Arbeitgeber legen Angebot für Goldminenarbeiter in Südafrika vor

10. Oktober 2012, 11:13
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Vorschlag muss noch von streikenden Bergleuten begutachtet werden

Johannesburg - Im Streit um die Arbeitsniederlegungen in südafrikanischen Goldminen haben die Arbeitgeber ein neues Angebot vorgelegt. Wie von Seiten der Gewerkschaft NUM sowie der Arbeitgeber verlautete, wurde am späten Dienstagabend (Ortszeit) ein Plan vorgelegt, der unter anderem Beförderungsmodelle und Beihilfen vorsieht. Er muss demnach noch den Angestellten präsentiert werden.

Lohnerhöhungen verst

Die "Bedingungen für die Grundgehälter und alle anderen Kategorien" seien überprüft worden, teilte die Kammer der Arbeitgeber mit. Dabei seien Vorschläge gemacht worden, um bestehende Ungleichgewichte zu beheben. Das Angebot sieht demnach unter anderem die Einstufung von Arbeitern in eine höhere Gehaltskategorie und Beihilfen für Bohrer vor. Die Gewerkschaft NUM sprach von faktischen Lohnerhöhungen, denen die Arbeitgeber zugestimmt hätten. Es handle sich aber noch nicht um einen Vertrag, sondern um ein Angebot. Dieses sollte noch am Mittwoch den Arbeitern vorgelegt werden.

Betroffen sind unter anderem die Arbeiter in einer Mine des Unternehmens Gold Fields in Carletonville südwestlich von Johannesburg, wo sich rund 15.000 Bergleute seit Anfang September in einem wilden Streik befinden. Gold Fields ist der viertgrößte Goldproduzent der Welt und der zweitgrößte in Südafrika.

Begonnen hatten die Streiks im Sommer in der südafrikanischen Platinmine Marikana, wo im Zuge der Proteste dutzende Menschen getötet wurden. Die dortigen Arbeiter nahmen kürzlich ihre Arbeit wieder auf, nachdem der Minenbetreiber Lonmin Lohnerhöhungen zugesagt hatte. (APA, 10.10.2012)

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