Georgien: Saakaschwili sichert friedlichen Regierungswechsel zu

9. Oktober 2012, 15:23

Präsident traf mit Wahlsieger Iwanischwili zusammen

Tiflis - Der georgische Präsident Micheil Saakaschwili hat nach der Niederlage seiner Partei bei der jüngsten Parlamentswahl einen friedlichen Regierungswechsel versprochen. Es sei ein historisches Ereignis im post-sowjetischen Raum, dass die Südkaukasus-Republik auf demokratische Weise eine neue Regierung erhalte, sagte Saakaschwili am Dienstag.

Saakaschwili war zum ersten Mal seit der Abstimmung mit dem Wahlsieger und Milliardär Bidsina Iwanischwili zusammengetroffen. Der künftige Ministerpräsident betonte, dass das Land weiter in die EU und NATO strebe.

Bereits am gestrigen Montag hatte die von Iwanischwili als Außenministerin nominierte Diplomatin Maja Pandschikidse: Wichtigster Partner Georgiens blieben die USA. Gleichwohl wolle sich das neue Regierungsbündnis Georgischer Traum um bessere Beziehungen zum Nachbarn Russland bemühen, sagte die frühere georgische Botschafterin in Deutschland.

Der pro-westliche Saakschwilis Partei hatte die Wahl am 1. Oktober verloren und geht nun in die Opposition. Iwanischwili, der reichste Mann Georgiens, der sein Geld auch in Russland gemacht hat, mit dem es 2008 zum Krieg um die von Tiflis abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien kam, hatte am Vortag sein ebenso pro-westliches Kabinett vorgestellt. (APA, 9.10.2012)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.