FPÖ mit Selbstständigen, Burschenschaftern und mehr Frauen in Graz-Wahl

Hälfte der Kandidaten neu auf der Liste - Spitzenkandidat Eustacchio steuert Platz zwei an: "Das ist drinnen"

Graz - Der Grazer FPÖ-Chef und Stadtrat Mario Eustacchio hat als Spitzenkandidat für die Gemeinderatswahl am 25. November ein "breit aufgestelltes Team mit vielen Selbstständigen an Bord" vorgestellt. Neu an wählbarer Stelle sind etwa die Hälfte der Kandidaten, darunter auch drei Frauen - bisher waren die Freiheitlichen mit nur einer Gemeinderätin vertreten. Auch drei Burschenschaftler finden sich an wählbarer Stelle, wie es am Mittwoch bei der Vorstellung hieß.

Hinter Eustacchio (48) kandidieren der Historiker und Klubobmann Armin Sippel (33), die Zoologin Astrid Schleicher (33) sowie der Uni-Angestellte und Gemeinderat Roland Lohr (32). Trotz der Reduktion von 56 auf 48 Mandataren rechnen die Blauen damit, von fünf auf sieben Sitze und über 15 Prozent zu kommen. Dann wären neben der Friseurin Claudia Schönbacher und dem Transportunternehmer und Gemeinderat Christoph Hötzl auch noch der IT-Unternehmer Berno Mogel und die Angestellte Andrea-Michaela Schartel mit von der Partie. Nicht mehr dabei ist der langgediente Gemeinderat und Arbeiterkämmerer Harald Korschelt.

Das Programm päsentiert die Grazer FPÖ zwar erst am 20. Oktober, schon jetzt klar ist aber, dass Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) der Reibebaum sein wird. Inhaltlich wollen die Blauen Finanzen, Verkehr und Sicherheit - "auch Ausländer und Moscheen" - zum Thema machen. Ziel ist laut Eustacchio Platz zwei ("Das ist drinnen"), von einer Koalition wie zuletzt Schwarz-Grün hält er wenig. In Graz gilt weiter das Proporzsystem, auf Landesebene ist es ab der kommenden Wahl abgeschafft. (APA, 10.10.2012)

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