Katalonien darf nicht über Unabhängigkeit abstimmen

10. Oktober 2012, 11:51

Katalanische Nationalisten: Referendum im November auch ohne Einverständnis von Madrid

Madrid - Das spanische Parlament hat am Dienstagnachmittag mit großer Mehrheit einen Antrag der katalanischen Nationalisten (ERC) auf verbindliche Volksbefragungen auch ohne Zustimmung der spanischen Zentralregierung abgelehnt.

Mit 276 Stimmen votierten die regierenden Konservativen (PP), die sozialistische Opposition (PSOE) sowie die liberale UPyD (Einheit, Fortschritt, Demokratie) gemeinsam gegen den Antrag. Unterstützung erhielten die katalonischen Nationalisten von den gemäßigten baskischen Nationalisten der PNV, der Linkspartei IU-ICV sowie der "Mixpartei" - einem Sammelbecken für Parteien, die zu kleine sind um eine eigene Fraktion bilden zu können. Dieser Gruppierung gehören auch die beiden Abgeordneten der legalisierten baskischen Separatistenpartei von EH Bildu an.

Ablehnung nicht überraschend

Die Ablehnung des Antrags im spanischen Parlament kam aufgrund der Mehrheit der regierenden Volkspartei des konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy nicht überraschend. Die katalanische Regionalregierung der gemäßigten Nationalisten von Artur Mas (CiU) hat für den 25. November vorgezogene Neuwahlen angesetzt. Der Grund: Die seit Jahrzehnten eingeforderte Unabhängigkeit von Spanien wird mit wirtschaftlichen Argumenten untermauert. Die hoch verschuldete Region stünde finanziell vor dem Aus. Schuld seien vor allem die im Rahmen des Finanzausgleiches in Madrid einbehaltenden Steuern.

Mas kündigte an, bei einem Wahlsieg auch ohne Einverständnis Madrids ein Unabhängigkeitsreferendum durchführen zu wollen. Als Reaktion auf die jüngsten separatistischen Initiativen reagierte Rajoy bereits am Dienstag mit klaren Worten: "Es wird weder in Katalonien noch in sonst einer spanischen Region ein Unabhängigkeitsreferendum geben." (APA, 10.10.2012)

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Als Europäer bin ich? für ein gemeinsames Spanien

Als Europäer bin ich für ein gemeinsames Spanien und nicht für eine Spaltung!

Europa muss gemeinsam einstehen und nicht zulassen, dass einzige Regionen sich aus politischen oder eigenen Interessen spalten.Die Verfassung? sollte aus den 4 Amtsprachen 1 offizielle Spanische Sprache machen.Man sollte die Regionalsprache respektieren aber nicht als ofiziell bezeichnen. Ein gemeinsames Land = eine gemeinsame ofizielle Sprache. Ändert die Verfassung, sonst wird es wirtschaftlich nie aufwärst gehen!

wollen die katalanen die eu verlassen? hab ich noch nicht gelesen

tatsächlich sind es ja die "nationalstaaten" die sich immer wieder dem einigungsprozess der eu querstellen.

ein europa der regionen hat was und ist der polit. einigung europas wohl ein besserer dienst, als einheitsstaaten, die per zwang ihren bürgern die freiheit verwehren.

das soll aber kein freibrief für rechtsaussen bedeuten.
hier muss genau beobachtet werden - regionale bestrebungen ok, rechtsaussen, xenophobie klares nein.

Sie können ja ...

wie seiner Zeit unter Franco katalanisch wieder verbieten, dann haben Sie kein Problem mehr mit den Sprachen. Ach, und bei der Gelegenheit schaffen Sie diese blöde Verfassung doch gleich ganz ab, dann kann endlich wieder durchregiert werden.

Damit es für ganz Europa wirtschaftlich wieder aufwärts geht, sollte in der EU also folglich auch Deutsch als einzige offizielle Sprache eingeführt werden (hat die höchsten Sprecherzahlen). Die anderen Sprachen werden eh respektiert - solange, bis sie verschwinden und man sich nicht mehr damit herumärgern muss...

Freiheit für das katalonische Volk

Wer und mit welchen Recht kann das verhindern? haben ca.8 Mio Katalanen nicht das Recht über ihre Zukunft selbst zu entscheiden? und ich dachte immer Europa steht für Menschenrecht und Selbstbestimmung der Völker! Pustekuchen

Das klingt ja schön, und vor 20 Jahren wäre das auch meine Meinung gewesen. Jetzt sehe ich das anders:
Spanien ist ein Staat, in dem viele Mensch wohnen die sich abspalten wollen. Jetzt sagen Sie, man muss die respektieren. o.k. Machen wir ein Volksabstimmung in Katalonien, sagen wir einmal; 60% sind für die Unabhängigkeit, 40% dagegen.
Jetzt bekommen Sie einen Staat, den 40% der Bevölkerung nicht wollen. Mit welchem Recht wollen sie denen dann das Recht absprechen, wiederum abzustimmen etc. Das wird dann wie in Bosnien: die merhheit will den Staat, die große Minderheit (Serben und Kroaten) wollen ihn eigentlich nicht, aber sie müssen sich unterwerfen.
Wenn die Katalanen wirklich so reich sind, geht das Geld halt später nach Brüssel.

nachsatz

ich denke in einem europa der regionen sollte es nicht um ethnien gehen, um nationalitäten sondern um die regionen und die identifikation der dortigen bewohner (egal woher sie nun stammen).

1. ebene brüssel
2. ebene eine region, der sich die bewohner (mehrzahl) verbunden fühlen.
3. ebene bezirk bzw. stadt/gemeinde

mehr würds nicht brauchen - nationalstaaten stehen dem europ. einigungsprozess eher im wege.

schauen sie nach GB: London ist weit distanzierter zur EU als es etwa die nach unabhängigkeit strebenden schotten (PRO Einführung des Euros) gerne wären.

nach brüssel geht weniger geld, viel weniger

das eu-budget macht ca. 1% des eu-bips aus.

interne transferzahlungen in den einzelnen ländern liegen zum teil weit darüber.

indentität ist wichtiger als geld

geld,reichtum? das ist alles vergänglich

Es gibt halt in vielen Gegenden keine nationale oder tehnische einheitliche Identität.

Das mit dem Geld habe ich nur angehängt, weil die Katalanen immer jammern, dass sie soviel nach Madrid schicken müssen.

na klar.

sonst könnt' ja jeder daherkommen...

Allerdings hat Barca schon deponiert,

daß es auch im Falle der Unabhängigkeit weiter in der spanischen Liga spielen möchte, denn ein Leben ohne "El Clasico" ist kein Leben.

Bleibt in Spanien, Spanien ist einzigartig und ihr könnt Katalonier auch innerhalb Spaniens sein, gemeinsam mit Kastilianern, Andalusiern, Basken, Galiziern usw. Außerdem ist es heute wurscht ob ihr Teil Spaniens oder der EU seid, da habt ihr es mit Spanien sogar besser :D

Das heißt aber trotzdem Katalanen und wäre nicht das erste mal, dass sich Katalonien unabhängig macht. Das war vor 1500 so, im spanischen Erbfolgekrieg für kurze Zeit, dazwischen glaub ich auch einmal (Mitte des 17. Jhdt.) und dann im spanischen Bürgerkrieg ja mehr oder weniger unter Companys auch.

läßt dann madrid das militär aufmarschieren, um die volksabstimmung zu verhindern?

Madrid ist zum Glück nicht Ankara.

zur Zeit wohl eher schlimmer ...

da werden täglich Tausende Demonstranten niedergeknüppelt, damit kann nich mal Ankara aufwarten

beweise? belege?

Drohungen von einem General hat es bereits gegeben.

jawohl teilt spanien

Die Rebelion gegen die Konstitution........

Kein einziger Politiker oder Partei hat ( haben ) genug Mumm sich einmal mit einer Anpassung der Konstitution ( welche mit Zustimmung aller politischer Parteien geschaffen wurde ) ernsthaft zu Beschäftigen, da dies einerseits als Verrat an der Selben interpretiert wird und zum anderen viele, viele Privilegien der Politiker auf dem Spiel stehen. Wie sagt der Spanier " Virgencita, Virgencita tejame como estoy " ( Jungfrau, Jungfrau lass es wie es ist ). Aber diese feige Haltung der politischen Klasse fällt dann auf die ganze Nation zurück weil Reformen so immer mit dem Argument des nicht Konform sein mit der Konstitution verhindern. Das nützen die Nationalisten aus und der Rest der Grossparteien ist blind vor Sturrheit und Feigheit.

wenn schon, dann richtig:

"déjame como estoy" = lass mich wie ich bin.

Na, wie ist er denn ?

:-D

ja die EU ein hort der demokratie.
das ist wieder mal ein gutes beispiel, sollten sich die eu-parlamentarierInnen, auf eine auslandsreise begeben um den undemokratischen ländern in nah und fern zu erklären, wie demokratie so wirklich funktioniert.
gratulation.

Was ist da jetzt undemokratisch? Es gibt doch einen Mehrheitsentscheid.

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