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Frankfurt am Main - E-Book-Leser kaufen nach einer Studie der Universität Hamburg auch weiterhin gedruckte Bücher. "Eine Kannibalisierung gedruckter Bücher findet kaum statt", schreiben die Autoren einer am Mittwoch zur Frankfurter Buchmesse veröffentlichten Untersuchung des Instituts für Marketing und Medien. Demnach kaufen 22 Prozent der E-Book-Nutzer auch mindestens drei gedruckte Hardcover-Bücher im Jahr - verglichen mit 15 Prozent der Befragten, die keine E-Books lesen.
Bei Taschenbüchern sind die Unterschiede geringer. Wer E-Books lese, kaufe generell mehr Bücher, erklären die Forscher. Dabei werden die gedruckten Bücher vor allem zu Hause, E-Books meist unterwegs gelesen.
Für E-Books geben die Nutzer durchschnittlich 50,62 Euro im Jahr aus. Für gedruckte Bücher sind es 115,67 Euro - bezogen auf alle Käufer. Bevorzugter Online-Shop für den Kauf von E-Books ist der Studie zufolge mit großem Abstand Amazon - hier kauften 79 Prozent der Befragten zumindest einmal ein.
Danach folgen bei möglicher Mehrfachnennung Thalia (24 Prozent), Weltbild/Hugendubel (20 Prozent), der Apple-Shop iTunes (19 Prozent), das nichtkommerzielle Projekt Gutenberg (7 Prozent), Libri.de (7 Prozent) und der Online-Shop der eigenen Buchhandlung (6 Prozent). Für die Studie wurden insgesamt mehr als 2500 Menschen befragt, unter ihnen 1157 E-Book-Leser. (APA, 10.10.2012)
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natürlich geht es zu Lasten des Buches, denn die Konsumenten von e.books sind ja keine neue außerirdische Rasse, sondern eben Leser und bei den Jungen, nachwachsende Leser. Gäbe es ebook nicht, würden sie ja auch nicht aufs Lesen verzichten. Und das Zeitbudget wird ja nicht größer sinder eher kleiner. Bedenkt man, dass e-books überdurchschnittlich bei den Jungen - also bei der Kundschaft für die nächsten Jahrzehnte- beliebt ist, wie kann man dann solch einen Unsinn behaupten - es sei denn, man betreibt Lobbyarbeit oder ist eben ....
Ist mühselig, aber gerade Amazon versieht auch Sachen mit Kopierschutz, die bei anderen Anbietern ohne "hartes" DRM zu haben sind. Also kauf ich dort nix.
(Und ich kauf definitiv weniger Totbaumbücher, weil sich meine potentielle Lesezeit ja nicht vergrößert hat.)
"22 Prozent der E-Book-Nutzer kaufen auch mindestens drei gedruckte Hardcover-Bücher im Jahr"
In welche Kategorie falle ich?
Die meisten meiner Bücher sind in ihrer Originalsprache Englisch (ich lese keine Übersetzungen aus dem Englischen mehr!) und sind Paperback (das ist günstiger).
Ohnoes, da kauft wer paperback! Blasphemie!
Meine Güte, ich bin halt auch kein Feind von meinem Geld.
...aber oft den exakt selben Preis wie für die Hardcopy-Version zu verlangen ist eine Frechheit. Auf Amazon sieht man sogar teils Bücher, deren elektronische Variante mehr kostet als das "echte" Buch. Diese Pricing-Policy sollte wohl überdacht werden.
Man darf aber nicht vergessen, dass in den Kosten jedes Exemplars der Anteil für die Autoren, sowie die Werbekosten enthalten sind. Nur Vertrieb und Druckkosten unterscheiden sich, sind aber nicht wesentlich für den Verkaufspreis. Daher der Unterschied von ca. 5 €.
Natürlich verdrängen E-books nicht die Papierbücher: zu unterschiedlich sind die Buchkategorien.
Und das stimmt nicht:
"Dabei werden die gedruckten Bücher vor allem zu Hause, E-Books meist unterwegs gelesen."
Das ist nicht der Grund - man sieht genügend Leute mit Papierbüchern in der Öffentlichkeit.
Die wahre Ursache liegt darin, dass viele Leser sich Einmalliteratur (Krimis, Belletristik ...) nicht mehr als Papiervariante kaufen, da sie dann im Regal steht, Platz wegnimmt und verstaubt. Ein E-book ist da weit praktischer.
Bildbände, Nachschlagewerke und Studienliteratur mit umfangreichem Quellenmaterial werden ohnehin nie den Weg des e-Books antreten.
Digital und gedruckt in einem zu verkaufen- das wird von den Verlagen als Alternative gesehen.
Die Möglichkeiten etwa ein fremdsprachiges Buch digital zu lesen und rasch Wörter nachschlagen zu können spricht für das digitale Buch.
Der Inhalt mancher Verlegerleistung ist das Papier nicht wert auf dem es gedruckt wurde- auch hier kann digital unterstützen.
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