Fernost-Börsen schließen überwiegend klar tiefer

10. Oktober 2012, 12:14
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Sorgen um chinesisches Wachstum belasten

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch überwiegend klar tiefer tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio reduzierte sich deutlich um 173,36 Zähler oder 1,98 Prozent auf 8.596,23 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gab moderat um 17,68 Zähler (minus 0,08 Prozent) auf 20.919,60 Einheiten ab. Der Shanghai Composite befestigte sich hingegen um 4,71 Punkte oder 0,22 Prozent auf 2.119,94 Punkte.

Rückgänge mussten auch die Märkte in Singapur und Sydney hinnehmen. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.033,81 Zählern mit einem Minus von 32,10 Punkten oder 1,05 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gab um 14,7 Zähler oder 0,32 Prozent auf 4.511,90 Einheiten nach.

Die anhaltende Schwäche der chinesischen Wirtschaft hat die asiatischen Aktienmärkte unter Druck gesetzt. Die jüngsten Liquiditätsspritzen aus China zeigten Händlern zufolge keine nachhaltige Wirkung. Auf den Märkten lasteten vielmehr Sorgen, wonach ein langsameres Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sowie die Eurokrise die Unternehmensgewinne weltweit schmälern könnten. Der US-Konzern Alcoa hatte am Vorabend bereits ein abgeschwächtes Wirtschaftswachstum Chinas als Grund für eine weltweit nachlassende Aluminiumnachfrage genannt.

Auf Unternehmensebene schlossen Toyota mit einem Kursrückgang von 1,90 Prozent auf 2.943,0 Yen. Der weltgrößte Autobauer ruft erneut zahlreiche Autos zurück. 7,43 Millionen Fahrzeuge werden in die Werkstatt beordert, weil elektrische Fensterheber defekt sein könnten. Allein in Europa sind fast 1,4 Millionen Autos betroffen, wie ein Toyota-Sprecher sagte. Im schlimmsten Fall könne in der Elektrik Feuer entstehen, teilte Toyota-USA mit. Dort werden mit knapp 2,5 Millionen Autos die meisten Fahrzeuge zurückgerufen.

In Hongkong stemmten sich die Immobilienwerten gegen die negative Tendenz. New World Development verbuchten ein Kursplus von 3,4 Prozent. Henderson Land Development steigerten sich um 1,96 Prozent. Höhere Kurse gab es auch im Finanzbereich zu sehen. Industrial & Commercial Bank of China befestigten sich um 1,52 Prozent und Bank of China legten 1,37 Prozent zu.

Starke Kursverluste gab es in Tokio im Metallbereich zu sehen. Nisshin Steel Holdings sackten um 6,58 Prozent ab und rutschten damit ans Ende des Nikkei-Index. Kobe Steel knickten um 4,76 Prozent ein. (APA, 10.10.2012)

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