Ban fordert syrische Führung zu einseitiger Waffenruhe auf

9. Oktober 2012, 12:52
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Leiden der Zivilbevölkerung wegen Kämpfen „unerträglich" - Hollande warnte vor Eskalation des Konflikts mit Türkei

New York/Damaskus - UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat die syrische Führung zu einer sofortigen einseitigen Waffenruhe aufgerufen. Es sei „unerträglich", wie die Zivilbevölkerung unter den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen zu leiden habe, sagte Ban am Dienstag nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident Francois Hollande in Paris. Die Regierung von Staatschef Bashar al-Assad müsse daher umgehend eine einseitige Waffenruhe ausrufen. Die Aufständischen sollten sich ebenfalls an eine solche Waffenruhe halten, sagte der UN-Generalsekretär.

Hollande warnte angesichts des Beschusses syrischer Armeestellungen durch die Türkei als Reaktion auf den Einschlag syrischer Granaten in türkischem Territorium vor einer Eskalation der Situation. Bisher habe eine solche Eskalation vermieden werden können, weil die Türkei Zurückhaltung an den Tag gelegt habe, sagte Frankreichs Staatschef. Die Frage sei aber, wie lange das noch der Fall sei.

Mit Blick auf die Lage im westafrikanischen Mali, dessen Norden von Islamisten kontrolliert wird, sagte Hollande „logistische", „militärische" und „materielle" Unterstützung für einen möglichen internationalen Militäreinsatz zu. Eine Resolution des UN-Sicherheitsrates zur Genehmigung eines solchen Einsatzes müsse „so schnell wie möglich" verabschiedet werden. Die Regierung Malis hatte Ende September offiziell bei den Vereinten Nationen einen internationalen Militäreinsatz beantragt, um die Islamisten aus dem Norden des Landes zu vertreiben. (APA, 10.10.2012)

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