"XCOM: Enemy Unknown": Kritiker feiern Remake des Klassikers

Fachpresse sieht im Strategiespiel eine "smarte Strategieerfahrung, die dem Original Tribut zollt"

Mit der Neuauflage von "XCOM" (1994) haben sich die Entwickler des Traditionsstudios Firaxis viel Vorgenommen. Einerseits, weil Rundenstrategiespiele 2012 nicht gerade en vogue sind und andererseits, weil die nach wie vor vitale Community enorm hohe Erwartungen hat. Das am 12. Oktober für PC, PS3 und Xbox 360 erscheinende "XCOM: Enemy Unknown" (XCOM: EU) hat sich trotz der vermeintlich schwierigen Ausgangssituation mit Pauken und Trompeten dennoch zumindest in die Herzen der Kritiker gespielt.   

Besser als das Original

Im Spiel wird man zum Manager eines hoffnungsvollen Geheimprojekts namens XCOM und zum Truppenführer zugleich, als Außerirdische die Erde überrennen und Angst und Schrecken auf der Welt verbreiten. Man erforscht in Labors Alien-Technologien und nutzt diese, um Supersoldaten heranzubilden und mit ihnen in kleinen, vierköpfigen Einsatzteams die Bedrohung zurückzuschlagen. Während man sich also um die effiziente Aufteilung der Ressourcen kümmern muss, erfordert der Einsatz an der Front taktisches Geschick. Zug um Zug versucht man seinen Männer und Frauen gegen die Marsmenschen (Anm.: Keine politisch korrekte Bezeichnung) in Stellung zu bringen und auszuschalten. Im Mehrspielermodus stellt man sein Können schließlich gegen menschliche Widersacher unter Beweis. "Es ist offensichtlich, dass Enemy Unknown von Leuten entwickelt wurde, die sowohl das Original liebten als auch wissen, wie man Spiele zugänglicher und unterhaltsamer macht.", lobt Machinima die Neuauflage. Fans des knallharten Strategieurgesteins mögen die ein oder andere Ecke und Kante vermissen, aber durch den modernen Feinschliff werde es "zweifellos zum besseren Spiel".

Kein Zuckerschlecken

"Strategisch gesehen ist das Spiel immer noch tiefgehend und fordernd, aber erwarten Sie sich keine direkte Kopie des Originals.", erläuterst Gamer.nl. "Es ist zugänglicher, die Optionen limitierter und das Gameplay flotter. Das sind jedoch gute Nachrichten, denn die Änderungen verleihen XCOM: EU einen modernen Look, während das starke Konzept des Originals intakt bleibt."

Ein leichtes Spiel sollten sich Neulinge jedenfalls nicht erwarten. "Es geht darum, das Paniklevel von Ländern zu kontrollieren, von denen man Geld benötigt und gleichzeitig seine Truppenmitglieder vor dem Ausflippen zu bewahren, wenn gerade der Squad-Leader stirbt. Unter solchem Druck die Ruhe zu bewahren, ist gar nicht so einfach.", unterstreicht VideoGamer den happigen Schwierigkeitsgrad. "Durch schlechte Planung und schlechtes Management ist es möglich, den Planeten schon sehr früh zu verlieren, was das Spiel unfair erscheinen lässt.", ergänzt Edge. "Macht man es allerdings richtig - übersteht den Stress und die Alienangriffe - fühlt man sich wie der größte Held der Erde."

Ein neuer Klassiker

Die Rezensenten sehen in der Neuauflage unisono eines der besten Strategiespiele des Jahres und eine gelungene Rückkehr des Franchises. "Kaufen Sie XCOM: EU, es ist ein Hit. Ich weiß, es ist eine starke Spielsaison, aber es ist so gut, dass ich in vier Tagen 43 Stunden investiert habe und ich mich schon nach mehr sehne.", resümiert Eurogamer. "XCOM: EU zieht einen in ein Universum voll Spielsoldaten und B-Movie-Science-Fiction, eine reichhaltige, smart gestraffte Strategieerfahrung, die dem Design von 1994 Tribut zollt. Ob Neuinterpretation oder Neuauflage, XCOM: EU revitalisiert einen Klassiker." (zw, derStandard.at, 9.10.2012)

"XCOM: Enemy Unknown" erscheint am 12. Oktober für PC, PS3 und Xbox 360.

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