamüsiert reagieren.
und nur weil die fpö von vielen leuten gewählt wird, muss ich sie nicht als respektablen und vertrauenswürdigen ansprechpartner akzeptieren (das selbe gilt für Fidesz, Jobbik, Front National, Vlaams Blok etc. etc. ...)
da gibts auch nicht die Möglichkeit, eine NSDAP zu gründen und schon gar nicht zu wählen (und ich Tor bin auch noch froh darüber). Ihrem Standpunkt nach sind auch in Österreich die Voraussetzungen für eine Demokratie dann nicht gegeben.
Ihr Standpunkt ist da näher bei Herrn Ahmadi Nejad und seinem hübschen Brieflein an Frau Merkel? Ja, keine echte Demokratie, auch wenn man sie sich grad wünscht, nur Erniedrigung und Unterdrückung für die sympathischen Verlierer des einen oder anderen Krieges?
entscheidet österreich
weiterdenken dürfens selber, auch wenn sie sich anerkennenswerter weise selber als tor bezeichnen und ich als höflicher mensch da nicht widerspreche
artikel 9 schränkt ein, "welche parteien in österreich erlaubt sind und gewählt werden dürfen", das "entscheidet österreich" eben nur mit einschränkung und daß ich mich über diese einschränkung freue, die grundlage eines freien und demokratischen österreichs, macht mich zum tor.
"weiterdenken dürfens selber, auch wenn sie sich anerkennenswerter weise selber als tor bezeichnen und ich als höflicher mensch da nicht widerspreche"
gut.
"schon gemein, wenn wähler sich nicht vorschreiben lassen, was sie wählen sollen und was nicht...": ist das jetzt ein originalzitat vom 10. April 1938 oder sind es nur die parallelen zwischen der verfasstheit der hamasherrschaft und historischen entwicklungen im europa der 1930er?
empfehle auch artikel 6.
@ridentem
Halten sie allen Ernstes diese Auswirkungen für unrechtmäßig, habe ich sie nun schon drei mal gefragt.
Sie bleiben weiterhin jedes Argument zu dieser Behauptung schuldig, obwohl sie mittlerweile mehrmals zu anderen Artikeln gepostet haben.
Diese Haltung ist nicht nur bei ihnen Strategie, sondern bei vielen israelbashern im Forum - wiewohl sie persönlich sich dabei besonders hervortun:
Sie behaupten larmoyant halt irgendetwas, das ihrer unmaßgeblichen Meinung entgegenkommt, und jedenfalls Israel einen Vorwurf macht. Das ihnen jeder faktische Beleg (und wohl auch jegliches Wissen!) dazu fehlt, stört sie dabei in keiner Weise - Hauptsache, Israel ans Bein pinkeln, sei es auch noch so absurd dahergelogen.
den Israel-Bashern geht es ja nicht um eine inhaltliche Diskussion mit der Absicht ein Thema in seinen verschiedenen Aspekten zu durchleuchten, sondern viel niedrigere menschliche Bedürfnisse zu befriedigen.
Wie ich user rdv schon an anderer Stelle geschrieben habe, Gott sei Dank ist es letztlich für diesen Konflikt vollkommen gleichgültig was dieser user und Konsorten über den Konflikt denken, und das ist es wohl auch, was sie irgendwo, wenigstens unbewusst, zutiefst frustriert.
Wer weiß, vielleicht handelt es sich überhaupt um Menschen, denen letztlich niemand wirklich zuhört, weil sie am Ende einfach nur Schrott von sich geben.
Die Frage ist nur des öfteren, ob es die Energien überhaupt wert sind.
Es gibt ja nicht wenige Poster, denen man an einer Stelle Ihren Schrott als solchen aufweist, nur damit sie diesen an anderer Stelle immer wieder von Neuem auftischen, als wäre gar nichts gesagt worden.
Wie man so schön sagt: solche Poster lassen sich eben einfach nicht durch Fakten verwirren ;-)
@Martin Dobes
Deswegen will ich auch nicht auf jedes dieser widersinnigen postings reagieren. Man soll wohl auch gar nicht so viel Energie hineinstecken.
Aber der Mensch ist schwach, und manchmal erliege ich dann doch der Versuchung, diese poster wie Ochsen am Nasenring in der Manege vorzuführen...
Weder Sie noch ich vermögen es, eingefleischte Israelhasser und Antisemiten von ihren vorgefassten (und zum Teil von den Vorgenerationen übernommenen) Haltungen abzubringen.
Und tatsächlich habe ich ja nun wirklich kein therapeutisches Mandat, diese poster an eine Heilung heranzuführen. Das wäre (mit erheblichem Aufwand zwar, aber doch) durchaus möglich, aber ich stehe dafür nicht zur Verfügung...
Speak softly and carry a large stick...
Schönes Beispiel Ihrer seltsamen Wahrnehmung und nur schwer vergleichbaren Überheblichkeit.
Mit der Realität hat das allerdings sehr wenig zu tun.
@Ver()
Ich habe unglaublich mehr Wissen als die Meisten der hier unablässig israelbashenden poster, Wissen zur Geschichte der Region, der Religionsgeschichte, den juristischen Hintergründen, usw.
Meine Wahrnehmung ist deshalb seltsam, weil ich von ihnen und den ihnen gleichgesinnten postern fast ausschließlich sehr Seltsames wahrnehme.
Und wie sie sehr richtig feststellten, haben ihre postings und jene der israelhassenden Terrorapologeten hier im thread mit der Realität sehr wenig zu tun.
Zum Inhalt der vorangegangenen postings in diesem thread haben sie im Übrigen kein Wort verloren - ich weiß, warum.
Weder poster Rabe, Radek noch ridentem haben auf sachliche Kritik auch nur ein Wort der Erwiderung gehabt - und was ist mit ihnen?
"Ja, danke, ich bin mir meines Wertes eben bewußt..."
Wollen Sie damit etwa andeuten, dass Sie mehr wert seien als andere Poster? Wo Sie doch über so unglaublich viel mehr Wissen verfügen...
Interessanterweise formulieren Sie es sogar selbst:
UNGLAUBLICH
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