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vergrößern 645x429Zu Hause ist der Spitzenwein aus dem Urlaub nur noch zum Wegschütten.
Wie gar köstlich hat er doch gemundet, der Wein. Getrunken direkt beim Hersteller in einer schattigen Laube, umgeben von schwer tragenden Feigen- und Mandelbäumen.
Nebenan der abgegraste Weinberg, der Weinbauer ein redseliger Mann, die Begleitung entspannt und fröhlich. Der Wein erzählt von langen lauen Nächten, vom Zirpen der Grillen und vom Lärm der Zikaden, er erzählt von Kräutern, Früchten und Blumen und vom Meer. Da nimmt man gerne ein, zwei oder drei Flaschen mit nach Hause, auf dass mit dem Öffnen des Korkens auch die Erinnerung in das Glas fließen möge.
Doch: welche Enttäuschung! Was da im Weinglas schwimmt, erzählt nicht von sonnigen Hügeln, vom salzigen Meer, vom lauen Wind und schon gar nicht von der geselligen Faulenzerei. Was da auf dem heimischen Tisch steht, ist ein "Gschloder", und man fragt sich, warum der Wein zu Hause einfach nicht mundet. Was bleibt, ist nur, ehestmöglich zurückzukehren, um den Wein in seiner Heimat zu trinken, wo er authentisch und köstlich war. (Mirjam Harmtodt, derStandard.at, 17.10.2012)
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diese Dame wurde - wie die Kolumne - vom Magazin: "Der österreichische Journalist" mit einem Sonderpreis bedacht. Das ist löblich.
Zu denken gibt mir allerdings, dass genau dasselbe Magazin Dominic Heinzl im Jahr 2008 als Journalisten des Jahres - Fach Unterhaltung - geehrt hat.
Jetzt fragt man sich aber: Wenn man seine Arbeit als Journalistin ernst nimmt und einen Preis bekommt - nach Heinzl - ist es da nicht eine Form der Standesehre, diesen aufgrund vorhergehender Fehlnominierungen abzulehnen?
Oder nimmt man einfach mit was man bekommt, egal was kommt?
Lb Frau Mirjam Harmtodt, das, was sie hier abgeliefert haben, tut weh. Bringt sie in dieselbe geistige Kategorie wie sie Dominic Heinzl begründet hat.
Wer oder was immer Sie reitet, bleibt ihr eigenes Problem. Ich finde es menschlich allerdings ziemlich daneben, ein solch untergriffiges Posting abzuliefern.
Sie verbergen sich hinter einem Nick und greifen eine Journalistin dafür an, dass sie einen Preis bekommen hat und ihn nicht zurückgewiesen hat - nur weil der Heinzl ihn Jahre zuvor auch bekommen hat? Ich weiß nicht, welcher Zunft Sie angehören - und ob Sie einen Preis ablehnen, der zuvor jemanden verliehen wurde, den Sie nicht mögen? Man mag zu Heinzl stehen wie man will, aber er macht seine Arbeit als Society-Berichterstatter wohl offensichtlich nicht so schlecht. Sie maßen es sich an, zu verurteilen. Das finde ich menschlich ziemlich mies.
ich gehe über den Bauernmarkt, es ist frisch, die Luft ist klar - eine anregende Atmosphäre. Freundliche Gespräche mit den Bauern.
Dann probiere ich einen Apfel, er ist köstlich, wie noch nie einer so köstlich war.
Tage später, ich probiere denselben zuhause, er ist auch nicht annähernd so gut wie am Markt.
Aber es ist eine Apfel, der mit Sicherheit aus derselben Apfelsteige war.
Beim Wein, den man dann in Italien eingepackt bekommen hat, da bin ich mir nicht so sicher, ob es derselbe ist. Wenn es ein kleiner Winzer war, dann ja. Ansonsten habe ich meine Zweifel.
Aber eines hilft:
Rotwein mit 8° servieren. Genau so, wie ein Apfel nicht Zimmertemperatur haben soll. Dann kann man sich langsam auf das Erlebnis hinarbeiten.
Das kann auch sein ;o)
Ich habe aber eher gemeint, dass ein Großteil der Leute Geschmacksnuancen nicht unterscheiden bzw. identifizieren können (auch das ist Übungssache, und die Omnipräsenz von Convenience- und Junkfood ist nicht hilfreich).
Also wird das Geschmacksempfinden viel stärker von äußeren Faktoren beeinflusst, etwa der Urlaubssituation oder einer schönen Umgebung.
Möglicherweise ist der Wein auch einfach durch den Transport ruiniert, aber auch das rauszuschmecken (und nicht nur “boa, im Urlaub war er aber besser...“) ist nicht so einfach, wenn man recht McD-gestählt ist ;o)
Ähm... Der Artikel weißt auf Phänomen hin..... Das nicht Gottgegeben ist.... Sondern für das es sehr wohl eine Erklärung gibt....... Geschmack ist abhängig von Lufdruck.. Luftfeuchtigkeit .. Temperatur ... Lichtverhältnis.. psychlogischen Faktoren....
Ein Artikel dazu: http://www.wn.de/Mobil-Hom... s-schmeckt
die autorin verdient unser mitgefühl, sie
a) wurde mit vorgehaltener pistole zum schreiben dieses artikels gezwungen
b) hat gewettet, dass sie imstande ist, ein dem niveau der postings angepassten artikel zu schreiben
c) hat zuviel von dem wein getrunken, obwohl er ein heckenklescher war.
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