Mobilfunker: Internetabgabe der Grünen unausgegoren

10. Oktober 2012, 14:13

Forum Mobilkommunikation: Abgabe würde fast jeden Mobilfunkanschluss teurer machen

Margit Kropik, Geschäftsführerin des Forum Mobilkommunikation meldet sich zum Vorschlag der Grünen, 5 Euro monatlich für die pauschale Abgeltung von Urheberrechtsansprüchen pro Breitbandanschluss einzuheben, am Mittwoch zu Wort: "Dieser Vorschlag scheint unausgegoren zu sein. Denn per Definition sind heute zwei von drei Mobilfunkanschlüssen Breitbandanschlüsse. Die Abgabe würde jede mobile Anwendungen unnötig verteuern"

Content-Anbieter

"Wenn, dann müssten Content-Anbieter im Netz zur Abgabe verpflichtet werden und nicht Betreiber, welche die Infrastruktur bereitstellen", so Kropik in einer Aussendung. (red, 10.10. 2012)

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19 Postings
das ist ganz und gar unmöglich, was die mobilfunker da behaupten: das ist doch gar nicht möglich, die grünen würden doch NIEMALS unausgegorene vorschläge machen...

;)
andrerseits -alle andren machens ja auch.
trotzdem ergreifend, dass die grünen jetzt auch noch mit der gebühren-inkasso-partie packeln.
*schauder*
ich versteh schon, dass es eine schöne sache wär, wenn die zahllosen "klauabgeltungen", die heute bei dvds, festplatten,..kauf eh schon inkludiert sind mal ausgeebnet und durch was faires tatsächlich "illegal"-downloader-treffendes ersetzt würden - nur ist das diese abgabe garantiert nicht, dodeln wie ich kaufen ihre downloadmusik +co immer noch bei amazon, apple,... und die annahme, dass breitband automatisch: viel datenlastige downloads=klau ergeben ist überhaupt krank: heutzutage ist jede seite so werbungslastig, dass man mit 10gb grademal mailprogramm +foren wie standard abdeckt..

also warum dieser (entbehrbare) geistige rülpser seitens der mobilfunker überhaupt kommentiert wird ist mir ein rätsel. die idee ist nicht nur weltfremd und unausgegorren sondern absolut stumpfsinnig...

Hört sich ganz so an als hätte ein grünes Parteimitglied wieder mal ein Buch geschrieben und es verkauft sich so schlecht, dass der Schreiberling nun schauen muss, dass wenigstens genug Förderung reinkommt... Reichen die Leerkassettenvergütung usw. nicht aus?

Das war doch ne deutsche Piratin oder ?

Haben die Netzbetreiber das Internet nicht verstanden?

es handelt sich um ein dezentralisiertes Netz!

Bei P2P gibt es keine "Content Anbieter", zumindest nicht im klassischen analogen Sinn.

Aber wenn man eine zentrale Stelle hätte die diese Aufgaben übernehmen würde, könnte man auch zentral verrechnen.
Diese Technologie gibt es auch schon sehr erfolgreich im Einsatz wie z. B. in China, Iran, Syrien.

Bitte alles aber das nicht!

Ja das wurmt die Bürokraten natürlich stark, dass das Internet nicht kontrollierbar ist.
Da muss es doch eine Möglichkeit geben diese unbändigen Freiheitsgeist wieder in die Flasche zu bekommen!
Nächster Anlauf?

Insbesondere da wo es um viel Geld geht, sprich Film, spielt P2P kaum noch eine Rolle. Alles Steaming.

das ändert nichts an den technischen Eigenschaften des Netzes.

Wie ist ein "Content Anbieter" denn definiert?
Dass er Daten auch anbieten statt nur empfangen kann?
Dann ist jeder Teilnehmer im Internet "Content Anbieter".

ein content-anbieter stellt inhalte zur verfügung. technisch "empfängt" er natürlich auch daten, z.b. die info was er ausliefern soll.

Legale Varianten:
http://derstandard.at/131180272... Ueberblick

Probleme mit den illegalen:
http://derstandard.at/134828413... sexy-Thema

Mag sein aber jeder der eine IP des Internets hat ist technisch gesehen Content Anbieter!

Technisch gesehen schon richtig - den Firmen gehts aber nicht so sehr drum was technisch theoretisch möglich ist, sondern was praktisch im grossen Ausmass passiert.

Und da schauts nun einmal so aus, dass derzeit die Urheberrechtsverletzungen nicht gleichmässig verteilt sind. Da gibts einige wenige grosse Anbieter die mit quasi gewerbsmässigen Streaming-Diensten die (finanziell gesehen) grosse Masse ausmachen.

Nicht jeder Nutzer des Internets nutzt diese Dienste, deshalb wärs deppert jeden Nutzer dafür zahlen zu lassen. Statt dessen wärs fairer die Betreiber der Streaming-Dienste zahlen zu lassen und damit ihr Geschäft zu legalisieren. Quasi ein Netflix / Hulu auf österreichisch.

Klar wär's deppert...

..Nur wen kümmert das?! Heute schon wird ORF-Gebühr eingehoben, auch von jenen, die nur theoretisch die Möglichkeit HÄTTEN ORF zu schauen, werden Gebühren auf fast jede PC-Hardware, auf alle Rohlinge draufgeschlagen, die auch all jene - die Mehrheit - bezahlen, die keine Urheberrechtsverletzungen begehen - nur um irgendwelche theoretischen Umsätze, die Künstler vielleicht womöglich irgendwann gemacht hätten, aber leider von irgendwelchen fremden Dritten durch Raupkopien geprellt wurden, zu kompensieren... ist doch ein tolles Modell. Und Sie glauben, es ginge nicht noch frecher? :-)

bin ganz bei Ihnen - deshalb wundert mich, dass der Vorschlag grad von den Grünen kommt.

Also eine 2 Klassengesellschaft im Internet einzuführen.
-> Dagegen

die zweiklassengesellschaft gibts längst.

nennt sich zum beispiel "konsumentenschutzgesetz"

was zwei private oder zwei unternehmen miteinander anstellen dürfen, darf ein unternehmen noch lange nicht mit einer privatperson anstellen. vom gesetz her dürfen firmen weniger als private, weil sie vom prinzip her stärker sind und eben auch geld damit verdienen.

warum wollen sie unbedingt im internet diese unterscheidung abschaffen und den firmen die gleichen rechte und pflichten geben wie privatpersonen?

was ist dann ihre nächste forderung? buchführungspflicht für privatpersonen, weil firmen müssen das auch und wegen keine-zwei-klassen-gesellschaft sollen privatpersonen das dann auch müssen?

Es zählt aber nur die Juristerei und hier ist Content-Provider klar definiert.

Vom Urheberrecht ist jeder Kopie erfasst egal von wem, mit nur ganz wenigen Ausnahmen.

"Content-Anbieter im Netz"

Wie die 30Mio BT-Seeder z.B.?

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