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Am 6. November wird in den USA nicht nur über den neuen Herrn im Weißen Haus zu Washington entschieden, sondern zeitgleich auch die Zusammensetzung des US-amerikanischen Parlaments per Votum neu ausgewürfelt. Dabei kommt den 435 Sitzen im Repräsentantenhaus - kurz "House" genannt - dieses Mal auch was potente Geldgeber betrifft große Bedeutung zu.
Insgesamt 38,5 Millionen Dollar (29,9 Millionen Euro) haben unabhängige Political Action Committees (PAC), also Lobbygruppen ohne Parteideklaration, bisher in den Wahlkampf von "House"-Kandidaten investiert - sieben Mal mehr als im Wahlkampf vor den Midterm Elections 2010. Demokratische Gruppen und republikanische Lobbyisten liefern sich ein knappes Rennen, was ihre Ausgaben für Wahlkampfspenden betrifft. Sie alle fokussieren ihre Bemühungen dabei vor allem auf Kandidaten und Bezirke, die weniger im Mittelpunkt der Berichterstattung stehen. Und richten ihre Arbeit zielgerichtet auf einzelne Personen aus.
Finanziell abgeschlagen
Bisher konnten wahlkämpfende Politiker, die sich für einen Sitz im Repräsentantenhaus bewerben, finanziell nämlich bei weitem nicht mit ihren Kollegen im Senat oder gar im Rennen zur Präsidentschaft mithalten. Darum sehen vor allem kleinere Lobbygruppen im diesjährigen "House"-Wahlkampf ihre Chance gekommen, mit vergleichsweise geringen Investitionen Einfluss auf die Wählerschaft zu erringen. Laut New York Times-Artikel hängt dies auch mit der Neuziehung der Bezirksgrenzen - Stichwort Gerrymandering - zusammen, durch die sich manche Amtsinhaber unverhofft ihres Wählerreservoirs beraubt sehen.
In Utah im Westen und Georgia im Süden der USA etwa gab eine Gruppierung namens Center Forward bislang eine Million Dollar aus, um zwei Demokraten im Kampf gegen republikanische Herausforderer beizustehen. Ein PAC namens Now or Never hingegen investierte 900.000 Dollar, um einen republikanischen Amtsinhaber in Illinois zu unterstützen. Bevor die Gruppe einstieg, war es für die oppositionellen Demokraten ein Leichtes gewesen, ihn finanziell auszubooten. (red, derStandard.at, 9.10.2012)
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