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Frankfurt/Main - Deutschlands Teamspieler Bastian Schweinsteiger war eigentlich bester Laune. Beim Training feixte er im Sonnenschein mit seinen Mannschaftskollegen, zur Pressekonferenz schlenderte er lächelnd mit den Händen in den Hosentaschen. Doch als ihm kritische Fragen gestellt wurden, schaltete Schweinsteiger, der nach 101 Tagen zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurückgekehrt war, umgehend in den Angriffsmodus.
"Sie sprechen mit Wörtern, die ich nie in den Mund genommen habe", konterte Schweinsteiger in Richtung eines Journalisten und lehnte sich nach vorne, "wenn sie das nicht können, dann kann ich nicht antworten. Sie müssen sich vernünftig vorbereiten!" Nein, er habe nie von mangelndem Teamgeist in der DFB-Auswahl gesprochen.
Auch, als er auf mögliche Fehler in der ersten Jahreshälfte angesprochen wurde, die Niederlage im EM-Halbfinale, die emotional noch schlimmere Niederlage im Champions-League-Finale, reagierte er überraschend dünnhäutig. "Leider fehlt hier der allgemeine Respekt. Das finde ich schade", klagte Schweinsteiger, das sei ungerecht. Es stehe "nirgendwo geschrieben, dass man alle Spiele gewinnen muss".
Ansonsten wurde Schweinsteiger, der Ersatzkapitän für das WM-Qualifikationsspiel gegen Irland in Dublin am Freitagabend (20.45 Uhr/ZDF), selbstverständlich bestens aufgenommen - obwohl seine Kommentare über Auswechselspieler, die bei Toren nicht so recht mitjubeln, doch für Verstimmungen gesorgt hatten. Inzwischen sind die Unstimmigkeiten mit DFB-Trainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff ausgeräumt. Doch Schweinsteiger sagt auch: "Es war meine Wahrnehmung - und dazu stehe ich. Ich werde weiter meine Meinung sagen. Auch intern."
Als Führungsfigur, Antreiber, ordnende Hand im zuletzt wenig strukturierten deutschen Spiel ist der 28-Jährige nun besonders gefordert - auch in eigenem Interesse. Er wolle jetzt "das letzte Rad umdrehen", mithelfen, dass auch "die Spiele gegen große Gegner" nicht mit Niederlagen enden. Eben nicht wie beim 1:2 gegen Italien, bei dem Andrea Pirlo der bessere Schweinsteiger war, nicht wie beim "Drama dahoam" gegen den FC Chelsea, als Schweinsteiger den letzten Bayern-Elfmeter an den Pfosten schoss.
Das erste Halbjahr dürfte seine Gier auf die großen Pokale jedenfalls fast ins Unermessliche gesteigert haben. "Nach meinem Fehlschuss habe ich in viele leere Gesichter geblickt. Diese leeren Gesichter werde ich nicht vergessen", sagte der Mittelfeld-Star des FC Bayern über jene traumatische Nacht, in der in München so viele Träume geplatzt waren. Das Scheitern bei der EM, durch die er sich trotz einer Fußverletzung kämpfte, war der nächste Tiefschlag.
Doch dies alles ist, so wirkt es, zumindest weitgehend verarbeitet. Nicht vergessen, natürlich, aber beiseite geschoben. Schweinsteiger will wieder richtig angreifen, ohne seine Energie auf Nebenschauplätzen zu verschwenden. "Ich denke, es gibt Wichtigeres", sagte er, nun wieder lächelnd, zum Abschluss seiner Pressekonferenz in Frankfurt/Main. Dann ging er, die Hände in den Hosentaschen. (sid, 9.10.2012)
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Einziger Wermutstropfen:
für einen großen Titel hat es nie gereicht. Das wird auch weiterhin sehr schwierig, solange in Spanien ein überirdisches Team am Werke ist.
Und die Niederlagen gegen Italien 2006 und 2012 (ok, 2006 war offiziell noch in der Ära Klinsmann, aber Löw war schon der Mastermind dieser Mannschaft), die waren wirklich von einer seltsamen Lähmung von von einigem Glück der Italiener geprägt. Ballotelli hat 2012 seine zwei Supertore aus dem Nichts erzielt - und D hat vergeblich versucht, den I-Catenaccio zu knacken....
Ansonsten hat Löw zwar keine Superstars a la Ronaldo oder Messi, dafür aber eine Truppe, die unheimlich flexibel sein Konzept umesetzt und zuverlässig gewinnt.
ist auch nicht schwach. Warum er ausgerechnet einen verdienten Spieler wie Klose so niederredet, ist wirklich unverständlich.
Wenns um die Rekorde der Spieler aus seiner Generation geht, dann kennt er kein Pardon, so gut wie damals darf sowieso niemand mehr sein.
Da scheint noch viel Frust aus den letzten zwei Saisonen vorhanden zu sein, hoffentlich werden die Bayern endlich mal wieder Meister, damit der durchschnittliche Blutdruck wieder ein bisschen sinkt.
Da sieht man mal wieder, mit welchem Hühnerdreck
die deutsche Mannschaft ihre Zeit verschwendet.
1 mal gegen das Harmoniegebot von Löw verstossen:
= 2 Pressekonferenzen, 20 Presseartikel, 200 Reporterfragen, 2000 schlaflose Minuten.
Wehklagen auf höggschdem Niveau.
Schweinsteiger ist einfach kein Leader und im Team nur deshalb der sog. emotionale Führer weil sich Löw keine Persönlichkeiten vorstellen kann mit der eh sich reiben müßte... oder woher kommts das die deutsche Nationalmannschaft mittlerweile einer Boyband gleicht?
Frings und Ballack waren die letzen echten Anführer, klar kann man als Trainer mal mit sojemanden in Diskussion vielleicht sogar in Konflikt geraten, aber dafür hab ich auch jemanden der am Feld die Führung übernimmt.
Schweinsteiger ist dies definitv nicht, der ist ein Teenie mit viel Geld der bald 30 wird, Lahm ein Intrigant der unbedingt Kapitän werden wollte. Aber unter Löw hätten Beckenbauer, Matthäus, Rahn und Breitner wohl auch keine Einsätze bekommen..
bitte erzähl noch ein bisschen mehr, du kennst ja anscheinend nicht nur den jogi persönlich sondern auch gleich noch den kompletten kader.
aber im ernst: niemand aussenstehender weiss, was da intern abgeht & momentan gibts halt keine baslers und effenbergs. ballack und frings waren auch weit davon entfernt.
find das ganze trara überflüssig. d ist immerhin die aktuelle nr. 2 der weltrangliste.
Ich hoffe mal in Zukunft auf Hummels.
Der scheint nicht so stromlinienförmig zu sein wie ein Großteil der Mannschaft
Aber so lange Löw dran ist wird sich am "Ja"-Sager System nicht viel ändern.
Sammer war sein größter Stachel und den ist er nun endlich los.
sehr gut - sportler die ihre meinung öffentlich kundtun sind mittlerweile eh sehr selten. die sind alle so gecoached dass sie viel reden können ohne was zu sagen, ähnlich politikern. es wird ja nicht mehr gewünscht menschlich zu sein, alles soll gleich und gut kommerziell verwertbar sein.
gut, dass es doch noch "typen" gibt!
Geh bitte, diese Jammerlappen-Artikel über die armen Journalisten gehen mir schon ziemlich am Sack. Aber eh klar - wer schreibt die Artikel? Journalisten. Das hat aber jetzt nichts mit dem Standard zu tun - er berichtet ja nur. Aber wenn man mal live so ein Interview verfolgt und dann diese oft dämlichen, reizenden Fragen hört ... die provozieren dies ja nur gerne und wenn dann ein Sportler scharf zurückschießt, ist gleich Feuer am Dach ...
Natürlich muss man Ausraster wie von Pacult etc. ablehnen. Sowas ist nicht notwendig. AUch Labbadia war über der Linie.
Aber eine solche Aussage wie eben von Schweinsteiger (oder auch Magath), ist schwer ok. Ebenfalls in Ordnung weil unmittelbar nach dem Spiel: Günther Neukirchner. ;-)
So genau verfolge ich dies nicht - ab und zu bin ich mal bei nem Interview dabei und was da manchmal für Fragen kommen bzw. mit welchem Unterton diese Fragen gestellt werden ... da frag ich mich schon ... aber im Grunde gibts wichtigere Probleme ;-)
durch den furchtbaren bierhoff und den immer unerträglicher werdenden löw hat sich da eine aalglatte buberlpartie entwickelt, die nicht zum aushalten ist. sie spielen einen schönen fussball, aber sie sind so ohne ecken und kannten, dass man gar nicht mehr hinschauen kann. kroos und schwaini sind optisch gar nicht mehr auseinanderzuhalten. götze schaut aus wie poliert. reus ist ein baby. neuer so brav, umgotteswillen...
na ja kann man sehen wie man will. hätte ösiland die erfolge der letzten 20 jahre gezeigt, auch wenns meistens nur halbfinale, finale oder 3 plätze waren, dann wäre die ösi nati die mannschaft dees jahrhunderts in österreich.
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