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Vier Minuten dauert die Fahrt auf dem fliegenden Teppich. Es geht rauf und runter, immerzu im Kreis. Wenn der Wiener Performancekünstler Oliver Hangl zu seinen ausgefallenen "Spot-Light-Lectures" im Prater einlädt, sollte man einen starken Magen haben.
Fünf Vorträge rund um das Thema Stadt selber machen sind extra für den Freilufthörsaal im Fahrgeschäft Joker vorbereitet worden. Schwindelfreie hören über Funkkopfhörer die jeweils vierminütigen Lesungen von Kuratoren, Philosophen und Architekten.
Neben Künstlern wie Hangl loten Stadtaktivisten, Wissenschafter und Besucher beim dritten Urbanize - Festival für urbane Erkundungen Möglichkeiten zur Selbst- und Mitbestimmung im städtischen Raum aus. Theoretisch wie praktisch wird versucht, das Motto Stadt selber machen umzusetzen: Vorträge, Diskussionen, Führungen, künstlerische Interventionen, Workshops und eine Filmreihe zeigen, wie Stadtbewohner ihren Lebensraum mitgestalten können.
Wie man aus Moos, Glitzer und Pelz Graffiti macht und Schablonen selber herstellt, zeigt etwa ein Streetart-Workshop. Mit der Vision einer rad- und menschengerechten Stadt befasst sich die Veranstaltung Bike on! Radaktivisten diskutieren, wie eine Stadt mit weniger Autos aussehen könnte. Im Anschluss daran müssen alle Besucher mitstrampeln, damit der Film läuft: Mithilfe speziell konstruierter E-Bikes wird der Strom für eine Filmvorführung erzeugt.
Obwohl Wien seinen Bewohnern viele Freiflächen zur Verfügung stellt, sieht Urbanize-Kuratorin Elke Rauth Verbesserungspotenzial: "Alle Räume sind sehr stark durchgeplant. Es fehlen Plätze, die nutzungsoffen sind." (ort, DER STANDARD, 9.10.2012)
Bis 14.10.
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