Tschetschenen demonstrieren für Bleiberecht und Familie

10. Oktober 2012, 19:18
  • Tschetschenen demonstrierten in Bregenz für das Bleiberecht eines jungen
 Vaters. Der Mann soll nach Russland abgeschoben werden. Dort drohe im 
der Tod, war auf Transparenten zu lesen.
    foto: der standard/stiplovsek

    Tschetschenen demonstrierten in Bregenz für das Bleiberecht eines jungen Vaters. Der Mann soll nach Russland abgeschoben werden. Dort drohe im der Tod, war auf Transparenten zu lesen.

35-Jähriger muss gehen, Frau und Baby dürfen bleiben

Bregenz - "Abschiebung nach Moskau=Tod" steht auf einer Tafel, auf der anderen: "Recht auf Familie". Rund 70 Tschetschenen demonstrierten am Mittwochnachmittag in Bregenz gegen die Abschiebung eines jungen Mannes. Danial M., Vater eines zehn Monate alten Sohnes, sollte am Mittwoch per Flugzeug nach Russland gebracht werden. Zeitgleich mit dem Protest in Bregenz hätte die Abschiebung stattfinden sollen. M. widersetzte sich, wurde aus dem Flugzeug in Wiener Polizeigewahrsam gebracht.

"Wir wissen nicht, wo er ist", sagt sein Schwager am Rande der Demo. Über SMS wurde zum Protest aufgerufen. Etwa 70 der rund 1400 in Vorarlberg lebenden Tschetschenen kamen. "Uns geht es nicht nur um Danial", sagt der Lehrling Rashid Arsamkaev: "Wenn die Aktion ihm nicht hilft, dann vielleicht anderen."

Für humanitäres Bleiberecht

Die Gruppe demonstriert für humanitäres Bleiberecht. M. habe darum angesucht, statt einer Entscheidung gab es die Abschiebung. M. habe das Bleiberecht verwirkt, sagt Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler (VP). Er sei straffällig geworden. M. sei vor fünf Jahren in Traiskirchen in eine Schlägerei verwickelt gewesen, habe eine bedingte Strafe bekommen, räumen seine Freunde ein. Aber: "Alle anderen, die auch dabei waren, dürfen bleiben." Die Entscheidung der Behörde sei moralisch zu hinterfragen, sagt Caritas-Flüchtlingsbetreuer Martin Fellacher: "Man müsste das Recht auf Familie in die Waagschale werfen." (jub, DER STANDARD, 11.10.2012)

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Verantwortung

Übernimmt der Caritas-Flüchtlingsbetreuer Martin Fellacher die persönliche Verantwortung für ihn?

Frau Brickner,

bitte übernehmen!

Schleunigst und g`fälligst.....

er ist über die slowakei eingereist, also wieder zurück mit ihm.

also sollen straffällige auch schon bleiben.

Warum snd sie eigentlich nur "muslimisch" verheiratet?

Feidnseligkeit gegen staatliche Heirat oder "Kinderbraut"?

Herr M. ist auch standesamtlich verheiratet!

Seit wann?

Gewaltbereite Väter sollte man von Kindern prinzipiell fernhalten, und solche Immigranten braucht Österreich auch ganz sicher nicht.
Insofern hoffe ich das er nun endlich das Land verlassen wird.
Sobald der Bevölkerung klar wird das anerkannte Flüchtlinge sobald sie Straffällig werden konsequent abgeschoben werden, wird sich auch das Image der hierbleibenden verbessern.

richtig - sobald sie straffällig werden und nicht 5 Jahre danach

Sein drittes Verfahren war erst jetzt abgeschlossen und er hat die Freiwillige ausreise verweigert. Das kann sich schon mal 5 Jahre hinziehen.
Aber sie können das gerne im Link von Opus 4 nachlesen.

http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente... 12_00.html

Und welche NGO hat es organisiert?

die schilder haben sie nicht selbst geschrieben.

Der Betreuer

der Caritas hat auch im Radio gesagt, dass die Familie höher zu bewerten ist als die strafrechtlichen Vergehen. Daher sollte er humanitäres Bleiberecht erhalten... :(

aha. Das sollte der Herr Caritas vielleicht einmal einem Vergewaltigungsopfer so ins Gesicht sagen.

Ich wäre wirklich gespannt welche Reaktion das auslöst...

was wird besser, wenn der Vater zweier Kinder (die Frau ist wieder schwanger) abgeschoben wird?
Er war straffällig, ja, aber ein Öst. Staatsbürger hätte eine Diversion bekommen, er erhielt zwei Wochen bedingt. Das kann keine große Straftat gewesen sein, aber der AGH machte es dazu.

Wie selbst der Asylgerichtshof im Urteil festhielt - so lange hier, versteht kaum Deutsch, spricht kaum Deutsch, hat neg. Urteile ignoriert, und die Straftaten sind nur dass Sahnehäubchen bei der Geschichte.

Besser wird jedenfalls, dass jemand, der sich nicht im geringsten integriert hat, sich nicht selber Versorgen kann, und seine Familie noch weniger, abgeschoben wird. Für sowas gibt es sicher kein Asyl, und - ja, dass sind die Fälle wo es gut ist, dass es keins gibt. (Trotz großem Geschrei, und organisierten Protesten, von eilige herbei gerufenen).

Wenn die Frau ihn liebt geht sie mit ihm nach Hause.

Caritas

Danke. :) Und dennoch vermute ich, stehen - vor allem hinter der Demonstration, auch noch andere Gruppen, NGO - und weniger die Caritas. Diese sind bisher nicht unbedingt auf einschlägigen Abschiebegegner Webseiten aufgefallen, zu Demonstrationen aufzurufen, oder ähnlichem.

Die von der Caritas werden sich noch wundern, was da alles auf sie zukommt, wenn sie weiterhin so weltfremd agieren ... (Da ist es dann mit der 2. Backe auch nicht getan!)

Übrigens selbst die Kleine Zeitung schafft es, alles zu schreiben, 3 Asylanträge abgelehnt, straffällig geworden, etc. Wieso schaffen diese es? Wissen Sie es, Fr. B.? Schreiben Sie doch einmal einen Bericht, über Menschenunwürdige Zeitungsartikel in anderen Zeitungen, die "arme Schutzbedürftige, menschenunwürdig, diffamieren, die unbedingt da bleiben müssen", dafür gibt es sicher wieder einen Preis. <Sarkasmus: Ende>

http://www.kleinezeitung.at/nachricht... chen.story

Diesen Artikel hat ein anderer JournalistIn verfasst, was ganz leicht daran zu erkennen ist das überhaupt davon berichtet wird das er einmal Straffällig geworden ist.

Lafetten, ja sowas, sie haben Recht. Schande ...

Der Fortschritt, ja, es ist einer - von vielen. Siehe bspw. die Berichterstattung von Fr. S. bezüglich solcher Themen. (Da kann ich mit Lob garnicht genug sparen).

@Pennypacker, ja, ich las es - auch den Passus mit mehrmaligem ignorieren der Bescheide, aber besonders Pikant ist der Passus mit dem "Recht auf Familie, was lt. Vater (der - wie auch festgehalten wurde kaum Deutsch spricht, trotz langjährigen Aufenthalts hier), es als Demokratieunwürdig ansieht, wenn Familien getrennt würden. (Lässt auf Caritas - oder sonstige NGO (sind ja meist nicht nur eine Gruppe allein - solche Themen werden von vielen aufgegriffen) schließen.

Und genau um solche Fälle kämpfen die ... Jenseitig.

Nur werde er - laut unten verlinkter Entscheidung - nicht einmal, sondern mehrmals straffällig. Und verurteilt wurde er wegen anderer Delikte als der hier erwähnten "Schlägerei".

Ich empfinde es trotzdem schon als großen Fortschritt das man hier nicht nur von den armen Unschuldlämmern spricht. :-)

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