Klimaforscher Reinhard Böhm gestorben

9. Oktober 2012, 13:28
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ZAMG: Forscher erlag überraschend den Folgen eines Herzinfarkts

Wien - Der österreichische Klimaforscher Reinhard Böhm ist am Montag überraschend im Alter von 64 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts am Sonnblickgletscher in Salzburg gestorben, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in einer Aussendung vom Dienstag. Böhm, geb. am 9. Februar 1948 in Wien, hatte Meteorologie und Geophysik an der Universität Wien studiert. Er arbeitete seit 1973 an der ZAMG, ab den 1980er-Jahren widmete er sich besonders der Hochgebirgsklimatologie und der Gletscherforschung im Gebiet der Hohen Tauern und der Sonnblickgruppe. In den 1990er-Jahren kamen auch die Bereiche Klimawandel und Klimavariabilität dazu.

Böhm war laut den Angaben an zahlreichen nationalen und internationalen Klima-Forschungsprojekten beteiligt und Autor bzw. Mitautor von mehr als 150 wissenschaftlichen Veröffentlichungen und mehreren populärwissenschaftlichen Büchern. Ebenso war er für seine umfangreiche Vortragstätigkeit bekannt. "Der menschliche und fachliche Verlust lässt sich kaum in Worte fassen. Reinhard Böhm hat fast vier Jahrzehnte die Klimaforschung an der ZAMG und in Österreich geprägt und auch international Standards gesetzt, speziell mit seinen Arbeiten zum Klima und Klimawandel im Alpenraum", unterstrich Michael Staudinger, Direktor der ZAMG, in einer Stellungnahme. (APA, 9.10.2012)

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