Schröcksnadel sieht Vonns Pläne als PR-Gag

9. Oktober 2012, 09:43
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Schild: "Frauen haben von Natur aus gewisse Nachteile gegenüber Männern"

Wien - ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel sieht die aktuellen Pläne des weiblichen Ski-alpin-Superstars Lindsey Vonn als "klugen PR-Gag". Die US-Amerikanerin hat ja beim Ski-Weltverband (FIS) um eine Starterlaubnis bei der Männer-Weltcup-Abfahrt am 24. November in Lake Louise gebeten. "Das war ein kluger PR-Gag, eine gute Idee des Sponsors. Man hat sich dadurch ins Gespräch gebracht", meinte Schröcksnadel am Montag in Wien.

Die Umsetzung der Idee ist für Schröcksnadel "unrealistisch". Ein Start als Vorläuferin bei einer Männer-Abfahrt sei hingegen denkbar. Zudem wäre für den Tiroler ein Vergleich Frau gegen Mann auf der Gleiterstrecke in Lake Louise wenig aussagekräftig. "Wenn sie wirklich wissen will, wo sie steht, müsste sie schon in Kitzbühel oder Beaver Creek antreten", sagte Schröcksnadel.

Schild: "Frauen von Natur aus gewisse Nachteile"

Ähnlich wie Vonn in den Speed-Disziplinen den Damen-Weltcup dominiert, ist die Ausnahmestellung von Marlies Schild im Slalom. Zu den Plänen Vonns meinte die Salzburgerin: "Wenn sie sich das wünscht, dann soll sie es machen. Ich sehe das eher als PR-Gag, um vor dem Saisonstart in die Presse zu kommen", teilte Schild die Meinung des ÖSV-Bosses.

Schild startet regelmäßig als Vorläuferin beim Nachtslalom der Männer in Schladming. Bei der jüngsten Auflage 2012 hätte sie sich mit ihrer Zeit sogar für den zweiten Durchgang der Top-30 qualifiziert. Doch Schild weiß selbst am besten, dass sie bei derartigen Vergleichen als Vorläuferin von den perfekten Pistenbedingungen stark profitiert.

"Ohne meine Leistung zu schmälern. Aber man muss realistisch sein und sehen, dass Frauen von Natur aus gewisse Nachteile gegenüber Männern haben", meinte Schild. (APA; 9.10.2012)

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    "Das war ein kluger PR-Gag, eine gute Idee des Sponsors. Man hat sich dadurch ins Gespräch gebracht"

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