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Paris - Die französische Polizei hat nach Justizangaben bei einer Groß-Razzia gegen Islamisten eine Terror-Organisation enttarnt. Spezialeinheiten spürten demnach in einer Garage in einem Pariser Vorort Chemikalien zur Herstellung von Bomben sowie Waffen auf. "Wir haben es hier ganz klar mit einem extrem gefährlichen Terrornetzwerk zu tun", sagte der Pariser Staatsanwalt Francois Molins am Mittwoch. Bereits am Wochenende wurden bei einem landesweiten Großeinsatz der Polizei ein Dutzend Verdächtige festgenommen. Dabei wurden die Ermittler auch auf die Garage eines der Festgenommenen aufmerksam, in der sie nun ein Jagdgewehr, einen Revolver sowie Tüten mit Chemikalien zum Bombenbau entdeckten.
Zuvor hatte die Polizei in der Wohnung des Verdächtigen bereits eine Liste jüdischer Gruppen in Paris gefunden. Der großangelegten Polizei-Razzia gegen Islamisten in Frankreich ging ein Anschlag auf einen jüdischen Supermarkt im vergangenen Monat voraus. Der 33-jährige Franzose, der zusammen mit einem weiteren Mann Granaten auf den Markt in einem Pariser Vorort geworfen haben soll, war bei dem Polizeieinsatz in seiner Straßburger Wohnung erschossen worden. Die Elite-Operation der Polizei fand am Wochenende in der Pariser Region sowie den Städten Straßburg, Nizza und Cannes statt. Die Polizei beschlagnahmte dabei Al-Kaida-Literatur, Bargeld, Munition sowie Listen israelischer Einrichtungen in Paris.
Die jüdische Gemeinde in Frankreich ist seit längerem in Angst. In den vergangenen Monaten hatten sich die Übergriffe gehäuft. Im März erschoss ein Islamist in Toulouse sieben Menschen, darunter drei jüdische Kinder und einen Rabbiner. Auch französische Soldaten wurden getötet. Präsident Francois Hollande hat bislang den harten Kurs seines Vorgängers Nicolas Sarkozy gegen Extremisten fortgesetzt. (Reuters, 10.10.2012)
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