Anna Kim erhält EU-Literaturpreis

9. Oktober 2012, 14:42
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Gemeinsam mit Autoren aus elf anderen europäischen Ländern

Brüssel/Wien - Die aus Südkorea stammende Autorin Anna Kim ist die diesjährige österreichische Gewinnerin des EU-Literaturpreises. EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou gab am Dienstag auf der Frankfurter Buchmesse insgesamt zwölf Preisträger bekannt. Der Preis wird an besonders erfolgreiche Nachwuchsautoren in Europa vergeben, die Preisträger erhalten 5.000 Euro und werden bei Unterstützung aus dem EU-Kulturprogramm für die Übersetzung ihrer Werke in andere Sprachen bevorzugt.

Die heute in Wien lebende Anna Kim wurde 1977 in Daejeon in Südkorea geboren. 1979 zog die Familie nach Deutschland. Kim studierte Philosophie und Theaterwissenschaft an der Universität Wien. Sie hat bereits mehrere Kurzgeschichten, Essays und Gedichte sowie drei Romane veröffentlicht, darunter den Kosovo-Roman "Die gefrorene Zeit", der ins Englische und Albanische übersetzt wurde. Ihr jüngster und zugleich erster Roman als neue Suhrkamp-Autorin, "Anatomie einer Nacht", spielt auf Grönland und beschreibt die riesige Insel im hohen Norden als Land karger Schönheit und großer Faszination.

Hoffnung auf mehr Bekanntheit der AutorInnen

Weitere Gewinner des Literaturpreises der Europäischen Union 2012 sind: Lada Zigo (Kroatien), Laurence Plazenet (Frankreich), Viktor Horvath (Ungarn), Kevin Barry (Irland), Emanuele Trevi (Italien), Giedra Radvilaviciute (Litauen), Gunstein Bakke (Norwegen), Piotr Pazinski (Polen), Afonso Cruz (Portugal), Jana Benova (Slowakei) und Sara Mannheimer (Schweden).

Die diesjährigen Preisträger sollen am 22. November bei einem Festakt in Brüssel in Anwesenheit von EU-Kommissarin Vassiliou und führenden Persönlichkeiten aus Literatur, Kultur und Politik geehrt werden. Vergeben wird der Preis von der Europäischen Kommission, dem Europäischen Buchhändlerverband, dem Europäischen Schriftstellerverband und dem Europäische Verlegerverband. Vassiliou äußerte die Hoffnung, dass der Preis den Gewinnern zu mehr Bekanntheit und Ansehen sowohl innerhalb als auch außerhalb ihrer Herkunftsländer verhelfen wird. (APA, 9.10.2012)

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