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"Gerade in einem kleinen Land wäre es gut, ein solches System auszuprobieren." Damit Captain Jack Sparrow aus "Fluch der Karibik" ungestraft auf private PCs gelangen kann, soll eine Abgabe auf alle Breitbandanschlüsse sorgen. Die müssten auch Nicht-Piraten-Fans bezahlen.
Wie kann man verhindern, dass Hunderttausende durch ihre Internet-Nutzung gegen das Urheberrecht verstoßen, hohe Strafen riskieren, und Kreative um das Entgelt für ihre Leistungen umfallen? Als Alternative zu den Rufen nach strengerer Verfolgung oder der Ausweitung der Leerkasettenabgabe auf alle Computer-Festplatten lancieren die Grünen nun einen anderen Vorschlag: Eine Abgabe auf alle Breitbandanschlüsse soll einerseits Geld in die Kassen der Verwertungsgesellschaften spülen und andererseits das Up- und Downloaden von Bildern, Liedern und Filmen für den privaten Gebrauch straffrei machen.
Fünf Euro pro Monat soll für jeden Breitbandanschluss eingehoben werden, schlägt der grüne Kultursprecher Wolfgang Zinggl vor. Bei 2,2 bis 2,3 Millionen Anschlüssen in Österreich wären das knapp 140 Millionen Euro im Jahr, sagt Zinggl dem STANDARD. Verteilt werden sollte das Geld je nach Nutzung der Inhalte, und diese könnte man über neue Softwaresysteme feststellen, die genau messen, was an Up- und Downloads auf ausgewählten Geräten stattfindet - freiwillig natürlich, betont Zinggl. Wer dabei mitmacht, könne mitbestimmen, wer Geld für seine Leistungen erhält.
Zinggl räumt ein, dass für die Umsetzung seines Vorschlags die entsprechenden EU-Richtlinien geändert werden müssten. Als Zwischenschritt könnte man im jetzigen Rechtsrahmen ein System schaffen, in dem sich Urheber selbst entscheiden, ob sie ihre Inhalte freigeben und dafür am gesammelten Geld mitnaschen. Allerdings wäre dann immer noch keine volle Rechtssicherheit gegeben, warnt Zinggl. Dennoch: " Gerade in einem kleinen Land wäre es gut, ein solches System auszuprobieren." Frankreich und Ungarn hätten dies getan, dann aber wieder verworfen.
Man sollte jetzt handeln, bevor es überall in Europa zu Verschärfungen kommt, denn von der wachsenden Zahl an Abmahnungen "verdienen nur die Anwälte".
Skeptisch sieht den Vorschlag Urheberrechtsexperte Axel Anderl von Dorda Brugger Jordis. Eine solche Abgabe sei "unsachlich und nicht differenziert. Alle würden zum Handkuss kommen, ohne dass man schaut, ob sie wirklich kulturelle Inhalte nutzen." Anderl plädiert stattdessen für eine Abgabe auf Download- und Streaming-Anbieter im Netz. Schließlich hat Streaming dem Download bereits den Rang abgelaufen. Die von der Plattform "Kunst hat Recht" geforderte Festplattenabgabe lehnt er auch aus diesem Grund so wie Zinggl ab.
Handlungsbedarf sieht der Grüne Kultursprecher auch beim heimischen Urhebervertragsrecht. Im Vergleich zu Deutschland seien Kulturschaffende hierzulande gegenüber Verlagen und Medienkonzernen viel schlechter gestellt. Verträge, wo die Kreativen auf alle Verwertungsrechte verzichten müssen, sollten verboten werden. (Eric Frey, DER STANDARD, 10.10.2012)
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Es wird ja schon beim TV Gerät beim Radio beim PC usw. eh schon eine Kulturabgabe mit verrechnet. Seid Ihr alle noch bei Trost? Wollt ihr schon wieder durch die Hintertür eine neue Abgabe. Zuerst alles transparent machen wo wie viel für diese Kulturabgabe eh schon verrechnet wird.Es wird mit diesen Internetvertrag was jeder hat, eh schon das dreifache bezahlt. Erklärt bitte das mir mal Warum plötzlich dieser Betrag? Das ist rechtlich nicht nachzuvollziehen .
das ganze problem existiert doch nur weil ich in österreich noch immer nicht durch eine perfekt gewartete online musik/video/buch bibliothek browsen kann und inhalte zu einem vernünftigen preis erwerben kann, in der jeder künstler seine arbeit anbieten und auch den preis selbstbestimmen kann... Drm frei versteht sich und die qualität/format sollte auch selbt gewählt werden dürfen.. Ich mag download seiten oder torrents gar nicht und würde sofort für alles bezahlen wenn das angebot stimmt..
Gibts in österreich überhaupt, Google Play Music, Books, Movies, Zattoo, gscheiten Nintendo support (Sterne sammeln, Nintendo Zone, kostenloade Mitgliedschaft auf der Österreichischen Webseiten)
Kein wunder warum wir downloaden, bei Onlinediensten sind wir immer vernachlässigt!!
Was soll das? Wir Österreicher wollen auch Features erleben
eine alternative sharing kultur zu fördern finde ich prinzipiell auch gut.. es liegt in der natur des menschen sich gegenseitig zu helfen und wenn ich etwas habe, was mir gefällt, gebe ich es gerne an freunde weiter damit sie es auch kennenlernen.. (gleiches schätze ich auch an free open source software)
es liegt für mich aber klar auf der hand, dass die kunstschaffenden irgendwie dafür entlohnt werden sollten, dass diese generelle abgabe für jeden breitband anschluss keine optimale lösung ist aber ebenso. wie komme ich als käufer und nicht-downloader dazu auch nur irgendwelche abgaben zu leisten.. ich zahle ja für alles.. festplattenabgabe und leerkassettenvergütung muss dann aber auch fallen..
es ist eh das alte Theater:
als einzelner ist man nichts, ein Konsument
was man hergibt gut gemeint
und dann sind die, die den Staat im Rücken haben:
irgendeine Registerierung, als Künsler, als Produzent
und dafür dass die beim Staat resgistriert sind, fangt der an die Hand aufzuhalten
auf das Internet verzichten, kann eh interessant sein
ab einem gewissen Betrag pro Monat möchte ich das jedenfalls bedenken
aber irgendwo dann ein Grundstück
mit Luft drüber, Wasser
wo Gesetze der Republik Österreich oder eines anderen Staates: Abgaben, Pflichten, etc
nicht mehr zu beachten sind
und komm zu dem Schluß:
eigentlich nicht blöd, weil ich dann nur noch Filme und Musik runterladen werde, da ich zur Zeit ab und zu mal ein Youtube-Video schaue, aber keine Musik und keineFilme lade.
Außerdem spare ich mir Künftig den Weg ins Kino. Als Ausgleich werde ich wohl öfters einen privaten Filmabend starten.
Des weiteren werde ich dafür sorgen, dass ich auch möglichst viel Upload zusammenbringe.
Ich bezweifle jedoch, dass das auch die Vorstellung der Rechteinhaber ist, der Kinobetreiber, und der freien Künstler.
Ist eh klar. Die Fladeranten wollen nichts zahlen, weil sie problemlos stehlen können.
Und das Ganze ist schon so alltäglich verankert, dass überhaupt kein Unrechtsbewusstsein aufkommt.
Ähnlich wie bei den Gratiszeitungen am Sonntag.
Ich freue mich, dass da nun etwas Gegenwind kommt.
Die Initiative der Grünen ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Die Botschaft, dass Kunst nicht rechtlos und für Konsumenten etwas kostet, muss jetzt noch verstärkt werden, um die blökende Herde der Gelegenheitsdiebe zu übertönen. Wenn ich mir dieses Forum ansehe, sehe ich, was zu tun ist.
Aber Künstler, besonders Musiker, können das schaffen. Sie wissen, wie man mit Verstärkern umgeht. Also lauter werden
Alle paar Jahre finden unsere Frauen und Herrn Politiker eine neue Möglichkeit zusatzlich Geld zu machen... Parteienförderung berechnet nach Wahlberechtigten, statt anderswo nach gültigen Stimmen (macht bei uns ungültig wählen nutzlos), erst Breitbandanschlüsse fördern um danach kräftig Internetgebühren abkassieren zu können - was sie ja schon mithilfe der GIS tun (Internet=Radio). Und dann halt sowas (obwohl das lt Logik durch den Kulturbeitrag in der Internetradiogebühr gedeckt sein sollte).Und dann ist ja noch eine Haushaltsabgabe dafür, dass man wo wohnt, geplant. Und wofür? darf ich dann zBsp Videos oder Musik die irgendjemand im Web online stellt privat verwenden? Bestimmt nicht!Widerlich diese Gier.
Idee der Grünen, da dann jeder für etwas zahlen sollen, was eventuell gar nicht in seinem Interesse liegt. Es war schon bei den Abgaben für DVDs, Receivern und Festplatten eine Zumutung, und ist bei dem Vorschlag von 5 Euro wahrlich eine Frechheit.
Ein klares Nein zu dieser Idee, wieder ein Grund mehr, die Grünen nicht zu wählen.
man könnte auch auf die Schwarzarbeit aufmerksam machen, jeder Arbeitnehmer zahlt 25% mehr Steuern, damit die dadurch verursachten Verluste im Budget wettgemacht werden können. Vielleicht erklärt dieser Vergleich auf bildhafte Weise, was von solchen Ideen zu halten ist.
Danke für die Zusendungen!
Nein, ich bin kein Bedürftiger, doch diese Sache mit den Abgeltungen, den Verwertungsgesellschaften etc. ist wieder etwas kurz gesprungen. Ich weiss, dass viele - wie wir sie nennen - Kulturschaffende andere Vertriebswege testen, doch, und da findet man viele Beispiele im Netz, eine Lebensgrundlage kommt da oft nicht zustande. Was soll ein Mensch, welcher kreativ tätig ist, alles selbst tun? Es ist nicht damit getan, ein Buch zu schreiben, ein Lied aufzunehmen oder ein Bild zu malen. Das "Zeug" muss unter die Leute! Und anschließend braucht dieser Mensch was zu essen, einen neuen Stift etc.
Sicher "verdient" da eine ganze Armada mit, doch die braucht man oft einfach.
Ganz einfach ALLES.
Weder das "Zeug" MUSS unter die Leute noch die Lebensgrundlage sollte als staatlich gesichert angesehen werden und der Anspruch des Kulturschaffendseins obliegt dem subjektiven Geschmacksinn eines unberechenbaren Zeitgeistes.
Warum soll ein Autor sich dafür interessieren wie das e-Book erstellen funktioniert?
Warum soll ein Musiker wissen wie man Lieder in Suchmaschinen einträgt?
Warum soll ein Filmschaffender sich mit Zahlungssystemen auf Webplattformen auskennen?
Manche Dinge lässt man Spezialisten machen - und die wollen Geld dafür.
Oder tauschen sie selber ihre Bremsen, streichen selber ihre Fassade und mahlen selber ihr Getreide?
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