Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Kairo - Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat eine Amnestie für alle Demonstranten erlassen, die wegen des Volksaufstands gegen den gestürzten Machthaber Hosni Mubarak verhaftet wurden. Mit dem Dekret sollen alle, die zwischen dem 25. Jänner 2011 und dem 30. Juni 2012 in Verbindung mit Aktivitäten "zur Unterstützung der Revolution" eingesperrt wurden, freikommen.
Davon könnten mehr als 1000 Demonstranten profitieren, gegen die derzeit Prozesse laufen. Mursis Rechtsberater Mohammed Gadallah sprach von "einem der wichtigsten Siege der Revolution".
Im Erlass vom Montag werden der Generalstaatsanwalt und der Militärankläger aufgefordert, binnen vier Wochen eine Liste mit den Namen all derer vorzulegen, die für eine Amnestie infrage kämen.
Auch die Demonstranten gegen den Militärrat, der Mubarak zunächst ablöste, sind davon erfasst. "Das zeigt, dass die Revolution nun an der Macht ist und Entscheidungen lenkt", sagte Gadallah. Das Justizsystem werde jetzt die Revolutionäre schützen.
Mursi hatte seit seinem Amtsantritt Ende Juni schon mehr als 500 Zivilisten begnadigt, die von Militärtribunalen verurteilt worden waren. Mehr als 12.000 Ägypter waren wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Hooliganismus vor Militärtribunale gestellt worden. Ausgenommen von der Amnestie sind Angeklagte, die sich wegen vorsätzlichen Mords verantworten müssen.
Ahmed Seif, Mitglied eines von Mursi eingesetzten Komitees zur Prüfung von aus der Revolution stammenden Rechtsfällen, beurteilte das Dekret differenziert. "Es ist ein großer Schritt, aber nicht genug", sagte Seif. "Jetzt wird es Diskussionen dazu geben, wie die Begnadigungen umgesetzt werden." Er erwarte, dass dies Monate dauere.
Menschenrechtsanwalt Mohammed Abdel-Asis sagte, die Amnestie käme etwas spät und hätte mit Entschädigungszahlungen verknüpft werden sollen. Er glaube, Mursi habe gehandelt, um vor einer für Freitag angekündigten Demonstration gegen ihn den politischen Druck zu verringern.
Hunderttausende Ägypter hatten sich im Zuge des sogenannten Arabischen Frühlings an den Demonstrationen beteiligt, die auch den Sturz des langjährigen ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak zur Folge hatten. Die Amnestie gilt gleichermaßen für Verurteilte, Untersuchungshäftlinge und solche Verdächtige, die noch mit Ermittlungen der Justiz rechnen mussten. Mursi ging aus der Präsidentschafswahl im Frühjahr als Sieger hervor.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kritisierte unterdessen den ägyptischen Verfassungsentwurf: Rechte von Frauen und Minderheiten sowie der Religions- und Meinungsfreiheit würden darin eingeschränkt. Am Montag sandte die Organisation einen Brief an die 100 Mitglieder der Verfassungsgebenden Versammlung mit Forderungen, den Entwurf zu überarbeiten.
Zwar seien einige politische Rechte im Entwurf enthalten, doch Folter oder Frauen- und Kinderhandel beispielsweise seien nicht explizit verboten. Auch sei die Gleichheit zwischen Mann und Frau nicht garantiert. Es besteht die Befürchtung, dass die bei den Wahlen siegreichen islamistischen Gruppen der Salafisten und Muslimbrüder Einfluss auf die neue Verfassung nehmen. Der Entwurf soll kommenden Monat fertig sein und dann innerhalb von 30 Tagen dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden. (APA, 8.10.2012)
Aktivistin Dalia Ziada über Haftstrafen für NGOs, neue Proteste und ihren Plan für die Zukunft des Landes
Wegen Ernennung eines radikalen Islamisten zum Provinzgouverneur im Tourismuszentrum Luxor
Den Mitarbeitern wurden illegaler Geldtransfer sowie Arbeiten ohne Lizenz vorgeworfen - Dauerhafte Schließung angeordnet
Katz-und-Maus-Spiel: Generalstaatsanwalt eröffnete kurz vor Richterentscheidung weiteres Verfahren
Hussein Anan fordert 80 Peitschenhiebe für einen Biertrinker
Sechs Oppoitionelle verletzt - 13 Millionen Unterschriften gegen Mursi gesammelt
Richter zog sich zurück - 84-jähriger Ex-Präsident wurde mit Helikopter transportiert
Richter schloss Anwälte der Zivilkläger von Verfahren aus
Neuer Bericht belastet Ägyptens Armee: Verwundete wurden mit unsterilisiertem Besteck verarztet
Schura-Rat darf bis zu Parlamentswahlen im Amt bleiben, aber keine Gesetze mehr erlassen - Auch Verfassungsrat für verfassungswidrig erklärt
Ausschreitungen nach christlichem Begräbnis - Präsident Mursi ordnete Untersuchung an
Zwei Jahre nach der Revolution des 25. Jänner werden weiterhin Aktivisten verhaftet und angeklagt
Anwalt, der gegen Programm des TV-Satirikers Bassem Youssef klagte, blieb erfolglos. Gegen den Komiker wird aber weiter ermittelt
Befreiung ohne Gefechte und Blutvergießen
Angriff auf Ordnungspolizei auf dem Sinai - Grenze zum Gazastreifen geschlossen
Bassem Youssef ist der Stachel im Fleische des ägyptischen Präsidenten und seiner Anhänger
Präsident Mursi hat noch kein Grünes Licht gegeben - Drei Polizisten und vier Soldaten verschleppt
Nach Einschätzung des früheren Generalsekretärs der Arabischen Liga, Amr Moussa, werden die Proteste andauern
Dutzende Verletzte in Alexandria
Ausschreitungen in mehreren Städten - Mindestens neun Tote, mehr als 400 Verletzte
Konvoi von bewaffneten Einheiten aufgehalten - Beduinen als Vermittler eingesetzt
Angst vor Schiitisierung Ägyptens
Soll Propheten Mohammed beleidigt haben
Regierungsumbildung in Ägypten: Opposition enttäuscht
gut.
also all die friedlichen, facebookenden menschenrechtelnden demonstranten, die nur gepluendert, gebrandschatzt, vergewaltigt und normale gewalt angewandt haben werden freigelassen, nur diejenigen, die beim pluendern, vergewaltigen und facebooken auch jemanden umgebracht haben, bei denen ziert sich die menschenrechtliche fuehrung noch.
Solange irgendwelche Religiöse dabei sind und wie im Fall Ägypten auch an der Macht sind, k a n n nichts gescheites herauskommen. Es wurde aber so gewählt und so ist es nun; schade um die schönen Hoffnungen, die die Revolution ahnen hätte lassen.
Der neue Diktator spielt Brot und Spiele.
Er besänftigt das Volk mit schönen Massnahmen.
Wer glaubt das die Revolution gewonnen hat irrt. Es wurde lediglich ein Diktator gegen einen neuen ausgetauscht.
Aber vielleicht kann man sagen das netto tatsächlich eine leichte Verbesserung eingetreten ist - spätestens dann wenn die Vermögenswerte des Mubarak-Clans für den Staat verwendet werden.
Ich erwarte eine umgehende Stellungnahme der hiesigen islamischen Glaubensvereinigung!
nicht gleich qualifiziert sind und/oder nicht in gleicher anzahl und qualität für hochqualifizierte jobs zur verfügung stehen.
Um in den führungsetagen anzulangen bedarf es nicht nur entsprechender ausbildung, sondern auch berufserfahrung. Durchschnittsalter? schätze mal 45 Jahre. d.h. Studienabschluss vor ungeführ 20 jahren. dann bitte mal prüfen wie das geschlechtsverhältnis der akademiker mit wirtschaftsausbildung vor 20 jahren war. und dann ziehen sie noch die frauen ab, die ihre berufslaufbahn unter- oder abgebrochen haben. .....
und dann wissen sie warum in den führungsetagen kein ausgewogenes geschlechtsverhältnis vorhanden ist.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.