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Schmied besuchte am Dienstag die Volkshochschule in Meidling, Wien.
Wien - Im Schuljahr 2012/13 finanzieren Bund und Länder österreichweit knapp 3.800 Kursplätze für den Erwerb von Basisbildung und das Nachholen von Pflichtschulabschlüssen, bis 2014 sollen insgesamt 12.400 Erwachsene ihre Chancen am Arbeitsmarkt verbessern können. Aus Sicht von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) ist das neue Projekt ein Erfolg: Die Gratis-Kurse würden "außerordentlich stark nachgefragt" und zwar größtenteils von jungen Menschen, erklärte sie laut einer Aussendung am Dienstag.
In Österreich bieten 31 Erwachsenenbildungseinrichtungen kostenlose Kurse zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses an. "Gemeinsam mit den Ländern finanziert der Bund im Schuljahr 2012/13 österreichweit 1.700 Kursplätze zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses", erklärt die Ministerin. 70 Prozent der Kurse werden dabei von den Volkshochschulen angeboten, so Schmied.
An den Volkshochschulen Wien haben sich laut Angaben der zuständigen Pressesprecherin im Herbst rund 260 Personen für einen der dreizehn Lehrgänge zum Nachholen des Pflichtschulabschlusses angemeldet. Seit März 2012 besuchen bereits 160 Personen einen solchen Lehrgang. Sie sollen im Frühjahr 2013 ihren Pflichtschulabschluss absolvieren. Ein Lehrgang dauert zehn Monate.
Von 2012 bis 2014 werden insgesamt 54,56 Millionen Euro in die Gratis-Kurse zum Nachholen von Basisbildung und Pflichtschulabschluss gesteckt, dabei kommt je die Hälfte von Bund und Ländern. Der Pflichtschulabschluss für Erwachsene wurde "altersgerecht" adaptiert: Anstelle von 13 Einzelprüfungen sind nun nur noch vier Pflichtgegenstände und zwei Wahlfächer abzulegen. Fächer wie "Textiles Werken" oder "Turnen" fallen damit weg.
Fast 280.000 Österreicher zwischen 15 und 64 Jahren haben keinen Pflichtschulabschluss, jedes Jahr verlassen 3.500 bis 5.000 Jugendliche ohne Abschluss das Schulsystem. Durch die Gratis-Kurse sollen u.a. Schulabbrecher leichter einen Weg zurück ins Bildungssystem finden und bessere Chancen am Arbeitsmarkt bekommen. (APA/red, derStandard.at, 9.10.2012)
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In den Volksschulen wird bei den Förderstunden gespart und wenn man dann Jahre später vor dem Scherbenhaufen steht investiert man viel Geld ins Aufräumen.
So gibt es keine Therapieplätze für psychisch erkrankte Kinder, aber wenn sie später in der Psychiatrie oder im Strafvollzug landen, investieren wir monatlich mehrere tausend Euro, oft ein Leben lang. Leben wir eigentlich in Schilda?
Dieses Projekt hat u.a. dazu geführt, dass Jugendliche in den letzten Pflichtschuljahren die Schule vorzeitig beenden, weil sie dann mit 6 in AMS Kursen (wo sie auch bezahlt werden) dies nachholen wollen. Die Leute, die dort an den VHS unterrichten, haben oft nur eine Schnellsiedequalifikation...
Sie haben schon recht. Alllerdings nur in Bezug auf die hohe Zahl derer, die das nötig haben, nicht auf die Existenz solcher Leute an sich. Ich kenne mittlerweile Einige, die die Schule aus psychischen Problemen, Drogen, etc. abbrachen, und später den Abschluss nachholten. So etwas wird es immer geben, deswegen braucht man auch das Angebot wohl immer.
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