USA entsenden Truppen nach Jordanien

150 Militärberater sollen Pufferzone an der Grenze zu Syrien vorbereiten und bei der Versorgung von Flüchtligen helfen

Brüssel/Amman/Washington - Die US-Regierung hat 150 Militärberater nach Jordanien geschickt, um das von einem Übergreifen des Konflikts in Syrien bedrohte Land zu unterstützen. Die Experten sollen der jordanischen Regierung dabei helfen, den Ansturm syrischer Flüchtlinge zu bewältigen, wie ein Pentagon-Vertreter am Rande eines Treffens der NATO-Verteidigungsminister am Mittwoch in Brüssel der Nachrichtenagentur AFP sagte. Er bestätigte damit einen Bericht der "New York Times". 

Die US-Spezialisten sollen sich den Angaben zufolge zudem an Planungen für den Fall beteiligen, dass Syrien die Kontrolle über seine Chemiewaffen verliert. Außerdem planen sie für den Fall einer weiteren Eskalation die Einrichtung einer Pufferzone an der Grenze zu Syrien.
Die US-Militärexperten sind in einer Trainingseinrichtung der jordanischen Armee in einem alten Steinbruch im Norden der Hauptstadt Amman untergebracht, rund 50 Kilometer von der Grenze zu Syrien entfernt. 

US-Präsident Barack Obama hat sich bisher geweigert, auf der Seite der Rebellen in den syrischen Bürgerkrieg eizugreifen. Die USA statten der New York Times zufolge zufolge die Aufständischen lediglich mit Kommunikationstechnologie und anderen „nicht-tödlichen" Hilfsgütern aus.
Nach Angaben der jordanischen Regierung sind bisher rund 200.000 Menschen vor dem blutigen Konflikt in Syrien ins benachbarte Jordanien geflüchtet, die UNO spricht von 100.000.  (red/APA, derStandard.at, 10.10.2012)

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