Vergewaltigtes Mädchen in Indonesien der Schule verwiesen

9. Oktober 2012, 14:55
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14-Jährige soll "Ruf der Einrichtung geschadet" haben

Jakarta - Eine vergewaltigte 14-Jährige ist in der indonesischen Hauptstadt Jakarta von ihrer Schule geflogen. Dem Mädchen werde vorgeworfen, "dem Ruf der Einrichtung geschadet" zu haben, sagte der Chef der Kinderschutzkommission, Arist Merdeka Sirait, am Dienstag. Seinen Angaben zufolge hat ein Lehrer dem Mädchen bei einem Fahnenappell vor Hunderten Schülern seinen Ausschluss verkündet.

"Mit der Demütigung vor ihren Kameraden hat die Schule das Trauma des Mädchens noch verschlimmert", sagte Sirait. Als Konsequenz habe die Nichtregierungsorganisation beim Bildungsministerium beantragt, der Privatschule die Betriebserlaubnis zu entziehen. Die Einrichtung, die in einem Vorort von Jakarta liegt, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Nach Angaben der Kinderschutzkommission wurde das Kind Opfer eines Netzwerks für Kinderhandel. Die 14-Jährige habe sich auf einer Social-Media-Plattform mit einem vermeintlichen Freund verabredet. Bei dem Treffen wurde sie von einer Bande entführt und eine Woche lang gefangen gehalten. Während dieser Zeit wurde sie demnach mehrfach vergewaltigt. (APA, 9.10.2012)

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