"3" und "T-Mobile" setzen auf ZTE und Huawei

10. Oktober 2012, 13:55
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    foto: apa

T-Mobile: "Keine konkreten Hinweise auf Sicherheitslücken" - Huawei seit Jahren in den Kritik

Die beiden heimischen Mobilfunker "3" und "T-Mobile" setzen Technik der chinesischen Firmen ZTE und Huawei ein. Beide sind Hersteller von Netzwerk-Komponenten, die für den Betrieb von Mobilfunknetzen notwendig sind. 

"Gefahr"

Aus Furcht vor Spionage warnt der Geheimdienstausschuss des US-Kongresses nun vor den beiden Unternehmen: ZTE und Huawei seien "eine Gefahr für die Sicherheit der Vereinigten Staaten und ihrer Systeme". Zusammenschlüsse mit US-Firmen sollten verhindert werden, wurde empfohlen - der WebStandard berichtete.

"Die Sicherheit und Integrität unserer Produkte ist weltweit bewiesen"

Echte Beweise für seine Beschuldigungen konnte der Ausschuss allerdings nicht auf den Tisch legen. Huawei hat amerikanische Vorwürfe zurückgewiesen, wonach das Unternehmen als potenzielle Gefahr für die USA gesehen wird. "Die Sicherheit und Integrität unserer Produkte ist weltweit bewiesen", hieß es in einer Erklärung.

Die Deutsche Telekom, die Mutterfirma von T-Mobile, hat in einer Stellungnahme auf die Vorwürfe reagiert. Diese wurde auch im Blog von T-Mobile Austria veröffentlicht. Darin betont das Unternehmen, dass man Warnungen des US-Kongresses "grundsätzlich ernst nehme", aber keine "konkreten Hinweise auf Sicherheitslücken in einzelnen Produkten vorliegen". "3" betont, dass man seitens ZTE "keinerlei Anzeichen für irgendwelche nachrichtendienstlichen Tätigkeiten feststellen konnte und man keinen Anlass habe, an der Integrität unseres Lieferanten zu zweifeln."

Huawei ist das erste multinationale Unternehmen aus China, das westliche Technologiekonzerne auf ihren Heimatmärkten schlägt

Seit Jahren wird Huawei besonders mit Misstrauen begegnet. "China ist kein Verbündeter eines der entwickelten Länder, sondern ein potenzieller Rivale", sagt David Wolf, Autor eines Buches über Chinas Telekommunikationsmarkt und Gründer des Beratungsunternehmens Wolf Group Asia (WGA). "Damit fühlen sich die Leute nicht wohl - und es öffnet Wettbewerbern und opportunistischen Politikern die Tür, Angst, Ungewissheit und Zweifel zu streuen." Huawei ist das erste multinationale Unternehmen aus China, das westliche Technologiekonzerne auf ihren Heimatmärkten schlägt. 

"Totschlagargument"

In den USA, in Australien, Frankreich und in Deutschland wurde Huawei bereits wegen nicht näher erläuterter "Sicherheitsbedenken" mehrmals von Geschäften ausgeschlossen. Unternehmenskreise sehen ein "Totschlagargument". So hatte das Deutsche Forschungsnetz (DFN) den Auftrag für den Ausbau seines bisher mit Huawei betriebenen Wissenschaftsnetzes doch lieber an ein israelisches Unternehmen vergeben. Huawei wurde aus formellen Gründen gar nicht erst zur Ausschreibung zugelassen, doch inoffiziell beschieden, "die Sicherheitsanforderungen nicht zu erfüllen", wie es hieß.

Erfolg


Weltweit operiert Huawei mit 146.000 Mitarbeitern in mehr als 150 Ländern. Der Umsatz des größten chinesischen Privatunternehmens stieg 2011 um 11,7 Prozent auf 203 Mrd. Yuan (26,1 Mrd. Euro) - zwei Drittel davon im Ausland. Huawei expandiert in Smartphones und Tabletcomputer, will dieses Jahr 15 bis 20 Prozent wachsen. 45 der 50 größten Telekom-Netzwerke der Welt arbeiten heute mit Ausrüstung von Huawei.

Globale Lieferketten

Die Verdächtigungen erscheinen unabhängigen Experten angesichts globaler Lieferketten auch nicht mehr zeitgemäß. Alle großen Telekom- und Informationstechnologiefirmen - selbst die Konkurrenten Ericsson, Cisco und Alcatel-Lucent - lassen heute in China fertigen, ohne dass jemand Sicherheitsprobleme befürchtet, wie die US-Denkfabrik American Enterprise Institute (AEI) in einer Studie zu Huawei hervorhebt. In Zeiten weltumspannender Informationsnetze, wo Hackerangriffe genau wie Industriespionage keine Grenzen kennen, sind "Freund" und "Feind" ohnehin nicht mehr so auseinanderzuhalten wie noch im Kalten Krieg.
Huawei wird gerne unterstellt, Beziehungen zum chinesischen Militär zu unterhalten. Dafür wird allein auf den Gründer Ren Zhengfei verwiesen, der einst als leitender Ingenieur in der Volksbefreiungsarmee tätig war und 1982 als Delegierter in den Volkskongress aufgenommen wurde. Er verlies 1983 die Armee, als sein Ingenieurcorps aufgelöst wurde, arbeitete erst für eine Ölfirma und machte sich dann 1987 selbstständig und gründete Huawei.

"In meinen Recherchen habe ich nicht ein einziges Mal direkte Verbindung zum Militär gefunden."

In den 90er Jahren war das Unternehmen mit robuster Ausrüstung auf dem Lande erfolgreich, während westliche Telekom-Riesen in Chinas Städten den Markt kontrollierten. Gerade die Distanz zur Regierung gilt als sein Erfolgsrezept. Huawei ist auch nicht an der Börse, sondern gehört zu 98,5 Prozent seinen Mitarbeitern, die Anteile halten. "Niemand hat jemals einen Beweis geliefert, dass Huawei irgendwie in Militärtechnologie verwickelt ist", so ein Huawei-Sprecher. Auch Experte Wolf stellt fest: "In meinen Recherchen habe ich nicht ein einziges Mal direkte Verbindung zum Militär gefunden." (sum/APA, 10.10. 2012)

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19 Postings

Als ob die speziell bei 3 das überhaupt feststellen könnten....

Warum etwa nicht?

Angst vor Huawei ... und dann die Israelis machen lassen ...

der war gut :D
Siehe dazu auch Stuxnet und Konsorten.

Konsequenzen

Huawei und ZTE haben mit Sicherheit mehr Arbeitsplätze und Umsatzverluste in Europa auf dem Gewissen als sie geschaffen haben. Ericsson, Nokia, Alcatel, Siemens etc. können mit deren Dumpingpreisen schon lange nicht mehr mithalten. Vom Know How Verlust in Forschung und Entwicklung ganz zu schweigen. Die EU Kommission sollte diesem von Chinas Zentralregierung unterstützen Treiben Einhalt gebieten.

mit nichten...

...den ericson nokia alcatel und co wuerden auch ohne zu tun von zte und co ihre produktion weitgehend nach china ausgelagert haben (wie alle anderen produktionsbetriebe auch)
und damit arbeitsplaetze in europa vernichten

dass nokia, ericson alcatel und co trotz stark reduzierter produktionskosten weiter an ihren fabelpreisen festhalten, gibt anderen anbietern die chance billiger ins geschaeft zu kommen und deren marktanteile zu uebernehmen

Sie können selbst etwas dagegen tun

Kaufen sie ein Handy von den betroffenen Firmen. Vermeiden Sie die Anschaffung eines Apple Produkt. Die kaufen Leistung von Foxconn und haben reduzieren die Aufträge beim Iphone-Komponenten-Lieferant: Audience, worauf die bei Audience der Aktienkurz zurück geht, weil der Gewinn schrumpfen wird und Entlassungen drohen.

Da gehts nicht um consumer Geräte sondern um Infrastruktur.
Wie soll ich als Kunde tmobile dazu bringen die basisstationen, mscs, hlr,.. wieder bei nsn einzukaufen?
Zte und huawei verschenken die HW ja fast. Und das kann sich normalerweise keine Firma leisten- wenn dahinter kein finanzkräftiger Staat steht.

Es ist aber nur böse, weil es die Chinesen machen, oder?

Nein. Die Chinesen haben halt Grad die Marie und das setzen sie ein. Wenn die EU noch eins hätte , würds das gleiche machen. Jahrhunderte lang war halt Europa und seit 1900 die USA die Nr 1 und hat diese macht schamlos eingesetzt. Jetzt hat sich das halt geändert. Wohin das führt k.a..
Ist halt blöd wenn man deswegen - so wie ich - den Job verliert.

Na und? Ich hab bei T-Mobile gearbeitet. Als telering gekauft wurde, wurde ich durch einen billigeren telering Mitarbeiter ersetzt.

ZTE & Huawei

Man kann ja mal mit "Free Tibet" oder "I love Taiwan" jede SMS oder jedes Telefonat beenden und warten, ob der chinesische Geheimdienst auf ein Glaserl Tee vorbeischaut... dann weiss man mit Sicherheit, wie es mit der Sicherheit ausschaut.

Aus Furcht vor Spionage warnt der Geheimdienstausschuss

Als ich vor ca.4 Jahren eine mitgelieferte CD meines neuen ZTE md-900 Handys
installieren wollte staunte ich nicht schlecht, als ich einen Spionage Trojaner bemerkt hatte.

unfreie Software

Das ist nur möglich weil es sich um proprietäre unfreie SW handelt. Deren Funktionsweise ist geheim und kann daher von niemanden außer dem Hersteller verstanden werden.

Kein Wunder, dass die US Regierung bei sie betreffender Ausrüstung dagegen ist. Wieso ist sie nicht bei der von ihren Staatsbürgern benutzten SW dagegen?

Freie Software vorzuschreiben wäre die Lösung, kein Boykott.

Genau! Bitte erzählen Sie

das z.B. auch Cisco (damit ist nicht der Commander von DS9 gemeint).

Huawei ist kein...

...multinationaler Konzern. Dieses Märchen wird von Huawei selbst gerne erzählt um die existierenden Schattenstrukturen im Konzern zu verbergen. Die Hierarchie aus lokalen Angestellten die den Kunden gegenüber steht hat eine informelle, interne Spiegelung die nur aus chin. Angestellten besteht - und hier werden die Entscheidungen getroffen - da hat kein einziger nicht-chin. Einblick. Sogar die eigenen Auslandschin. haben keinen Einblick, da Ihnen sogar noch weniger vertraut wird.

DAs sind diese komischen Mystifizierungen. lernen Sie Chinesisch, dann verstehen Sie, was passiert.
Wie ist es mit US Unternehmen? Dort haben nicht die Amis das Sagen?

Mystifizierung?

Ich kenne Huawei wesentlich besser, als Sie es womöglich nur tun könnten. Und das mit dem "Chinesisch lernen" - welches "Chinesisch" meinen Sie womöglich?

ZTE

arbeitet eben für die Regierung. Da gehört die China Development Bank dazu und die Drei ist auch mit denen verknüft. Hutch bekommt einen Hafen in China dafür bekommt ZTE den Auftrag bei Drei. Und alle finanziert von der Bank mit annähernd 0 Zinsen. Versteckte Staatsubventionen erster Güte

Genau, James Bond, und

der Trionow ist in Wahrheit ein umoperierter Chinese und sein Assistent hat einen Haufen Diamanten im Gesicht, gell?

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