Mädchen bei Gefecht mit FARC-Rebellen in Kolumbien getötet

9. Oktober 2012, 06:24
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Weitere sechs Zivilisten verletzt, drei Rebellen tot

Bogota - Eine Woche vor geplanten Friedensgesprächen ist es in Kolumbien erneut zu einem blutigen Gefecht zwischen Heerestruppen und Farc-Rebellen gekommen. Dabei kam ein 13-jähriges Mädchen im Kreuzfeuer um. Nach Heeresangaben wurden bei dem Schusswechsel in der Ortschaft Betania im südwestlichen Department Cauca auch drei Rebellen getötet. Die lokalen Behörden hatten zuvor angegeben, es handelte sich bei allen Todesopfern um Zivilisten. Sechs Ortsbewohner, unter ihnen ein weiteres Mädchen, wurden verletzt, berichtete Radio Caracol am Montag.

Der Vater des getöteten Mädchens, der Mitglied des Stadtrats von Betania ist, erklärte, das Militär habe am Sonntagabend (Ortszeit) auf einem öffentlichen Platz in Betania auf die dort anwesenden Menschen geschossen. Das Heer gab indessen an, eine Patrouille habe sich genähert, um verdächtige Personen zu identifizieren und sei dabei mit Feuerwaffen angegriffen worden. Die Bewohner von Betania protestierten wegen des Schusswechsels gegen das Militär, berichtete der Rundfunksender. Ein Heeresmitglied habe durch einen Molotow-Cocktail Brandverletzungen erlitten.

Die kolumbianische Regierung und die linksgerichteten "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens" (Farc) wollen am 15. Oktober Friedensgespräche in Oslo beginnen. Es wurde jedoch keine Einstellung der Kämpfe für die Zeit der Verhandlungen vereinbart. (APA, 9.10.2012)

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