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Stockholm - Jeder zweite schwedische Pilot ist laut einer internen Umfrage bereits unfreiwillig im Cockpit eingeschlafen. Über das Ergebnis einer Mitgliederbefragung der Schwedischen Pilotenvereinigung berichtete deren Chef Gunnar Mandahl am Montag in der Zeitung "Dagens Nyheter". Zudem hätten 70 Prozent der Piloten nach eigenem Eingeständnis bereits Fehler begangen, weil sie zu müde gewesen seien. Die Vereinigung wandte sich damit gegen einen Richtlinienentwurf der europäischen Flugsicherheitsbehörde EASA, mit dem die Arbeitszeiten der Piloten verlängert werden können.
Die Zahlen aus Schweden liegen über denen vorheriger Studien, nach denen aber ebenfalls mehr als 40 Prozent der deutschen und britischen Piloten sagten, sie seien schon einmal während des Flugs eingeschlafen. Eine Befragung der US-Raumfahrtbehörde NASA unter Piloten von US-Regionalfluglinien hatte 1999 sogar einen Wert von 80 Prozent ergeben.
Die EASA hatte am 1. Oktober Richtlinien für eine europaweite Neuregelung der Arbeitszeiten präsentiert, die bis Ende 2015 in Kraft treten sollen. Sie sehen vor, dass die höchst zulässigen Arbeitszeiten für Piloten verlängert, zugleich aber auch die Pausen ausgedehnt werden. (APA, 8.10.2012)
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... haben nach einem Commuter-Unfall der Colgan Air, der auf Übermüdung zurückzuführen war, sofort reagiert und die Dienstzeiten nach wissenschaftlichen Studien angepasst.
Die EASA macht das anders. Sie gibt Studien in Auftrag, analysiert diese und, wenns nicht passt, ignoriert diese.
So geschehen mit der Möbius-Studie, die eine Verkürzung der Dienstzeiten speziell nachts vorschlägt.
Und hier geht es nicht um 8 Stunden oder weniger, hier geht es um z.B. Bereitschaft von 8-20h, bei der ein Flug eingeteilt wird, der dann um 6h früh endet. Das kann bis zu 22h wach sein bedeuten. Ganz legal.
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