ATX schließt am Mittwoch tiefer

10. Oktober 2012, 19:25
1 Posting

Kaum nennenswerte Impulse - Erste Group erhöht Verbund-Votum auf "Buy"

Wien - Im Einklang mit den europäischen Umfeld hat sich die Wiener Börse bei durchschnittlichem Volumen mit etwas tieferen Notierungen aus dem Handel verabschiedet. Der ATX fiel 5,27 Punkte oder 0,25 Prozent auf 2.128,03 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund acht Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.120 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,38 Prozent, DAX/Frankfurt -0,27 Prozent, FTSE/London -0,41 Prozent und CAC-40/Paris -0,36 Prozent.

Nennenswerte Impulse blieben am Berichtstag eher dünn gesät. Zur Begründung des eingetrübten Marktsentiments verwiesen Marktteilnehmer überwiegend auf anhaltende Unsicherheiten bezüglich der Euro-Schuldenkrise. Nach wie vor zögert Spanien ob eines offiziellen Hilfsantrags an die EU. Auch der schwache Ausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf das globale Wirtschaftswachstum vom Dienstag laste nach wie vor auf der Stimmung, hieß es aus dem Handel.

Verbund weit oben

Weit oben auf der Kursliste rangierten Verbund, die Aktien erhöhten sich um 2,22 Prozent auf 16,56 Euro. Die Analysten der Erste Group haben zuvor ihre Anlageempfehlung von "Hold" auf "Buy" erhöht. Das Kursziel für die Versorgertitel wurde ebenfalls auf 19,60 Euro nach oben revidiert. Auch die Aktien des Branchenkollegen EVN schlossen um 0,68 Prozent höher bei 11,10 Euro.

Ohne klare Linie gingen dagegen Bankwerte aus der Sitzung. Raiffeisen gaben 0,33 Prozent auf 30,40 Euro ab, Erste Group erhöhten sich dagegen um minimale 0,06 Prozent auf 18,00 Euro. Wie am Dienstag nach Handelsschluss bekannt geworden war, sind die direkt und indirekt gehaltenen Stimmrechte der Erste Privatstiftung nach dem vergangene Woche verlautbarte Verkauf von bis zu 14 Mio. Stück Erste Group-Aktien unter die Sperrminoritäts-Grenze von 25 Prozent gefallen sind.

Im roten Bereich präsentierten sich zudem Andritz, die Anteilsscheine ermäßigten sich um 0,47 Prozent auf 45,29 Euro. Im Rahmen des "Kapitalmarkt-Tags" hat der steirische Anlagenbauer verlautbaren lassen, in Europa und China beträchtliche Risiken für die Konjunktur, zu sehen. Dagegen gibt sich das Unternehmen für den neu erworbenen Pressenhersteller Schuler, der zu etwa 80 Prozent in die europäische und chinesische Autoindustrie liefert, aber zuversichtlich: "Mittel- und langfristig" sei Schuler in einem Wachstumsmarkt tätig, so Andritz-Chef Wolfgang Leitner.

 

Die zehn größten Kursgewinner:

1. SEMPERIT AG HOLDING +4,48 Prozent

2. VERBUND AG KAT. A +2,22 Prozent

3. ATRIUM EUROP.REAL EST.LTD +1,19 Prozent

4. SCHLUMBERGER AG ST +1,19 Prozent

5. OMV AG +1,00 Prozent

6. EVN AG +0,68 Prozent

7. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG +0,35 Prozent

8. IMMOFINANZ AG +0,21 Prozent

9. POLYTEC HOLDING AG +0,11 Prozent

10. ERSTE GROUP BANK AG +0,06 Prozent 

 

Die zehn größten Kursverlierer:

1. INTERCELL AG -4,04 Prozent

2. FRAUENTHAL HOLDING AG -3,93 Prozent

3. HTI HIGH TECH INDUSTRIES AG -3,13 Prozent

4. PALFINGER AG -2,99 Prozent

5. WIENERBERGER AG -2,85 Prozent

6. WIENER PRIVATBANK SE -2,63 Prozent

7. OESTERR. POST AG -2,53 Prozent

8. ZUMTOBEL AG -2,50 Prozent

9. UNIQA VERSICHERUNGEN AG -2,16 Prozent

10. MAYR-MELNHOF KARTON AG -2,07 Prozent. 

(APA, 10.10.2012)

Share if you care.